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Such- und Signalisierungsysteme

Facility Management: Sicherheitstechnik » Betrieb » Dokumente » Such- und Signalisierungsysteme

Such- und Signalisierungssysteme zur Alarmierung und visuellen sowie akustischen Gefahrenanzeige

Such- und Signalisierungsysteme

Such- und Signalanlagen gehören zur sicherheitsrelevanten technischen Gebäudeausrüstung und erfüllen mehrere Funktionen: Sie ermöglichen die schnelle Orientierung in Gebäuden, lösen Alarmierungen bei Gefahren aus, dienen der internen Kommunikation und tragen zur Gefahrenabwehr bei. Diese Anlagen sind häufig in übergeordnete Sicherheits- und Informationssysteme eingebunden. Im Facility Management (FM) ist eine lückenlose Dokumentation zwingend erforderlich, damit Planung, Genehmigung, Ausführung, Betrieb und Gewährleistung rechtssicher erfolgen können. Die nachfolgende strukturierte Übersicht beschreibt die Dokumente, die während des Lebenszyklus einer Such- und Signalanlage erstellt werden müssen, und ordnet sie den jeweiligen FM-, Betreiber- und Compliance-Pflichten zu.

Effiziente Such- und Signalisierungsanlagen im FM

Angebot – Bauleistungen (Such- und Signalanlagen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Angebot (Bauleistungen)

Zweck & Anwendungsbereich

Preis- und Leistungsangebot zur Teilnahme am Vergabeverfahren

Rechts-/Normbezug

Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A 2019), Vergabeverordnung (VgV)

Kernelemente

Leistungsbeschreibung und Preise

Technische Nebenangebote (falls zugelassen)

Erklärungen zur Eignung und Zuverlässigkeit

Verantwortlich

Bieter / Auftragnehmer

Praxisbezug

Grundlage für Angebotswertung, Zuschlag und Vertragsabschluss

Erläuterung

Das Angebot bildet die vertragliche Ausgangsbasis für Ausführung, Qualität und Kosten. Es muss alle vom Auftraggeber geforderten Angaben enthalten, insbesondere zur Preisbildung, zu etwaigen Nebenangeboten und zur fachlichen Eignung. Änderungen an den Vergabeunterlagen sind nicht zulässig, und schriftliche Angebote müssen unterschrieben beziehungsweise elektronisch signiert werden. Für das Facility Management ist das Angebot relevant, um den vereinbarten Leistungsumfang und die zugesicherten Qualitätsstandards nachvollziehen zu können, insbesondere bei Nachträgen, Mängeln oder Gewährleistungsfragen.

Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenbeschreibung

Zweck & Anwendungsbereich

Beschreibung von Funktion, Aufbau und Betrieb der Such- und Signalanlage

Rechts-/Normbezug

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

Kernelemente

Systemzweck und Einsatzbereiche

Hauptkomponenten und Funktionsweise

Schnittstellen zu anderen Anlagen

Verantwortlich

Technischer Planer für die technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisbezug

Referenzdokument für Betrieb, Einweisung und Störungsmanagement

Erläuterung

Die Anlagenbeschreibung liefert eine zentrale Übersicht über die technischen Funktionen, Komponenten und Schnittstellen der Such- und Signalanlage. Sie dient als Grundlage für Bedienungsanleitungen, Schulungen und das Störungsmanagement. Da sie im Rahmen der Leistungsphasen der HOAI erstellt wird, unterstützt sie alle Beteiligten bei der Planung und beim späteren Betrieb. Für das FM ist die Anlagenbeschreibung ein essenzielles Arbeitsmittel, um den bestimmungsgemäßen Betrieb sicherzustellen und Gefährdungen zu vermeiden.

Antrag auf behördliche Genehmigung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungsantrag

Zweck & Anwendungsbereich

Einholung der erforderlichen behördlichen Zustimmungen für die Errichtung und den Betrieb der Anlage

Rechts-/Normbezug

HOAI und einschlägige landesrechtliche Bestimmungen

Kernelemente

Beschreibung der Anlage und deren sicherheitstechnischer Funktionen

Planunterlagen und Nachweise

Angaben zur Anbindung an bestehende Systeme

Verantwortlich

Technischer Planer TGA, Bauherr

Praxisbezug

Voraussetzung für die rechtmäßige Errichtung und den Betrieb der Anlage

Erläuterung

Der behördliche Genehmigungsantrag dokumentiert die geplante Errichtung der Such- und Signalanlage und muss alle rechtlich geforderten Angaben enthalten. Für das FM ist dieser Antrag ein rechtlicher Schlüsselnachweis: Eine behördliche Genehmigung ist Voraussetzung für die Inbetriebnahme und spätere Änderungen. Der Antrag legt die technischen und sicherheitsrelevanten Parameter fest, die bei Abnahmen und Wiederholungsprüfungen herangezogen werden.

Anschluss- und Klemmenpläne – Montageplanung (LPH 7+)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anschluss- / Klemmenplan

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung der elektrischen Anschlüsse und Klemmenzuordnungen zur Montageplanung

Rechts-/Normbezug

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Kernelemente

Klemmenbezeichnungen und Kabelkennzeichnungen

Leitungszuordnung und -führung

Spannungs- und Signalarten

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praxisbezug

Grundlage für Montage, Prüfung und Fehlersuche

Erläuterung

Während der Montageplanung (Leistungsphase 7 und folgende) werden Anschluss- und Klemmenpläne erstellt, die den elektrischen Aufbau der Such- und Signalanlage detailliert darstellen. Diese Pläne ermöglichen eine korrekte Verdrahtung, berücksichtigen Schnittstellen zu anderen Gewerken und stellen sicher, dass Leitungswege, Klemmen und Spannungsarten eindeutig zugeordnet sind. Für das FM sind sie unverzichtbar bei der Störungsbehebung, der Abstimmung mit anderen Gewerken und bei späteren Umbauten oder Erweiterungen.

Anschluss- und Klemmenpläne – Revisionsstand (LPH 8)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Revisions-Anschlussplan

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation des tatsächlich ausgeführten Zustands nach Fertigstellung

Rechts-/Normbezug

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Kernelemente

Abweichungen zur ursprünglichen Planung

Endgültige Anschlussbelegung und Kabelkennzeichnungen

Verantwortlich

Auftragnehmer, Übergabe an Facility Management

Praxisbezug

Verbindliche Referenz für Betrieb, Wartung und spätere Anpassungen

Erläuterung

Nach Abschluss der Montage wird der Anschlussplan im Revisionsstand erstellt. Dieser Plan dokumentiert alle tatsächlich ausgeführten Anschlüsse, eventuelle Abweichungen zur Planung und geänderte Kabelkennzeichnungen. Er bildet die verbindliche Grundlage für den laufenden Betrieb, die Wartung und die Gewährleistungsverfolgung. Im Facility Management ist der Revisionsplan ein wichtiges Dokument für den technischen Bestand, da er zuverlässig über den Ist-Zustand informiert und somit schnellere Fehleranalysen ermöglicht.

Montagezeichnungen – Montageplanung (LPH 7+)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Montagezeichnung

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung der Einbau- und Befestigungssituation der einzelnen Komponenten

Rechts-/Normbezug

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Kernelemente

Gerätestandorte und Befestigungspunkte

Abstände zu anderen technischen Anlagen

Angaben zu Befestigungsmaterial

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praxisbezug

Unterstützung bei der Montage sowie bei späteren Umbauten oder Erweiterungen

Erläuterung

Die Montagezeichnungen der Montageplanung (LPH 7+) stellen die detaillierte Einbau- und Befestigungssituation der Komponenten dar und bilden die verbindliche Grundlage für eine fachgerechte, normkonforme Ausführung gemäß DIN 18382 (VOB/C ATV). Für das Facility Management sind sie von besonderer Bedeutung, da sie nicht nur die ordnungsgemäße Erstmontage unterstützen, sondern auch bei späteren Umbauten, Erweiterungen oder Instandsetzungsmaßnahmen eine sichere und nachvollziehbare Orientierung über Gerätestandorte, Befestigungsmittel und Abstände zu anderen technischen Anlagen bieten.

7. Ausführungs- / Bestandszeichnungen – Ausführungsstand (LPH 8)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- / Bestandszeichnung

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung des realisierten Anlagenbestands und der Leitungsführung

Rechts-/Normbezug

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Kernelemente

Endgültige Leitungsführung und Gerätestandorte

Abweichungen zur Montageplanung

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug

Bestandsunterlage für Facility Management und Prüfungen

Erläuterung

Die Ausführungs- und Montageunterlagen bilden gemeinsam die technische Bestandsdokumentation der Such- und Signalanlage. Sie sind Voraussetzung für eine sichere Montage, Prüfung und spätere Eingriffe. Ohne diese Unterlagen kann das FM den technischen Ist-Zustand nicht nachvollziehen, wodurch Risiken im Betrieb, bei Wartungen und Umbauten entstehen würden. Die strukturierte Dokumentation ist zudem erforderlich, um die Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Auftragnehmer zu sichern.

Anlagen- / Assetbuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagen- / Assetbuch

Zweck & Anwendungsbereich

Systematische Erfassung der Anlage als Asset in der Betreiberdokumentation

Rechts-/Normbezug

DIN 32835-1; VDI 3810-1; VDI 6070-1

Kernelemente

Anlagendaten und eindeutige Kennzeichnungen

Standort- und Nutzungsinformationen

Wartungs- und Prüfrhythmus

Protokolle über Änderu

Verantwortlich

Betreiber / Facility Management

Praxisbezug

Grundlage für Computer Aided Facility Management (CAFM), Wartungsplanung und Kostenmanagement

Erläuterung

Das Anlagen- oder Assetbuch erfasst alle relevanten Informationen zu jeder Such- und Signalanlage, einschließlich technischer Daten, Standort, Nutzungsdauer, Wartungsintervalle, Protokolle über Störungen sowie durchgeführte Änderungen. Es ist Bestandteil der Betreiberdokumentation und stellt sicher, dass das FM über die vollständige Historie der Anlage verfügt. In Verbindung mit einem CAFM-System ermöglicht das Assetbuch eine effiziente Planung von Wartungsmaßnahmen, die Dokumentation von Kosten und die Erfüllung von Prüf- und Nachweispflichten gegenüber Behörden. Die Normen DIN 32835-1 und die Richtlinien VDI 3810-1 sowie VDI 6070-1 definieren dabei die Mindestanforderungen an Struktur und Inhalt.

Liste der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Liste der Verjährungsfristen

Zweck & Anwendungsbereich

Übersicht der Gewährleistungszeiträume und deren Zuordnung zu den einzelnen Gewerken

Rechts-/Normbezug

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), insbesondere § 634a, sowie HOAI

Kernelemente

Beginn und Ende der Verjährungsfristen

Zuordnung zu Gewerken und Leistungsphasen

Verantwortlich

Technischer Planer TGA, ggf. Juristische Abteilung

Praxisbezug

Steuerung der Mängelverfolgung und Durchsetzung von Ansprüchen

Erläuterung

Gemäß § 634a BGB verjähren Gewährleistungsansprüche bei Bauwerken und Planungsleistungen für Bauwerke in der Regel nach fünf Jahren ab Abnahme. Die Liste der Verjährungsfristen dokumentiert den Beginn und das Ende dieser Zeiträume für die Such- und Signalanlage und ordnet sie den jeweiligen Gewerken zu. Für das FM ist diese Liste ein Instrument zur systematischen Überwachung von Mängelansprüchen und zur rechtzeitigen Geltendmachung gegenüber Auftragnehmern.

Aufmaß / Mengenermittlung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufmaß / Messprotokoll

Zweck & Anwendungsbereich

Erfassung der tatsächlich ausgeführten Mengen und Leistungen

Rechts-/Normbezug

HOAI

Kernelemente

Maße und Mengen der installierten Komponenten

Bezug zu den Zeichnungen und Leistungsverzeichnissen

Verantwortlich

Technische Planer / TGA-Fachingenieure

Praxisbezug

Grundlage für Abrechnung, Nachträge und Kostenkontrolle

Erläuterung

Gemäß § 634a BGB verjähren Gewährleistungsansprüche bei Bauwerken und Planungsleistungen für Bauwerke in der Regel nach fünf Jahren ab Abnahme. Die Liste der Verjährungsfristen dokumentiert den Beginn und das Ende dieser Zeiträume für die Such- und Signalanlage und ordnet sie den jeweiligen Gewerken zu. Für das FM ist diese Liste ein Instrument zur systematischen Überwachung von Mängelansprüchen und zur rechtzeitigen Geltendmachung gegenüber Auftragnehmern.

Nachweise über Wartung und Funktionsprüfungen – Sicherheitseinrichtungen in Arbeitsstätten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Funktionsprüfprotokolle

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis der regelmäßigen Funktionsfähigkeit von Such- und Signalanlagen

Rechts-/Normbezug

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV)

Kernelemente

Art und Umfang der Wartung

Prüfergebnisse

Datum und Verantwortliche

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Erfüllung der Betreiber- und Arbeitsschutzpflichten

Erläuterung

In § 4 Abs. 3 ArbStättV wird der Arbeitgeber verpflichtet, Sicherheitseinrichtungen wie Sicherheitsbeleuchtung, Brandmelde- und Feuerlöscheinrichtungen, Signalanlagen, Notaggregate und Notschalter instand zu halten und in regelmäßigen Abständen auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen. Wartungs- und Funktionsprüfprotokolle dokumentieren diese Verpflichtung. Sie enthalten Angaben zur Art und zum Umfang der Wartung, die Ergebnisse der Funktionsprüfungen sowie Datum und verantwortliche Personen. Im Facility Management sind diese Nachweise ein zentraler Bestandteil der rechtssicheren Organisation des Arbeitsschutzes. Sie belegen gegenüber Aufsichtsbehörden, Berufsgenossenschaften und Versicherern, dass die Anlagen ordnungsgemäß instand gehalten werden und dienen als Grundlage für Gefährdungsbeurteilungen und Instandhaltungsplanungen.

Prüfprotokolle elektrischer Betriebsmittel – Such- und Signalanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfprotokolle / Prüfnachweise

Zweck & Anwendungsbereich

Nachweis der elektrischen Sicherheit der Betriebsmittel in Such- und Signalanlagen

Rechts-/Normbezug

DIN VDE 0701-0702, DGUV Vorschrift 3/4, DGUV-Information 203-071

Kernelemente

Mess- und Prüfergebnisse

Bewertung der Betriebssicherheit

Mängel und Maßnahmen

Verantwortlich

Befähigte Elektrofachkraft / Prüfer

Praxisbezug

Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherern

Erläuterung:

Elektrische Betriebsmittel in Such- und Signalanlagen unterliegen der elektrischen Sicherheit. Die DGUV-Information 203-071 führt als Prüfgrundlage u. a. die DIN VDE 0701-0702 „Prüfung nach Instandsetzung, Änderung und Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte“ auf. Diese Norm beschreibt Prüfverfahren nach Reparatur oder Änderung und legt allgemeine Anforderungen an die elektrische Sicherheit fest. DGUV Vorschrift 3 verpflichtet den Unternehmer, elektrische Anlagen und Betriebsmittel vor der ersten Inbetriebnahme, nach Änderung oder Instandsetzung und in bestimmten Zeitabständen durch eine Elektrofachkraft prüfen zu lassen. Die Prüfungen müssen so geplant werden, dass entstehende Mängel rechtzeitig erkannt werden, und die Ergebnisse sind in einem Prüfbuch zu dokumentieren. Prüfprotokolle enthalten Mess- und Prüfergebnisse, eine Bewertung der Betriebssicherheit sowie festgestellte Mängel und festgelegte Maßnahmen. Sie sind essenziell, um die elektrische Sicherheit nachzuweisen und Haftungs- sowie Versicherungsrisiken zu minimieren.

Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Montageplanung (LPH 7+)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- / Anordnungspläne

Zweck & Anwendungsbereich

Festlegung der Montage und Platzierung der Such- und Signalanlagen

Rechts-/Normbezug

VOB/C ATV DIN 18382 (Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen)

Kernelemente

Gerätestandorte

Leitungsführungen

Befestigungsarten

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praxisbezug

Grundlage für fachgerechte Installation

Erläuterung

Elektrische Betriebsmittel in Such- und Signalanlagen unterliegen der elektrischen Sicherheit. Die DGUV-Information 203-071 führt als Prüfgrundlage u. a. die DIN VDE 0701-0702 „Prüfung nach Instandsetzung, Änderung und Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte“ auf. Diese Norm beschreibt Prüfverfahren nach Reparatur oder Änderung und legt allgemeine Anforderungen an die elektrische Sicherheit fest. DGUV Vorschrift 3 verpflichtet den Unternehmer, elektrische Anlagen und Betriebsmittel vor der ersten Inbetriebnahme, nach Änderung oder Instandsetzung und in bestimmten Zeitabständen durch eine Elektrofachkraft prüfen zu lassen. Die Prüfungen müssen so geplant werden, dass entstehende Mängel rechtzeitig erkannt werden, und die Ergebnisse sind in einem Prüfbuch zu dokumentieren. Prüfprotokolle enthalten Mess- und Prüfergebnisse, eine Bewertung der Betriebssicherheit sowie festgestellte Mängel und festgelegte Maßnahmen. Sie sind essenziell, um die elektrische Sicherheit nachzuweisen und Haftungs- sowie Versicherungsrisiken zu minimieren.

Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Ausführungsstand (LPH 8)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- / Revisionspläne

Zweck & Anwendungsbereich

Dokumentation des tatsächlich ausgeführten Zustands

Rechts-/Normbezug

VOB/C ATV DIN 18382; VDI 6026-1

Kernelemente

Endgültige Anordnung der Geräte

Abweichungen zur Planung

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praxisbezug

Referenz für Betrieb, Wartung und Umbauten

Erläuterung

Die Allgemeine Technische Vertragsbedingungen DIN 18382 regeln die Ausführung von Elektro-, Sicherheits- und informationstechnischen Anlagen. Nach der Überarbeitung 2023/2024 müssen dem Auftraggeber für die Ausführung u. a. Anlagen-/Funktionsbeschreibungen, Ausführungspläne mit eingetragenen Elektro-, Sicherheits- und informationstechnischen Komponenten, Kurzschluss- und Selektivitätsberechnungen sowie Übersichtsschaltpläne übergeben werden. Der Auftragnehmer hat die Planungsunterlagen und Berechnungen des Auftraggebers zu prüfen und daraus Montage- und Werkplanungen nach DIN EN 61082-1 und VDI 6026 Blatt 1 zu erstellen. Zur Dokumentation und Abnahme sind gemäß DIN 18382 Ausführungspläne (Anordnungspläne), Stromlaufpläne, Aufbauzeichnungen, Datenpunkt-/Funktionslisten, Protokolle der Installationsprüfungen sowie Bedienungsanleitungen, Wartungshinweise, Betriebstagebücher und Prüfbücher zu übergeben. Diese Revisionsunterlagen dokumentieren den tatsächlich ausgeführten Zustand (LPH 8) und dienen im Facility Management als zentrale technische Referenz für Betrieb, Wartung und spätere Anpassungen.

Ausschreibungspläne – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungspläne

Zweck & Anwendungsbereich

Darstellung des geplanten Leistungsumfangs der Such- und Signalanlagen

Rechts-/Normbezug

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), Leistungsbild Technische Ausrüstung

Kernelemente

Systemkonzept

Planungsstände

Verantwortlich

Fachplaner technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisbezug

Grundlage für Vergabe und Kostenkontrolle

Erläuterung

Die Ausschreibungspläne der Technischen Ausrüstung stellen den geplanten Leistungsumfang der Such- und Signalanlagen dar und bilden die grafische Grundlage für Ausschreibung, Angebotsvergleich und Vergabe gemäß HOAI. Für das Facility Management sind sie wesentlich, um den ausgeschriebenen Soll-Zustand nachvollziehen zu können, Kosten und Leistungen abzugleichen und später im Betrieb Abweichungen zwischen Planung, Vergabe und Ausführung eindeutig zu identifizieren.

Ausführungs- und Werkpläne – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- / Werkpläne

Zweck & Anwendungsbereich

Detaillierte technische Umsetzung

Rechts-/Normbezug

HOAI

Kernelemente

Detaillierte Anordnung

Technische Details

Verantwortlich

Zeichner / Fachplaner TGA

Praxisbezug

Basis für Ausführung und FM-Dokumentation

Erläuterung

Die Ausführungs- und Werkpläne der Technischen Ausrüstung konkretisieren die geplanten Systeme bis ins Detail und bilden die verbindliche Grundlage für die technische Umsetzung gemäß HOAI. Für das Facility Management sind sie von zentraler Bedeutung, da sie den tatsächlichen Aufbau, die Anordnung und die technischen Details der Anlagen dokumentieren und damit eine verlässliche Basis für Bestandsdokumentation, Betrieb, Wartung und spätere Anpassungen darstellen.

Berechnung und Dimensionierung – Entwurfsplanung (LPH 3)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Berechnungs- und Auslegungsnachweise

Zweck & Anwendungsbereich

Technische Auslegung der Systeme im Rahmen der Entwurfsplanung

Rechts-/Normbezug

HOAI, Anlage 15 (Leistungsbild Technische Ausrüstung)

Kernelemente

Leistungs- und Reichweitenberechnungen

Abschätzung von Energie- und Betriebskosten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Sicherstellung der Funktionsfähigkeit und Kostenschätzung

Erläuterung

Die Berechnungs- und Dimensionierungsnachweise der Entwurfsplanung (LPH 3) dienen der fachgerechten technischen Auslegung der Systeme gemäß HOAI, Anlage 15. Sie stellen sicher, dass Leistungsfähigkeit, Reichweiten und energetische Anforderungen realistisch und normgerecht ermittelt werden und bilden zugleich eine belastbare Grundlage für die Kostenschätzung sowie für die spätere Bewertung der Funktionsfähigkeit im Facility Management.

Berechnung und Dimensionierung – Ausführungsplanung (LPH 5)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aktualisierte Berechnungen und Bemessungen

Zweck & Anwendungsbereich

Anpassung der Berechnungen an Ausführungsdetails

Rechts-/Normbezug

HOAI

Kernelemente

Detailberechnungen und Bemessungen

Zeichnerische Darstellung im abgestimmten Maßstab

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Grundlage für Montage und Betrieb

Erläuterung

Die Berechnungen und Dimensionierungen der Ausführungsplanung (LPH 5) führen die in der Entwurfsplanung ermittelten Ansätze fort und passen sie an die konkretisierten Ausführungsdetails an. Auf Basis der HOAI stellen sie sicher, dass die Systeme technisch korrekt bemessen, zeichnerisch eindeutig dargestellt und für die Montage eindeutig festgelegt sind. Für das Facility Management bilden sie eine verlässliche Grundlage für den späteren Betrieb, die Beurteilung von Leistungsreserven sowie für Änderungen oder Erweiterungen der Anlage.

Berechnung und Dimensionierung – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Endgültige Berechnungsnachweise

Zweck & Anwendungsbereich

Abgleich zwischen Planung und vergebener Leistung

Rechts-/Normbezug

HOAI; DIN 18379 (VOB/C)

Kernelemente

Bestätigte Auslegung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Referenz für Abnahme und Betrieb

Erläuterung

Die endgültigen Berechnungs- und Dimensionierungsnachweise des Ausschreibungsergebnisses (LPH 7) dokumentieren den abgestimmten und vergebenen Auslegungsstand der Anlage. Auf Grundlage der HOAI und DIN 18379 (VOB/C) dienen sie dem Abgleich zwischen Planung und tatsächlich beauftragter Leistung und stellen für das Facility Management eine maßgebliche Referenz für Abnahme, Betrieb sowie für die Bewertung späterer Änderungen oder Abweichungen dar.

Betriebs- und Benutzerhandbuch – Elektrische Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- / Benutzerhandbuch

Zweck & Anwendungsbereich

Sicherer Betrieb und Bedienung der Such- und Signalanlagen

Rechts-/Normbezug

VOB/C DIN 18382; VDI 6026-1

Kernelemente

Bedienhinweise

Sicherheitsmaßnahmen

Störungs- und Wartungsmanagement

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praxisbezug

Zentrale Betriebsgrundlage im Facility Management

Erläuterung

Gemäß den DIN-18382-Regelungen zur Dokumentation und Abnahme hat der Auftragnehmer alle für den sicheren und effizienten Betrieb erforderlichen Bedienungs- und Wartungsanleitungen, notwendigen Dokumentationen sowie Pflege- und Reinigungsanleitungen zu übergeben. Diese Unterlagen umfassen Ausführungspläne, Stromlaufpläne, Funktionsbeschreibungen, Datenpunkt- und Funktionslisten, Protokolle der Installationsprüfungen sowie Betriebstagebücher und Prüfbücher. VDI 6026 Blatt 1.1 betont, dass im Facility Management die Anforderungen des späteren Betriebs bereits in der Entwicklungs- und Planungsphase berücksichtigt werden müssen und beschreibt die Inhalte und Beschaffenheit von Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen über den gesamten Lebenszyklus. Das Betriebs- und Benutzerhandbuch ist daher für das Facility Management unverzichtbar. Es enthält detaillierte Bedienhinweise, Sicherheitsmaßnahmen sowie Anweisungen zum Umgang mit Störungen und Wartungen und dient als zentrales Nachschlagewerk für Hausmeister, Techniker und Wartungsfirmen. Eine strukturierte, in deutscher Sprache geführte Betriebsdokumentation ist Voraussetzung für einen sicheren, bestimmungsgemäßen und nachvollziehbaren Betrieb der Such- und Signalanlagen.

Lebenszykluskostenberechnung (LCC) – Ergebnisse

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Lebenszykluskostenberechnung

Zweck & Scope

Bewertung der Kosten über den gesamten Nutzungszeitraum; Grundlage für nachhaltige Investitions- und Betriebsentscheidungen

Relevante Regelwerke

HOAI (z. B. Besondere Leistungen wie das Aufstellen und Berechnen von Lebenszykluskosten in den Leistungsphasen)

Kernelemente

Erfassung von Investitions-, Betriebs-, Wartungs- und Ersatzkosten

Annahmen zur Nutzungsdauer und technischem Lebenszyklus

Variantenvergleich der technischen Lösungen zum Zweck der Wirtschaftlichkeitsbewertung

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praktische Nutzung

Entscheidungsgrundlage für Bauherrn und FM-Abteilung zur Budgetplanung, Beschaffung und langfristigen Kostenkontrolle

Erläuterung

Die Lebenszykluskostenberechnung (LCC) betrachtet sämtliche Kosten einer Anlage von der Planung über die Errichtung und Nutzung bis zum Rückbau. Damit können Betreiber alle relevanten Kostenbestandteile – wie Investition, Energieverbrauch, Wartung, Reinigung und Entsorgung – einschätzen. Deutsche Fachliteratur zu LCC betont, dass durch die ganzheitliche Betrachtung eine realistische Wirtschaftlichkeits- und Nachhaltigkeitsbewertung möglich ist. Die HOAI sieht das Aufstellen und Berechnen von Lebenszykluskosten als besondere Leistung vor. Für FM-Verantwortliche schafft die LCC-Berechnung Transparenz über langfristige Kostenwirkungen und unterstützt die Entscheidung für die wirtschaftlichste Variante. Sie bildet damit einen Grundpfeiler nachhaltiger Investitionsstrategien und dient als Basis für Ersatzteil- und Budgetplanung.

Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Neuberechnung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestandsaufnahme / grafische Darstellung / Neuberechnung

Zweck & Scope

Aufnahme und Bewertung bestehender Such- und Signalanlagen; Grundlage für Anpassungen und Erweiterungen

Relevante Regelwerke

HOAI – Grundleistungen der Leistungsphasen zur Bestandsanalyse und Neuberechnung

Kernelemente

Komponenten- und Standorterfassung (z. B. Art, Typ und Anzahl der Signalgeber)

Erstellung von Systemgrafiken und Schemata

Technische Neuberechnungen (z. B. Leistungsberechnungen, Nachweise für Nachrüstungen)

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praktische Nutzung

Dient als Referenz für Umbau, Erweiterung und Optimierung; bildet den Ausgangspunkt für weitere Planungsschritte

Erläuterung

Diese Dokumente erfassen den Ist-Zustand der bestehenden Anlagen. Für Umbauten oder Erweiterungen müssen die vorhandenen Komponenten, deren Standorte und die technischen Daten lückenlos dokumentiert sein. Die grafische Darstellung in Form von Übersichts- und Detailplänen ermöglicht dem FM eine schnelle Orientierung über Systemgrenzen und Schnittstellen. Die Neuberechnung vorhandener Anlagen stellt sicher, dass die Anlagen auch bei veränderten Anforderungen (z. B. Erweiterung der Meldebereiche) funktionstüchtig bleiben. Als Grundleistung der HOAI bildet die Bestandsaufnahme die Basis für eine sachgerechte Planung und ist zentrale Referenz für spätere Anpassungen.

Betriebsanleitungen und Sicherheitshinweise – elektrische Betriebsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanleitung & Sicherheitshinweise

Zweck & Scope

Sicherer, bestimmungsgemäßer Betrieb der elektrischen Signal- und Suchanlagen; Vermeidung von Gefährdungen durch falschen Gebrauch

Relevante Regelwerke

1. Verordnung über das Inverkehrbringen elektrischer Betriebsmittel (1. ProdSV) und die Richtlinie 2014/35/EU (Niederspannungsrichtlinie)

Kernelemente

Beschreibung der bestimmungsgemäßen Verwendung und der Einsatzgrenzen

Warn- und Sicherheitshinweise zur Vermeidung von Gefahren

Hinweise zu Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung

Verantwortlich

Hersteller

Praktische Nutzung

Grundlage für Unterweisungen, sichere Betriebsführung und Erfüllung der gesetzlichen Betreiber- und Herstellerpflichten

Erläuterung

Gemäß der 1. ProdSV müssen Hersteller für elektrische Betriebsmittel, die in der EU in Verkehr gebracht werden, eine deutschsprachige Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen bereitstellen. Importeurinnen und Importeure dürfen Produkte nur in Verkehr bringen, wenn sie überprüft haben, dass die Herstellerunterlagen vollständig und auf Deutsch vorliegen. Das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) stellt klar, dass Produkte, für deren sicheren Gebrauch bestimmte Regeln einzuhalten sind, zwingend eine deutschsprachige Anleitung besitzen müssen; eine alleinige englische Dokumentation ist unzulässig. Diese Herstellerunterlagen sind verbindlich: Sie definieren die bestimmungsgemäße Verwendung, warnen vor unsachgemäßer Nutzung und enthalten Angaben zur Wartung. Facility-Manager müssen diese Unterlagen an die Betriebsmannschaft weitergeben und bei Unterweisungen berücksichtigen, da sie als rechtliche Grundlage für den sicheren Betrieb, die Organisation von Prüfungen und die Haftungsabsicherung dienen.

Gewerkeübergreifende Betriebsanleitung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Interdisziplinäre Betriebsanleitung

Zweck & Scope

Zusammenführung aller betriebsrelevanten Informationen über die Such- und Signalanlagen unter Einbeziehung der Schnittstellen zu anderen TGA-Gewerken

Relevante Regelwerke

HOAI (Zusammenstellung der Anlagendokumentationen)

Kernelemente

Beschreibung der Systemzusammenhänge (z. B. Interaktion zwischen Such- und Brandmeldeanlage)

Definition der Schnittstellen zu anderen Gewerken (Brandschutztechnik, Lüftung, IT)

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praktische Nutzung

Zentrale Betriebsgrundlage für das FM; dient als Nachschlagewerk für Bedien- und Störungsabläufe

Erläuterung

Such- und Signalanlagen stehen im engen Zusammenhang mit anderen Gewerken der TGA wie Brandmeldeanlagen, Lüftungs- und Entrauchungssystemen sowie der Gebäudeautomation. Eine gewerkeübergreifende Betriebsanleitung vereint alle relevanten Daten: sie erläutert die Systemgrenzen, beschreibt Schnittstellen und Wechselwirkungen und fasst die wesentlichen Betriebs- und Wartungsabläufe zusammen. Diese Zusammenführung erleichtert dem FM die Koordination des Anlagenbetriebs im Zusammenspiel mehrerer Systeme und sorgt für transparente Zuständigkeiten. Die Erstellung einer solchen Anleitung gehört zu den Grundleistungen der HOAI und bildet die zentrale Informationsquelle im Betrieb.

Betriebstagebuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebstagebuch

Zweck & Scope

Laufende, lückenlose Dokumentation des Anlagenbetriebs; Erfassung von Betriebszuständen, Störungen und Maßnahmen

Relevante Regelwerke

VDI-MT 3810-1 „Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen“ und betriebliche Leitfäden

Kernelemente

Einträge zu Anlagenzustand, Störungen und den ergriffenen Maßnahmen

Wartungs- und Prüfnachweise

Archivierungsanforderungen

Verantwortlich

Betreiber / Facility Management

Praktische Nutzung

Revisions- und Nachweisdokument; Grundlage für Audits, Störungsanalysen und Haftungsbeweis

Erläuterung

VDI-MT 3810-1 stellt Anforderungen an Betreiber, um die Betriebssicherheit der TGA-Anlagen sicherzustellen. Dazu gehört eine strukturierte und nachvollziehbare Dokumentation des Betriebs und der Instandhaltung. In betrieblichen Leitfäden wird gefordert, dass für bestimmte Anlagen (z. B. Abscheider und Abwasseranlagen) ein Betriebstagebuch verpflichtend zu führen ist, in dem alle Entleerungs-, Wartungs- und Reinigungsmaßnahmen dokumentiert werden und das mindestens fünf Jahre aufzubewahren ist. Die kontinuierliche Dokumentation unterstützt die Nachvollziehbarkeit von Störungen, erleichtert Audits und ermöglicht es dem Betreiber, seine gesetzlichen Pflichten nachzuweisen. Zudem bildet sie eine wichtige Grundlage für Risikoanalysen und Optimierungen.

Betriebskostenberechnung

Feld

Inhalt

 

Dokumenttyp

Betriebskostenberechnung

 

Zweck & Scope

Ermittlung der laufenden Kosten des Betriebs (insbesondere Energie-, Wartungs- und Prüfkosten)

 

Relevante Regelwerke

HOAI (Grundleistungen und Besondere Leistungen in den Leistungsphasen, insb. wirtschaftliche Betrachtungen)

 

Kernelemente

Energie- und Betriebsmittelkosten (Strom, Netzersatzanlagen, Aufschaltgebühren)

Wartungs- und Instandhaltungskosten

Kostenvergleiche und Benchmarks

 

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

 

Praktische Nutzung

Dient dem Kostencontrolling, der Budgetierung und der Wirtschaftlichkeitsprüfung im laufenden Betrieb

 

Erläuterung

Neben der Investitionskostenbetrachtung ist im FM eine Analyse der laufenden Betriebskosten notwendig. Die HOAI sieht wirtschaftliche Betrachtungen vor, die Energie- und Wartungskosten sowie weitere Betriebskosten erfassen. Die Betriebskostenberechnung ermöglicht es dem Betreiber, die Höhe der laufenden Aufwände zu ermitteln, Vergleiche zwischen Anlagenvarianten durchzuführen und Maßnahmen zur Kostensenkung abzuleiten. In Verbindung mit der LCC-Berechnung erhalten Betreiber so einen vollständigen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Anlagen.

Datenerhebung, Analysen und Optimierungsprozesse – Ergebnisse

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Analyse- und Optimierungsdokument

Zweck & Scope

Systematische Erhebung und Auswertung von Betriebsdaten; Ableitung von Optimierungsmaßnahmen

Relevante Regelwerke

HOAI (Besondere Leistungen wie Monitoring und Optimierung), VDI-Richtlinien zur Gebäudeautomation und Energieeffizienz

Kernelemente

Definition der erhobenen Daten (z. B. Alarmhäufigkeit, Energieverbrauch, Ausfallzeiten)

Analyse der Leistungskennzahlen

Vorschläge zur technischen und organisatorischen Optimierung

Verantwortlich

Technischer Planer TGA bzw. Betreiber

Praktische Nutzung

Grundlage für kontinuierliche Verbesserung von Verfügbarkeit, Sicherheit und Kosten

Erläuterung

Durch kontinuierliches Monitoring können Betreiber Schwachstellen ihrer Such- und Signalanlagen erkennen und Maßnahmen zur Verbesserung ableiten. Hierzu werden Betriebsdaten (z. B. Alarmauslösungen, Fehlermeldungen, Energieverbräuche) erfasst und analysiert. Die Analyse dient dazu, Trends zu identifizieren, Ursachen von Störungen zu ermitteln und Optimierungsvorschläge zu entwickeln. Diese Prozesse orientieren sich an den in der HOAI vorgesehenen besonderen Leistungen sowie an VDI-Richtlinien für Gebäudeautomation. Ergebnisberichte unterstützen das FM beim Vergleich von Ist- und Soll-Zustand und helfen, Strategien zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung umzusetzen.

Brandschutz-/Brandfall-Steuermatrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Brandschutz-/Steuermatrix

Zweck & Scope

Definition des Systemverhaltens im Brandfall; Festlegung der Steuerbefehle, die von der Brandmeldeanlage (BMA) aus ausgelöst werden

Relevante Regelwerke

VDI 3819-3 „Gebäudeautomation im Einsatz des Brandschutzes“, HOAI, VDI 6010, DIN 14674, Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie (MLüAR)

Kernelemente

Steuerbefehle für Such- und Signalanlagen im Brandfall (z. B. Einbindung der Alarmierung, Abschaltungen)

Schnittstellen und Interaktionen mit BMA, Entrauchung, Aufzügen

Dokumentation der Fallback-Funktionen und Notbetriebsarten

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Brandschutz

Praktische Nutzung

Grundlage für Prüfungen durch Sachverständige, brandschutztechnische Abnahmen und den Notfallbetrieb

Erläuterung

Die Brandschutz- bzw. Brandfall-Steuermatrix definiert, wie die einzelnen Systeme im Falle eines Brandes miteinander interagieren. Laut Fachbeiträgen müssen bei der Erstellung der Matrix verschiedene Normen und Richtlinien berücksichtigt werden: die VDI 3819-3 beschreibt die Funktionen und Interaktionen der Gebäudeautomation im Brandfall, die VDI 6010 regelt Planung und Betrieb der Brandfallsteuerungen, DIN 14674 legt Mindestanforderungen für die Vernetzung der Brandmeldeanlage mit Aufzügen und Gebäudetechnik fest, und die Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie (MLüAR) enthält Vorgaben für Rauchabzugs- und Lüftungsanlagen. Die Matrix legt fest, welche Steuerbefehle bei Alarm ausgelöst werden (z. B. Ansteuerung der Signale, Abschalten von Lüftungsgeräten, Ansteuerung der Rauchabzugsanlagen) und welche Schnittstellen zu anderen Systemen bestehen. Für Sonderbauten ist sie ein zentrales Sicherheitsdokument und dient als Prüf- und Abnahmegrundlage.

Lösungsdarstellungen – Ausführungsplanung (LPH 5)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Lösungsdarstellung

Zweck & Scope

Detaillierte technische Umsetzung der genehmigten Planung; Vorbereitung der Ausführung

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphase 5: Ausführungsplanung)

Kernelemente

Systemlayout und detaillierte Lage- und Leitungspläne

Platzierung und Bezeichnung aller Komponenten

Detaillierte Material- und Ausführungsbeschreibungen

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praktische Nutzung

Grundlage für die Ausführung vor Ort, für das Montagepersonal und für spätere Betriebs- und Wartungsarbeiten

Erläuterung

In der Leistungsphase 5 der HOAI werden die genehmigten Vorplanungen in ausführungsreife Planunterlagen überführt. Für Such- und Signalanlagen enthält die Lösungsdarstellung sämtliche Angaben, die für die fachgerechte Montage erforderlich sind: detaillierte Zeichnungen, Stücklisten, Funktionsbeschreibungen und Materialangaben. Diese Dokumente dienen dem ausführenden Unternehmen als verbindliche Grundlage und dem FM als Referenz für die spätere Betriebsphase. Eine präzise Ausführungsplanung minimiert Ausführungsfehler und erleichtert die spätere Instandhaltung.

Lösungsbeschreibungen – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)

Feld

Inhalt

 

Dokumenttyp

Lösungsbeschreibung

 

Zweck & Scope

Dokumentation der im Vergabeverfahren beauftragten Lösung; Abgleich von Planung und Ausschreibung

 

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphase 7), DIN 18379, DIN 18381 und VOB/C (Allgemeine Technische Vertragsbedingungen)

 

Kernelemente

Technische Spezifikation der ausgewählten Produkte und Systeme

Vergleich zwischen ursprünglicher Planung und Vergabeergebnis

Festlegung der Leistungsgrenzen und der mitzuliefernden Unterlagen

 

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

 

Praktische Nutzung

Referenz für Abnahme, Inbetriebnahme und späteren Betrieb; dient der Vertragserfüllung und Nachweisführung

 

Erläuterung

Nach Abschluss der Ausschreibung dokumentiert die Lösungsbeschreibung, welche Produkte und Systeme beauftragt wurden und in welcher Ausführung. Sie vergleicht die Angebote mit der Planung und legt die technischen Spezifikationen fest. DIN 18379 und DIN 18381 enthalten die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Raumluft- sowie Heizungs- und Warmwasseranlagen; diese Normen sind Teil der VOB/C und regeln die Ausführungsqualität. Die Lösungsbeschreibung stellt sicher, dass zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer Klarheit über den Leistungsumfang besteht und dient als Grundlage für die Abnahme, die Mängelprüfung und den späteren Betrieb. Sie schafft damit vertragliche und technische Sicherheit.

Datenpunkt- und Funktionsliste – Montageplanung (Leistungsphase 7 und höher)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Datenpunkt- / Funktionsliste

Zweck & Scope

Definition aller Signale, Funktionen und Schnittstellen als Grundlage für die Montage und Systemintegration

Relevante Regelwerke

DIN 18382 (VOB/C ATV) und VDI 3814 – Leitlinie für Gebäudeautomation

Kernelemente

Auflistung aller Signalarten (Ein- und Ausgänge)

Funktionsbeschreibungen

Adressierung und Zuordnung

Verantwortlich

Auftragnehmer bzw. Installateur

Praktische Nutzung

Grundlage für Montage, Parametrierung und Inbetriebnahme

Erläuterung

Die Datenpunkt- und Funktionsliste ist ein zentrales Arbeitsdokument für die Planung und Integration von Such- und Signalanlagen. Die Richtlinie VDI 3814 fordert ein offenes, herstellerneutrales Identifikationssystem und eine einheitliche Benennung bis auf Datenpunktebene. Dadurch können Funktionen im Rahmen der Gebäudeautomation eindeutig adressiert und systemübergreifend interpretiert werden. Die GA-Funktionsliste erfasst alle Automationsfunktionen eines Gebäudes, ordnet sie den Anlagen zu und gibt an, wie diese Funktionen zu integrieren und zu visualisieren sind. Sie ist damit ein unverzichtbares Werkzeug für Planung, Ausführung und Dokumentation; sie ermöglicht Massenberechnungen, unterstützt die Erstellung von Schemata und gewährleistet eine klare Kommunikation zwischen Planer, Installateur und Betreiber.

Datenpunkt- und Funktionsliste – Ausführungsstand (Leistungsphase 8)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Revisions-Datenpunktliste

Zweck & Scope

Dokumentation des tatsächlich ausgeführten Systemzustands

Relevante Regelwerke

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Kernelemente

Endgültiger Signalbestand

Abweichungen gegenüber der Planung

Verantwortlich

Auftragnehmer bzw. Installateur

Praktische Nutzung

Referenzdokument für Betrieb, Wartung und Fehlersuche

Erläuterung

Die revidierte Datenpunktliste dokumentiert die endgültigen Datenpunkte, Funktionen und Schnittstellen nach der Bauausführung. Sie wird zur maßgeblichen Betriebs- und FM-Referenz und ist Voraussetzung für effizientes Störungsmanagement und spätere Systemanpassungen. Revisionunterlagen geben dem Betreiber einen umfassenden Überblick über die installierten Systeme, ihre Funktionsweise und die verwendeten Materialien; sie sind nötig, um Wartung, Reparaturen oder Änderungen durchführen zu können. VDI 6026 beschreibt den Inhalt und die Beschaffenheit von Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen und bereitet bestehende Regeln der HOAI und VOB so auf, dass sie eindeutig benannt werden. Die Überprüfung der Vollständigkeit der Revisionsunterlagen gehört zu den Pflichten der Objektüberwachung in der HOAI-Leistungsphase 8.

Instandhaltungsrelevante Unterlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Instandhaltungsunterlagen

Zweck & Scope

Sicherstellung der dauerhaften Funktionsfähigkeit der Such- und Signalanlagen

Relevante Regelwerke

DIN EN 13460 „Dokumente für die Instandhaltung“

Kernelemente

Wartungsintervalle und Prüfabläufe

Vorgaben für Austausch, Ersatzteile und Reparaturen

Verantwortlich

Hersteller, FM-Organisation und beauftragte Dienstleister

Praktische Nutzung

Grundlage für Instandhaltungsplanung, Nachweise gegenüber Behörden und Versicherern

Erläuterung

DIN EN 13460 legt Anforderungen an die Dokumentation in der Instandhaltung fest, um eine klare und einheitliche Informationsbasis zu schaffen. Die Norm zielt darauf ab, relevante Informationen über Wartung, Inspektion und Reparaturen systematisch zu erfassen, bereitzustellen und zu nutzen. Dadurch wird eine effektive Kommunikation ermöglicht und die Planung von Instandhaltungsmaßnahmen verbessert. Für das FM bedeutet dies, dass Unterlagen zu Wartungsintervallen, Prüfprotokollen, Sicherheitsprüfungen und Materialersatz bereitgestellt werden müssen. VDI 6026 Blatt 1.1 konkretisiert diese Anforderungen für FM-relevante Dokumentationen und stellt sicher, dass Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen so strukturiert sind, dass sie im Betrieb nutzbar bleiben.

Dokumentation von Dämm- und Brandschutzarbeiten an der TGA

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungsdokumentation Brandschutz

Zweck & Scope

Nachweis der fachgerechten Ausführung der brandschutzrelevanten Maßnahmen an Leitungen und Durchführungen

Relevante Regelwerke

DIN 18421 (VOB/C ATV), Musterbauordnung, Landesbauordnungen, Verwendbarkeitsnachweise (ABZ/ABP)

Kernelemente

Angaben zu Materialien und Bauarten

Dokumentation der Abschottungen und Durchführungen

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praktische Nutzung

Nachweis gegenüber der Bauaufsicht und im Betrieb; Grundlage für spätere Umbauten und Inspektionen

Erläuterung

Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen sind „besondere Leistungen“ und müssen gesondert ausgeschrieben und dokumentiert werden. In Leistungsbeschreibungen nach DIN 18421 sind Art, Maße und Qualität der Dämm- und Brandschutzmaßnahmen sowie Anforderungen an Feuerwiderstand, Schallschutz und bauliche Einschränkungen detailliert anzugeben. Zur Dokumentation gehören vor allem Vorher- und Nachher-Fotos der Abschottungen sowie das Zusammenstellen von Produkt- und Sicherheitsdatenblättern, Prüf- und Herstellerbescheinigungen, Verwendbarkeitsnachweisen, Fachunternehmererklärungen und Übereinstimmungserklärungen. Die Nachweise sollen sowohl digital (z. B. PDF auf USB-Stick) als auch gedruckt bereitgestellt werden. Darüber hinaus verlangt die Musterbauordnung, dass jedes Durchbruchssystem mit einem Typenschild versehen wird; das Zulassungsdokument (allgemeine bauaufsichtliche Zulassung – ABZ – oder allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis – ABP) muss auf der Baustelle vorliegen und dem Bauherrn als Bestandteil der Dokumentation übergeben werden. Eine Konformitätserklärung kann ausgestellt werden, wenn nur geringfügige Abweichungen vom Zulassungsbescheid bestehen, jedoch sollte hierfür der Zulassungsinhaber oder ein Brandschutzsachverständiger konsultiert werden.

Bautagebuch – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bautagebuch

Zweck & Scope

Laufende Dokumentation des Baufortschritts, insbesondere für Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung

Relevante Regelwerke

HOAI – Objektüberwachung (Leistungsphase 8), VOB/B

Kernelemente

Arbeitstände und Fortschrittsberichte

Abweichungen, besondere Ereignisse und festgestellte Mängel

Verantwortlich

Fachplaner TGA bzw. Bauüberwachung

Praktische Nutzung

Nachweis bei Mängeln, Verzögerungen oder Streitfällen; Grundlage für Gewährleistungs- und Haftungsfragen

Erläuterung

In der Leistungsphase 8 der HOAI muss der Fachplaner die Bauausführung überwachen, den Bauablauf dokumentieren und ein Bautagebuch führen. Das Bautagebuch enthält die täglichen Arbeitsstände, verzeichnet Abweichungen sowie besondere Vorkommnisse und dient als rechtsicherer Nachweis im Falle von Mängeln, Terminüberschreitungen oder Streitigkeiten. Fachbeiträge zur HOAI betonen, dass eine detaillierte Baustellendokumentation ein zentrales Instrument der Objektüberwachung ist und das spätere Prüfen von Rechnungen und Nachträgen ermöglicht. Für das Facility Management bilden diese Aufzeichnungen die Grundlage für die Bewertung von Gewährleistungsansprüchen und für die spätere Betriebsdokumentation.

Dokumentation des Vergabeverfahrens

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabedokumentation

Zweck & Scope

Nachweis eines ordnungsgemäßen Vergabeverfahrens; Begründung der Auswahlentscheidungen

Relevante Regelwerke

Vergabeverordnung (VgV), Unterschwellenvergabeordnung (UVgO), VOB/A 2019, HOAI

Kernelemente

Vergabestrategie und Wahl des Verfahrens

Liste der Bewerber und Angebote

Dokumentation der Wertung

Verantwortlich

Öffentlicher Auftraggeber bzw. Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Sicherstellung der Transparenz, Nachprüfbarkeit und Rechtssicherheit; Grundlage für Prüfungen durch Kontrollstellen

Erläuterung

Gemäß § 20 VOB/A muss der Ablauf des Vergabeverfahrens lückenlos und zeitnah in Textform dokumentiert werden. Die Dokumentation hat unter anderem Namen und Anschrift des Auftraggebers, Art und Umfang der Leistung, Auftragswert, Namen der berücksichtigten und ausgeschlossenen Bewerber sowie die Gründe für ihre Auswahl oder Ablehnung, die Begründung der Wahl des Verfahrens, die Entscheidung über die Vergabe und den Anteil der Fremdleistung zu enthalten. Diese umfassende Darstellung der Entscheidungsschritte gewährleistet Revisions- und Rechtssicherheit und bildet die Grundlage für eventuelle Nachprüfungsverfahren oder Vergabekontrollen.

Eignungsnachweise der Auftragnehmer

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Eignungsnachweise

Zweck & Scope

Nachweis der fachlichen, technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Bieter

Relevante Regelwerke

VOB/A 2019

Kernelemente

Angaben zum Umsatz der letzten drei Jahre

Referenzprojekte der letzten fünf Jahre

Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter nach Lohngruppen

Nachweise über Eintragung in Berufs- oder Handelsregister

Erklärungen zur Insolvenzfreiheit, Zuverlässigkeit und zur Zahlung von Steuern und Sozialabgaben

Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft

Verantwortlich

Bieter bzw. Auftragnehmer

Praktische Nutzung

Auswahl von qualifizierten Unternehmen und Sicherung der Qualität bei sicherheitsrelevanten Anlagen

Erläuterung

Die VOB/A fordert, dass Bieter ihre Eignung durch geeignete Nachweise belegen. Dazu gehören Angaben zum Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, Referenzen über vergleichbare Leistungen in den letzten fünf Jahren, die Zahl der Beschäftigten gegliedert nach Lohngruppen, die Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister, Erklärungen über das Nichtvorliegen von Insolvenztatbeständen und über die ordnungsgemäße Entrichtung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sowie die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Diese Informationen ermöglichen es dem Auftraggeber, die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Bewerber zu bewerten und so die Qualität der sicherheitsrelevanten Anlagen zu gewährleisten.

Mengenermittlung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mengenermittlung

Zweck & Scope

Ermittlung abrechnungs- und kostenrelevanter Mengen für Leitungen, Geräte und Komponenten

Relevante Regelwerke

HOAI

Kernelemente

Stückzahlen der Geräte

Längen von Leitungen und Kabeln

Anlagenteile

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Grundlage für Kostenkontrolle, Ausschreibungen, Abrechnung und FM-Planung

Erläuterung

Die genaue Mengenermittlung ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausführungsplanung (HOAI-Leistungsphase 5). Fachbeiträge zur HOAI betonen, dass die präzise Berechnung aller benötigten Mengen die Basis für die Erstellung von Leistungsverzeichnissen und späteren Ausschreibungen bildet. In der Leistungsphase 6 werden die ermittelten Mengen weiter fortgeschrieben, detaillierte Leistungsbeschreibungen erstellt und die Kosten durch Vergleich mit der Kostenberechnung überwacht. Für das Facility Management ermöglicht die Mengenermittlung eine realistische Budgetplanung, die Absicherung von Ersatzteilbeständen und die spätere Kostenkontrolle im Betrieb.

Installateurerklärung – Elektrische Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Installateurerklärung bzw. Fachunternehmererklärung

Zweck & Scope

Bestätigung der normgerechten Ausführung der elektrischen Such- und Signalanlage und Festlegung des Leistungsumfangs

Relevante Regelwerke

DIN 18382 (VOB/C ATV), EnWG § 49, DIN VDE-Bestimmungen

Kernelemente

Konformitätserklärung mit den anerkannten Regeln der Technik
Beschreibung des ausgeführten Leistungsumfangs

Verantwortlich

Auftragnehmer bzw. Elektroinstallateur

Praktische Nutzung

Voraussetzung für Abnahme und Betrieb; Grundlage für Haftung und Gewährleistung

Erläuterung

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verpflichtet Betreiber, Energieanlagen so zu errichten und zu betreiben, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist; dabei sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik, insbesondere die DIN-VDE-Bestimmungen, zu beachten. Der Installateur muss den normgerechten Aufbau und die Funktion der Anlage gegenüber dem Auftraggeber bestätigen und die Abnahmeunterlagen vollständig übergeben. Im Brandschutzbereich gehören Fachunternehmererklärungen und Übereinstimmungserklärungen zum obligatorischen Dokumentationsumfang. Diese Erklärungen dienen als Nachweis, dass die Installation den genehmigten Unterlagen und dem Stand der Technik entspricht und bilden die Grundlage für den sicheren Betrieb sowie für Gewährleistungs- und Haftungsfragen.

Ersatzteil- und Komponentenliste

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ersatzteil- / Komponentenliste

Zweck & Scope

Sicherstellung der langfristigen Instandhaltung und Verfügbarkeit der Such- und Signalanlagen

Relevante Regelwerke

DIN 18382 (VOB/C ATV), VDI 6026

Kernelemente

Bezeichnung der Komponenten und Datenpunkte
Hersteller-, Typ- und Artikelangaben
Empfohlene Lagerbestände

Verantwortlich

Auftragnehmer bzw. Installateur

Praktische Nutzung

Unterstützung bei Wartung, Reparatur und Ersatzteilmanagement; Reduzierung von Ausfallzeiten

Erläuterung

Revisionsunterlagen sollten neben Funktions- und Bestandsplänen auch detaillierte Angaben zu Ersatzteilen und Komponenten enthalten. Sie ermöglichen dem Betreiber, Art und Typ der verbauten Geräte zu erkennen und bei Bedarf Ersatz zu beschaffen. Der Bestand an Ersatzteilen und die zugehörigen Herstellerangaben bilden die Grundlage für effiziente Wartungs- und Reparaturprozesse. VDI 6026 stellt sicher, dass diese Angaben strukturiert und verständlich in die Dokumentation integriert werden.

Funktionsdiagramm (Prinzipschaltbild) – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktionsdiagramm / Prinzipschaltbild

Zweck & Scope

Darstellung des grundlegenden Funktionskonzepts der Such- und Signalanlage

Relevante Regelwerke

HOAI (LPH 2); VDI 6026-1

Kernelemente

Grundfunktion und Systemlogik

Hauptkomponenten und Signalwege

Erste Schnittstellen zu anderen Gewerken

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praktische Nutzung

Entscheidungsgrundlage für Entwurf und weitere Planung

Erläuterung

In der Vorplanungsphase konkretisiert der Planer die während der Grundlagenermittlung gesammelten Informationen zu einem ersten Planungskonzept. Für Such- und Signalanlagen bedeutet dies, die Grundfunktionen (z. B. Rufauslösung, Alarmierung, Quittierung) zu definieren und grafisch zu beschreiben. Das Prinzipschaltbild visualisiert wesentliche Komponenten (Melder, Aktoren, zentrale Auswerteeinheiten) und deren Signalwege. Es ermöglicht dem Facility Management bereits in der Vorplanung eine Bewertung der Systemkomplexität, der Schnittstellen zu anderen Gewerken und der späteren Instandhaltungsanforderungen. Das Dokument dient als Grundlage für Kostenschätzungen und Variantenvergleiche.

Funktions- und Strangschema – Entwurfsplanung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema

Zweck & Scope

Detaillierte Darstellung der Funktionszusammenhänge

Relevante Regelwerke

HOAI (LPH 3); VDI 6026-1

Kernelemente

Signal- und Funktionsketten

Strang- und Zonenbildung

Systemabhängigkeiten

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praktische Nutzung

Grundlage für Abstimmung, Genehmigung und Kostenermittlung

Erläuterung

Das Funktions- und Strangschema konkretisiert die Funktionsstruktur der Anlage. Neben den Hauptelementen werden Signal- und Funktionsketten sowie Zonen (z. B. Wohnbereiche, Servicebereiche) abgebildet. Die Darstellung ist detaillierter als das Prinzipschaltbild und berücksichtigt auch Abhängigkeiten zu anderen Gewerken, wie etwa der Brandmelde- oder Gebäudeautomationstechnik. Im Entwurf dient das Schema als Referenz für die Genehmigungsplanung, Kostenermittlungen und Verhandlungen mit beteiligten Fachplanern. Für das Facility Management ist es eine frühe Referenz für spätere Betriebs- und Prüfkonzepte.

Funktions- und Strangschema – Ausführungsplanung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema

Zweck & Scope

Ausführungsreife Darstellung der technischen Funktion

Relevante Regelwerke

HOAI (LPH 5); VDI 6026-1

Kernelemente

Konkrete Gerätezuordnung

Signalverläufe und Funktionslogik

Eindeutige Kennzeichnungen

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praktische Nutzung

Referenz für Installation, Prüfung und Betrieb

Erläuterung

In der Ausführungsplanung werden die Planunterlagen so detailliert ausgearbeitet, dass sie unmittelbar als Grundlage für die Ausführung dienen. Für Such- und Signalanlagen bedeutet dies, dass jedes Gerät (z. B. Ruftaster, Störmelder, Signalgeber) eindeutig zugeordnet, beschriftet und mit seinen Signalwegen dargestellt wird. Alle technischen Regelwerke – insbesondere die DIN-Normen für Ruf- und Notrufanlagen (z. B. DIN VDE 0834) und die elektrotechnischen VOB/C-Normen (DIN 18382) – sind einzuhalten. Das resultierende Schema beschreibt den Soll-Zustand der Anlage und ist für das Facility Management ein zentrales Betriebs- und Wartungsdokument.

Funktions- und Strangschema – Ausschreibungsergebnis

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema (LPH 7)

Zweck & Scope

Abgleich zwischen Planung und vergebener Leistung

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 18379; DIN 18381

Kernelemente

Finaler Leistungsumfang

Anpassungen aus Vergabe

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praktische Nutzung

Vertrags- und Abnahmegrundlage

Erläuterung

Die Vergabephase definiert den vertraglich geschuldeten Umfang. Die neue Fassung der VOB/C (2019) präzisiert die notwendigen Unterlagen für Elektro- und Sicherheitsanlagen und verpflichtet den Auftragnehmer, Montage- und Werkplanungen nach VDI 6026 beim Auftraggeber einzureichen sowie rechtzeitig vor der Abnahme detaillierte Revisionsunterlagen zu übergeben. Das Funktions- und Strangschema im Ausschreibungsergebnis spiegelt diese Vereinbarungen wider. Es dient als Referenz für die Vertragsgestaltung, als Grundlage für die Abnahme und als Maßstab für Gewährleistungsansprüche. Für das Facility Management bedeutet dies Rechtssicherheit und Transparenz hinsichtlich des geschuldeten Systemzustands.

Gewerke- / Schnittstellenmatrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gewerke- bzw. Schnittstellenmatrix

Zweck & Scope

Klärung technischer und organisatorischer Schnittstellen

Relevante Regelwerke

VDI 6039

Kernelemente

Abgrenzung zu anderen Gewerken

Zuständigkeiten

Verantwortlich

Technischer Planer TGA

Praktische Nutzung

Vermeidung von Zuständigkeitskonflikten im Betrieb

Erläuterung

Eine Schnittstellenmatrix ordnet Verantwortlichkeiten eindeutig zu und verhindert Unklarheiten im späteren Betrieb. Sie verknüpft die Gewerke (z. B. Rufanlagen, Brandmeldeanlagen, Gebäudeautomation) und legt fest, wer bei Störungen, Wartung oder Umbauten zuständig ist. In der Praxis sollte die Matrix als Bestandteil der Inbetriebnahme- und Übergabedokumentation nach VDI 6039 geführt werden und in Kombination mit dem Funktionsschema die Nachvollziehbarkeit von Signalen gewährleisten. Das Facility Management nutzt die Matrix, um im Störungsfall schnell den Ansprechpartner zu identifizieren und Zuständigkeitskonflikte zu vermeiden.

Funktionsbeschreibung – Elektrische Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktionsbeschreibung

Zweck & Scope

Beschreibung des tatsächlich ausgeführten Systemverhaltens

Relevante Regelwerke

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Kernelemente

Funktionsabläufe im Betrieb

Betriebs- und Störfälle

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praktische Nutzung

Grundlage für Einweisung und Betrieb

Erläuterung

Mit Abschluss der Bauausführung muss der Auftragnehmer eine Funktionsbeschreibung vorlegen, die den realen Betrieb der Such- und Signalanlage dokumentiert. Die VOB/C verlangt hierzu, dass Montage- und Revisionsunterlagen rechtzeitig vor der Abnahme vorgelegt werden. Bei Rufanlagen weist die DIN VDE 0834 darauf hin, dass der Betreiber nur eingewiesene Personen einsetzen darf und dass das Personal regelmäßig geschult werden muss. Unregelmäßigkeiten und Störungen sind unverzüglich zu melden; sämtliche Störfälle, Instandsetzungen und Änderungen sind in einem bei der Anlage verfügbaren Betriebsbuch zu dokumentieren. Diese Funktionsbeschreibung bildet zusammen mit dem Betriebsbuch die Basis für die Einweisung des Betriebspersonals und ermöglicht dem Facility Management, das tatsächliche Anlagenverhalten nachzuvollziehen.

Instandhaltungsplan – Such- und Signalanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsplan

Zweck & Scope

Systematische Planung von Wartung und Prüfung

Relevante Regelwerke

DIN EN 13306; DIN EN 15331

Kernelemente

Wartungsintervalle

Prüfarten und -umfänge

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur

Praktische Nutzung

Sicherstellung der Funktionsfähigkeit

Erläuterung

Die europäische Norm DIN EN 13306 definiert Instandhaltung als Kombination aller technischen, administrativen und managementbezogenen Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung des funktionsfähigen Zustands. Der Instandhaltungsplan legt die Intervalle und Inhalte von Wartungen, Inspektionen und Funktionsprüfungen für Such- und Signalanlagen fest. Er berücksichtigt die Anforderungen der DIN EN 15331, die Kriterien für Planung, Steuerung und Überwachung von Instandhaltungsdienstleistungen in Gebäuden vorgibt. Für das Facility Management ist der Plan das zentrale Instrument, um gesetzliche Prüffristen einzuhalten, Ausfälle zu minimieren und den Lebenszyklus der Anlage zu optimieren.

Instandhaltungsplan – Elektrische Systeme (VOB/C)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsplan

Zweck & Scope

Hersteller- und ausführungsbezogene Wartungsvorgaben

Relevante Regelwerke

DIN 18382 (VOB/C ATV)

Kernelemente

Bauteilspezifische Wartung

Prüfmethoden

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praktische Nutzung

Ergänzung des FM-Instandhaltungsplans

Erläuterung

Dieser Plan basiert auf den Herstellerangaben für die eingesetzten Geräte sowie auf den Vorgaben der DIN 18382 und der DIN VDE 0834. Letztere schreibt vor, dass der Betreiber einer Rufanlage für ordnungsgemäße Inspektionen, Wartungen und Instandsetzungen sorgen muss. Inspektionen sind mindestens viermal jährlich durchzuführen und umfassen die Funktionskontrolle von Ruftasten, Signalleuchten und der Energieversorgung. Außerdem müssen alle Instandhaltungsarbeiten im Betriebsbuch dokumentiert werden. Der Instandhaltungsplan für elektrische Systeme ergänzt den allgemeinen Instandhaltungsplan, indem er bauteilspezifische Vorgaben (z. B. Funktionsprüfungen von Rufgeräten, Austauschzyklen von Akkumulatoren) und die hierzu erforderlichen Prüfmethoden beschreibt.

Wartungsplan / Wartungskalender

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungsplan

Zweck & Scope

Terminliche Organisation der Instandhaltung

Relevante Regelwerke

DIN EN 13306

Kernelemente

Prüffristen

Verantwortlichkeiten

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur

Praktische Nutzung

Operatives Steuerungsinstrument im FM

Erläuterung

Der Wartungsplan oder Wartungskalender setzt die im Instandhaltungsplan definierten Maßnahmen in einen zeitlichen Rahmen um. Er listet sämtliche Prüftermine, Wartungsaufträge und Zuständigkeiten auf und erleichtert die operative Steuerung. Im Facility Management dient der Kalender dazu, Ressourcen zu planen, Prüfungen fristgerecht durchzuführen und die gesetzlichen Nachweispflichten einzuhalten. Die Einbindung in Computerized Maintenance Management Systems (CMMS) ermöglicht automatische Erinnerungen und lückenlose Dokumentation.

Wartungsberichte

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungsbericht

Zweck & Scope

Nachweis durchgeführter Maßnahmen

Relevante Regelwerke

DIN EN 13306

Kernelemente

Prüfergebnisse

Mängel und Maßnahmen

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur

Praktische Nutzung

Revisions- und Haftungsnachweis

Erläuterung

Jede Wartung muss mit einem Bericht abgeschlossen werden, der Ergebnisse, festgestellte Mängel und durchgeführte Maßnahmen enthält. Bei Rufanlagen müssen alle Störungen, Reparaturen und Änderungen im Betriebsbuch der Anlage dokumentiert werden, um die Sorgfaltspflicht des Betreibers nachweisen zu können. Wartungsberichte sind nicht nur für interne Audits wichtig, sondern bilden auch die Grundlage für Gewährleistungsansprüche, Versicherungsdokumentation und die Erfüllung gesetzlicher Pflichten. Sie sollten vom Instandhaltungsingenieur unterzeichnet und dem Facility Management zur Archivierung übergeben werden.

Inventarliste

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Inventarliste

Zweck & Scope

Vollständige Erfassung aller System- und Komponentenbestände

Relevante Regelwerke

DIN EN 13306 (Begriffe der Instandhaltung)

Kernelemente

Komponenten

Standorte

Serien-/Inventarnummern

Zustände

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praktische Nutzung

Asset-, Wartungs- und Lebenszyklusmanagement

Erläuterung

Eine Inventarliste ist die Grundlage für das Asset-Management und die Instandhaltungsplanung. Die europäische Norm DIN EN 13306 definiert die Instandhaltung als Kombination technischer und administrativer Maßnahmen während des gesamten Lebenszyklus eines Objekts. Diese Definition zeigt, dass zum Erhalt der Funktionsfähigkeit auch die Dokumentation der Betriebsmittel gehört. Die Inventarliste erfasst sämtliche Komponenten mit Standort, Seriennummer und Zustand; dies schafft Transparenz für Wartungsstrategien, Ersatzteilmanagement und Budgetplanung. Ohne eine solche Bestandsdokumentation lässt sich der Instandhaltungsbedarf nicht zielgerichtet steuern, und spätere Prüf- sowie Auditnachweise gemäß den Anforderungen der VDI 6026 sind erschwert.

Aufgabenklärung – Ergebnisse

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufgabenklärungsdokument

Zweck & Scope

Festlegung von Zielen, Leistungsumfang und Randbedingungen

Relevante Regelwerke

HOAI

Kernelemente

Schutzziele

Funktionsumfang

Schnittstellen

Betriebsanforderungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Verbindliche Planungsgrundlage, Abstimmung mit Nutzer/Betreiber

Erläuterung

Die Aufgabenklärung dient der eindeutigen Definition der Projektziele und der Leistungsgrenzen. Nach HOAI sind die Grundleistungen der technischen Ausrüstung in Leistungsphasen gegliedert und bedingen eine strukturierte Grundlagenermittlung. In diesem Dokument werden die Schutz- und Funktionsziele des Systems, dessen Umfang sowie Schnittstellen zur Elektrotechnik und zum Gebäudebetrieb festgelegt. Durch frühzeitige Abstimmung mit Nutzern und Betreibern lassen sich Zielkonflikte vermeiden und rechtliche Vorgaben, wie Sicherheits- und Arbeitsschutzanforderungen, berücksichtigen. Das Ergebnis bildet eine verbindliche Planungsgrundlage für die weiteren HOAI-Leistungsphasen und erleichtert spätere Abnahmen und Betreiberpflichten.

Kostenschätzung – Ergebnisse

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenschätzung

Zweck & Scope

Erste Abschätzung der Investitionskosten

Relevante Regelwerke

HOAI, DIN 276

Kernelement

Vergleichswerte

Kostenspannen

Annahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Budgetrahmen, Projektentscheidung

Erläuterung

Die Kostenschätzung gehört gemäß DIN 276 und HOAI zur Vorplanung (Leistungsphase 2). Sie dient als Grundlage für die Entscheidung über die weitere Projektverfolgung und legt den Rahmen der Baukosten fest. Für die Aufstellung sind Angaben zum Baugrundstück, Vorplanungsunterlagen sowie Mengen nach DIN 277 erforderlich. Die Gesamtkosten werden nach Kostengruppen in der zweiten Ebene der Kostengliederung ermittelt. Auf Basis von Vergleichswerten und Annahmen können Investitionsspannen dargestellt werden. Die Kostenschätzung ermöglicht es dem Bauherrn und dem Facility Manager, einen ersten Budgetrahmen zu definieren und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen anzustellen.

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenberechnung

Zweck & Scope

Detaillierte Kostenaufstellung

Relevante Regelwerke

HOAI, DIN 276

Kernelemente

Mengen

Einheitspreise

Kostengliederung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Budgetfreigabe, Variantenvergleich

Erläuterung

Die Kostenberechnung ist nach HOAI die Ermittlung der Kosten auf der Grundlage der Entwurfsplanung. Laut § 2 Abs. 11 HOAI müssen durchgearbeitete Entwurfszeichnungen, Mengenberechnungen und erläuternde Angaben herangezogen werden. Werden die Kosten nach DIN 276 ermittelt, sind die Gesamtkosten mindestens bis zur zweiten Ebene der Kostengliederung aufzuschlüsseln. Die Kostenberechnung gehört zur Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) und bildet die Grundlage für Budgetfreigaben, Variantenvergleiche und Honorarberechnungen. Sie ermöglicht eine höhere Genauigkeit als die Kostenschätzung und dient zugleich als anrechenbare Basis für das Honorar des Fachplaners.

Kostenfeststellung – Ergebnisse

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenfeststellung

Zweck & Scope

Dokumentation der Ist-Kosten nach Ausführung

Relevante Regelwerke

DIN 276, HOAI

Kernelemente

Abrechnung

Abweichungsanalyse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Kostencontrolling, Benchmarking

Erläuterung

Die Kostenfeststellung nach DIN 276 ermittelt und listet die während eines Bauprojekts tatsächlich entstandenen Kosten im Detail auf. Sie bildet die finale Stufe der Kostenermittlung und dient der Abrechnung der realen Baukosten nach der Endabnahme. In der Kostenfeststellung werden verifizierte Belege, Schlussrechnungen, Nachweise für unentgeltliche Leistungen sowie Abrechnungszeichnungen zusammengestellt. Die Aufstellung erfolgt auf der dritten Ebene der Kostengliederung. Die Kostenfeststellung ermöglicht Abweichungsanalysen zwischen Kostenberechnung und realen Kosten und liefert Kennzahlen für zukünftige Projekte sowie Benchmarking.

Leistungs- und Funktionsprüfungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Leistungsprotokolle

Zweck & Scope

Nachweis der Soll-/Ist-Funktion

Relevante Regelwerke

HOAI, DIN 18382 (VOB/C)

Kernelemente

Funktionsabläufe

Reaktionszeiten

Ergebnisbewertung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Abnahme, Betriebssicherheit, Audit

Erläuterung

Leistungs- und Funktionsprüfungen dokumentieren, ob die installierten Such- und Signalisierungssysteme die vorgesehenen Funktionen erfüllen. Nach der ATV DIN 18382 müssen Werk- und Prüfbescheinigungen alle Messungen und Funktionsprüfungen enthalten, die die fachgerechte Installation und Inbetriebnahme belegen. Zu den Schlüsselelementen gehören Funktionsabläufe, Reaktionszeiten und die Bewertung der Ergebnisse. Die Protokolle werden von der Fachbauleitung und der verantwortlichen Elektrofachkraft unterzeichnet. Sie dienen als Nachweise gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherungen und sind integraler Bestandteil der Abnahmeunterlagen. Im Facility-Management sichern sie die Betriebssicherheit und ermöglichen Audits sowie Versicherungsprüfungen.

Messprotokolle – Elektrische Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Messprotokoll

Zweck & Scope

Elektrische Mess- und Sicherheitsnachweise

Relevante Regelwerke

DIN 18382 (VOB/C), DIN VDE 0100-600

Kernelemente

Messwerte

Grenzwerte

Bewertung

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praktische Nutzung

Abnahme, Wiederholungsprüfungen

Erläuterung

Messprotokolle dokumentieren elektrische Sicherheitsprüfungen wie Durchgängigkeit der Schutzleiter, Isolationswiderstandsmessungen und Spannungsfallprüfungen. Die VOB/C-Norm DIN 18382 fordert, dass Mess- und Prüfbescheinigungen die Einhaltung der Ausführungspläne und der VDE-Vorschriften bescheinigen. Die Norm DIN VDE 0100-600 beschreibt die Erstprüfung von Niederspannungsanlagen: Schutzleiter und Schutzpotenzialausgleichsleiter müssen durch Widerstandsmessung geprüft werden; der Isolationswiderstand ist künftig auch zwischen aktiven Leitern zu messen. Die Messungen dürfen nur mit geeigneten, kalibrierten Prüfmitteln durchgeführt werden, und die Geräte sind im Messprotokoll aufzuführen. Vor der Inbetriebnahme muss durch Besichtigen, Messen und Erproben nachgewiesen werden, dass die Anforderungen der VDE 0100 eingehalten wurden. Die Protokolle werden vom Installationsunternehmen erstellt und dienen der Abnahme sowie der Grundlage für spätere Wiederholungsprüfungen.

Bauphysik- und Statiknachweise (TGA-Dämm- und Brandschutzarbeiten)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bauphysikalischer / statischer Nachweis

Zweck & Scope

Sicherstellung von Trag- und Brandschutz

Relevante Regelwerke

DIN 18421 (VOB/C ATV)

Kernelemente

Feuerwiderstände

Befestigungen

Materialien

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praktische Nutzung

Abnahme, Bauaufsicht, Betrieb

Erläuterung

Die ATV DIN 18421 legt die technischen Vertragsbedingungen für Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen fest. Sie regelt Baustoffe, Ausführung, Haupt- und Nebenleistungen sowie die Abrechnung. Die Norm gilt für Dämm- und Brandschutzarbeiten an Produktions- und Verteilungsanlagen sowie an technischen Gebäudeausrüstungen wie Apparaten, Behältern, Rohrleitungen, raumlufttechnischen Anlagen und Heizungs- und Klimaanlagen. In der Dokumentation müssen Feuerwiderstände, Befestigungsarten und verwendete Materialien nachgewiesen werden. Diese Nachweise dienen der Bauaufsicht und stellen sicher, dass Tragwerks- und Brandschutzanforderungen eingehalten werden. Das ausführende Unternehmen erstellt die Unterlagen; der Betreiber benötigt sie für die Abnahme und den sicheren Betrieb der Such- und Signalisierungssysteme, da diese Systeme häufig an gebäudetechnische Installationen gekoppelt sind.

Objektbegehungs- und Bestandsprotokoll

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestandsprotokoll

Zweck & Scope

Erfassung des technischen Ist-Zustands

Relevante Regelwerke

HOAI

Kernelemente

Gebäudestruktur

vorhandene Systeme

Restriktionen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Planungsgrundlage, Genehmigungsfähigkeit

Erläuterung

Das Bestandsprotokoll dokumentiert den aktuellen Zustand des Gebäudes und der vorhandenen technischen Anlagen. Es wird im Rahmen der Grundlagenermittlung und der Objektanalyse erstellt. Die HOAI weist der Grundlagenermittlung und der Vorplanung einen Anteil des Honorars zu und fordert die Erhebung der bestehenden Anlagen. Das Protokoll umfasst die Gebäudestruktur, vorhandene Such- und Signalisierungssysteme, bauliche Restriktionen und Besonderheiten. Diese Informationen bilden die Basis für die Genehmigungsfähigkeit der geplanten Maßnahmen und ermöglichen eine realistische Planung. Ohne eine sorgfältige Bestandsanalyse können Schnittstellen zu anderen Gewerken übersehen werden, was zu Verzögerungen oder Mehrkosten führt.

Anschluss- und Schnittstellenpläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anschluss-/Schnittstellenpläne

Zweck & Scope

Darstellung aller Geräte- und Systemanschlüsse

Relevante Regelwerke

HOAI, DIN 18382

Kernelemente

Energieversorgung Signal-/Netzwerkschnittstellen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Montage, Inbetriebnahme, Fehlersuche

Erläuterung

Anschluss- und Schnittstellenpläne zeigen die physikalischen und logischen Verbindungen der Such- und Signalisierungssysteme mit der Stromversorgung, den Kommunikationsnetzen und den übrigen technischen Anlagen. Sie werden in der Ausführungsplanung erstellt und fortgeschrieben. Die Normen der VOB/C DIN 18382 verlangen, dass Ausführungs- und Montagepläne alle Installationsdetails enthalten und die exakte Lage der Sensoren, Alarmgeber und Steuerzentralen zeigen. Die Pläne dienen Monteuren als Grundlage für die Installation und erlauben dem Facility-Management eine fehlerfreie Integration in bestehende Gebäudestrukturen. Bei der Inbetriebnahme und später bei Störungen ermöglichen sie eine schnelle Fehlersuche und verhindern Fehlanschlüsse oder Beschädigungen.

Planungskonzept – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Planungskonzept

Zweck & Scope

Definition der Systemstrategie, der Schutz- und Leistungsziele und der Planungsgrundlagen

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphase 1 – Grundlagenermittlung und Leistungsphase 2 – Vorplanung)

Kernelemente

Beschreibung der Systemziele und Einsatzbereiche

Funktionsumfang, technische Randbedingungen, Erweiterungsmöglichkeiten

Schnittstellen zu anderen TGA-Systemen

Verantwortlich

Technischer TGA-Planer

Praktische Nutzung

Leitdokument für Entwurf, Kostenrahmen und Betriebsstrategien

Erläuterung

Das Planungskonzept ist Ergebnis der HOAI-Leistungsphasen 1 und 2. Während der Grundlagenermittlung klärt der Planer gemeinsam mit dem Auftraggeber die Zielsetzung, Nutzungsanforderungen, rechtliche Rahmenbedingungen und technischen Schnittstellen. In der Vorplanung werden alternative Lösungsansätze untersucht und erste Dimensionierungen vorgenommen; der Planer muss die technischen Anforderungen in einem Vorplanungs-Raumbuch und einer Kostenschätzung gemäß DIN 276 darstellen. Das Facility Management nutzt das Planungskonzept zur Bewertung der Betriebssicherheit, Erweiterbarkeit und Wartungskosten sowie als Basis für die Leistungsverzeichnisse und Budgetierung.

Preisliste – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Preisliste

Zweck & Scope

Kostenübersicht für sämtliche Anlagenkomponenten und Dienstleistungen

Relevante Regelwerke

HOAI (Kostenermittlung nach DIN 276 – Kostengruppen 452)

Kernelemente

Einheitspreise für Komponenten und Montage

Leistungspositionen und Leistungsbeschreibungen

Kostenannahmen und Kalkulationsgrundlagen

Verantwortlich

Technischer TGA-Planer

Praktische Nutzung

Instrument zur Kostenkontrolle, Budgetierung und Nachtragsbewertung

Erläuterung

Die Preisliste verknüpft das Planungskonzept mit der Kostenermittlung. In der Vorplanung erstellt der Planer die Kostenschätzung nach DIN 276 und ordnet die Kosten den Kostengruppen zu. Für Such- und Signalanlagen umfasst dies alle Komponenten der Personensuch-, Lichtruf-, Türsprech- und Türöffneranlagen. Für das FM erlaubt die Preisliste eine strukturierte Nachverfolgung von Investitions- und Folgekosten über den gesamten Lebenszyklus sowie eine objektive Bewertung von Nachträgen.

Protokoll zur Mängelbeseitigung aus der Abnahme – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mängelbeseitigungsprotokoll

Zweck & Scope

Nachweis der Beseitigung der bei der Abnahme festgestellten Mängel

Relevante Regelwerke

HOAI und BGB (Abnahme), VOB/B

Kernelemente

Auflistung der Mängel mit Ort und Beschreibung

Festlegung von Maßnahmen, Fristen und Verantwortlichen

Bestätigung der Mangelfreiheit durch den Auftraggeber

Verantwortlich

Technischer TGA-Planer bzw. Bauleiter

Praktische Nutzung

Grundlage für die Schlussabnahme und den Beginn der Gewährleistungsfrist

Erläuterung

Das Mängelbeseitigungsprotokoll dokumentiert, dass alle bei der technischen Abnahme festgestellten Mängel behoben wurden. Ohne diese Dokumentation darf die Schlussabnahme nicht erfolgen. Für das FM ist das Protokoll entscheidend, um Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Auftragnehmer abzugrenzen und Betreiberpflichten zu übernehmen.

Inbetriebnahme- und Einstellbericht – Elektrische Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Inbetriebnahme- und Einstellbericht

Zweck & Scope

Nachweis der ordnungsgemäßen Inbetriebnahme und Parametrierung der elektrischen Anlage

Relevante Regelwerke

VOB/C, ATV DIN 18382 (Elektroenergie- und informationstechnische Anlagen)

Kernelemente

Auflistung aller Prüf- und Messungen inklusive Prüfzeugnisse (z. B. nach DIN VDE 0100-600)

Parameter- und Funktionsdaten der Anlage

Dokumentierte Funktionsnachweise und Soll-Ist-Vergleich

Verantwortlich

Auftragnehmer/Installateur

Praktische Nutzung

Basisdokument für den Anlagenbetrieb, Wartung und Störungsanalyse

Erläuterung

Die ATV DIN 18382 verlangt, dass der Auftragnehmer die installierte Anlage vor Übergabe prüft und in Betrieb setzt. Hierzu gehören Funktionsprüfungen, Messungen und Einstellungen sowie die Übergabe der Einstellprotokolle an den Auftraggeber. Der Bericht hält den betriebsrelevanten Sollzustand fest und dient dem Facility Management als Vergleichsbasis bei Störungen oder Umbauten.

Protokoll zur Einweisung des Betriebspersonals – Elektrische Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Einweisungsprotokoll

Zweck & Scope

Nachweis der fachlichen Unterweisung des Bedien- und Wartungspersonals

Relevante Regelwerke

VOB/C, ATV DIN 18382

Kernelemente

Einweisungsinhalte (Bedienung, Wartung, Sicherheitsvorschriften)

Hinweise zu Gefahren und Verantwortlichkeiten

Teilnehmerliste und Bestätigung der Teilnahme

Verantwortlich

Auftragnehmer/Installateur

Praktische Nutzung

Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherern über die ordnungsgemäße Unterweisung

Erläuterung

Gemäß DIN 18382 muss der Auftragnehmer das Betriebspersonal in die Bedienung, Wartung und Sicherheitsfunktionen der Anlage einweisen und dies dokumentieren. Für das FM ist diese Einweisung unerlässlich, um die sichere und bestimmungsgemäße Nutzung zu gewährleisten und Schulungen nach DGUV Vorschrift 3 nachzuweisen.

Prüfbuch – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbuch

Zweck & Scope

Dokumentation aller wiederkehrenden Prüfungen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel

Relevante Regelwerke

DGUV Vorschrift 3, DGUV Information 203-071

Kernelemente

Angaben zu Prüfumfang, Fristen und durchgeführten Messungen

Ergebnisse und festgestellte Mängel mit Maßnahmen

Unterschrift des Prüfenden sowie verwendete Messgeräte

Verantwortlich

Betreiber / Facility Management

Praktische Nutzung

Nachweis gegenüber Berufsgenossenschaften und Versicherern

Erläuterung

DGUV Vorschrift 3 schreibt vor, dass der Unternehmer regelmäßig die Wirksamkeit der Schutzeinrichtungen elektrischer Anlagen prüfen und auf Verlangen der Berufsgenossenschaft darüber ein Prüfbuch führen muss. Die DGUV Information 203-071 präzisiert, dass die Dokumentation mindestens Angaben zur Identifikation des Betriebsmittels, Datum, Umfang und Anlass der Prüfung, Prüfergebnis, nächste Prüffrist und die Unterschrift des Prüfenden enthalten muss. Typische Formen sind Prüfbücher, Prüfkarten oder Datenbanken. Das FM nutzt das Prüfbuch zur fristgerechten Organisation der Prüfungen und zur rechtskonformen Dokumentation gegenüber Aufsichtsbehörden.

Raumbuch (gesamt)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Raumbuch

Zweck & Scope

Raumbezogene Dokumentation der technischen Ausstattung, Nutzung und Zugänglichkeit

Relevante Regelwerke

VDI 6023-1; VDI 3810-2/VDI 6023-3; VDI-MT 3810-1; VDI 6070-1

Kernelemente

Auflistung aller Räume mit Nutzungsbeschreibung

Zuordnung der Signalkomponenten (Rufeinheiten, Anzeige- und Bedienelemente)

Angaben zu Zugangs-, Wartungs- und Fluchtwegen

Verantwortlich

Eigentümer in Abstimmung mit dem TGA-Planer

Praktische Nutzung

Grundlage für Betrieb, Wartung, Umbauten und Betreiberpflichten

Erläuterung

Die VDI-Richtlinienreihe 3810/6023 definiert das Raumbuch als abgestimmtes Dokument zwischen Auftraggeber, Architekten und TGA-Planern, das die Raumfunktionen und die erforderliche technische Ausstattung beschreibt. Es dokumentiert die Nutzung der Entnahmestellen und dient als Grundlage für die Auslegung der Trinkwasser- und Signal-Installationen. VDI 6070-1 legt allgemeine Anforderungen an Raumbücher und deren maschinenlesbare Struktur für alle Lebenszyklusphasen fest, von der Konzeptphase bis zum Betrieb. Das FM kann über das Raumbuch die Zuordnung der Signalanlagen zu den Räumen nachvollziehen und Wartungs- sowie Prüfintervalle planen.

Raumbuch – Technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technisches Raumbuch (Vorplanung)

Zweck & Scope

Vorläufige technische Raumdefinition und Erfassung der Funktionen

Relevante Regelwerke

HOAI Anlage 15, DIN 1988-200

Kernelemente

Raumfunktionen und erste Anforderungen an die Such- und Signalanlagen

Vorgesehene Installationszonen und Platzbedarf

Hinweise zu Medienversorgung und Schnittstellen

Verantwortlich

Technischer TGA-Planer in Abstimmung mit dem Auftraggeber

Praktische Nutzung

Grundlage für Kostenschätzung und weitere Planung

Erläuterung

Das Raumbuch – technischer Teil (LPH 2) dient der vorläufigen technischen Beschreibung der Räume und der strukturierten Erfassung der Funktionen sowie der ersten Anforderungen an Such- und Signalanlagen. Auf Grundlage der HOAI Anlage 15 und der DIN 1988-200 bildet es eine wesentliche Basis für die Kostenschätzung, die Ableitung von Platz- und Installationsbedarfen sowie für die weitere Fachplanung und Abstimmung im Facility Management.

Raumbuch – Technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

 

Dokumenttyp

Technisches Raumbuch (Entwurf)

 

Zweck & Scope

Konkretisierung der technischen Ausstattung und Integration in den Entwurf

 

Relevante Regelwerke

HOAI Anlage 15

 

Kernelemente

Festgelegte Systemlösungen (z. B. spezifische Rufanlagen, Signalgeber)

Dimensionierung und technische Daten der Komponenten

Aktualisierte Montage- und Wartungshinweise

 

Verantwortlich

Technischer TGA-Planer

 

Praktische Nutzung

Übergang in die Ausführungsplanung und Vorbereitung von Ausschreibung und Montage

 

Erläuterung

In der Vorplanung (HOAI Leistungsphase 2) erstellt der Planer ein technisches Raumbuch, das die Nutzungen, Raumfunktionen und ersten technischen Anforderungen festhält. In der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) wird das Raumbuch konkretisiert, alle Systeme und Komponenten werden dimensioniert und mit ihren technischen Daten und Schnittstellen beschrieben. Das FM nutzt diese Dokumente, um frühzeitig die betrieblichen Auswirkungen zu erkennen und die späteren Wartungs- und Prüfpflichten vorzubereiten.

Auditunterlagen – Such- und Signalanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Auditdokumente

Zweck & Scope

Systematische Bewertung des Betriebs, der Organisation und der Dokumentation

Relevante Regelwerke

VDI 6026-1

Kernelemente

Auditkriterien (z. B. Vollständigkeit der Dokumentation, Einhaltung der Prüfintervalle)

Feststellungen zu technischen und organisatorischen Abweichungen

Maßnahmenempfehlungen und Verfolgung der Umsetzung

Verantwortlich

Auditor (intern oder extern), Betreiber und Facility Management

Praktische Nutzung

Sicherstellung der Qualität, Rechtskonformität und kontinuierlichen Verbesserung

Erläuterung

VDI 6026 Blatt 1 legt Anforderungen an Umfang, Struktur und Erstellung der Unterlagen für Planung, Bau und Betrieb von TGA-Anlagen fest. Die Richtlinie beschreibt, wie die erforderlichen Unterlagen für unterschiedliche Beteiligte aufzubereiten sind und bietet Tabellen zur Übersicht der Dokumenttypen. Fachartikel unterstreichen, dass VDI 6026 die Erstellung von Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen standardisiert und keine zusätzlichen Pflichten schafft, aber als Leitfaden für Planer, Betreiber und Behörden dient. Auditdokumente ermöglichen dem FM, die Einhaltung der gesetzlichen und normativen Anforderungen zu überprüfen, Abweichungen zu erkennen und Maßnahmen zur Verbesserung zu initiieren.

Schadstoff- und Emissionsberechnungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schadstoff-/Emissionsberechnung

Zweck & Scope

Bewertung möglicher Emissionen der technischen Komponenten und Baustoffe im geplanten Such- und Signalsystem.

Relevante Regelwerke

HOAI, TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft)

Kernelemente

Annahmen zu Materialien und Betriebsmitteln (z. B. Kunststoffleitungen, Akkumulatoren).

Rechenansätze und Ergebnisse der Emissionsberechnung (Luft-/Geruchs-/Staubemissionen).

Verantwortlich

Technischer TGA-Planer (Fachplaner Elektro/Sicherheitstechnik)

Praktische Nutzung

Nachweis für umwelt- und genehmigungsrechtliche Fragen, Unterstützung bei Sanierungs- oder Erweiterungsmaßnahmen.

Erläuterung

Bereits in der frühen Planungsphase müssen die umweltrelevanten Auswirkungen von Such- und Signalanlagen erfasst werden. Die TA Luft definiert Emissionen als von einer Anlage ausgehende Luftverunreinigungen. Emissionsquellen und die Art der Emissionsangabe werden dort exakt beschrieben. In Verbindung mit der HOAI ist eine Emissionsberechnung deshalb Bestandteil der Grundlagenermittlung: Sie bewertet Material- und Betriebsstoffe hinsichtlich ihrer Emissionsfaktoren und dokumentiert die Berechnungsmethoden. Diese Unterlage ist für Bau- und Umweltbehörden notwendig und unterstützt das FM bei Genehmigungsverfahren oder bei Umbauten.

Schlitz- und Durchbruchpläne – Ausführungsplanung (LPH 5)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schlitz- und Durchbruchpläne (Ausführungsplanung)

Zweck & Scope

Festlegung und Koordination baulicher Eingriffe (Schlitze, Bohrungen, Durchbrüche) für die Leitungsführung.

Relevante Regelwerke

HOAI, DIN 18379/18381 (bei raumlufttechnischen Anlagen)

Kernelemente

Lage, Dimension und Anzahl der benötigten Öffnungen in Wänden, Decken und Böden.

Zuordnung zu Leitungswegen (Spurführung der Kabeltrassen).

Verantwortlich

Technischer TGA-Planer

Praktische Nutzung

Grundlage für die Baukoordination und die sachgerechte Herstellung der Öffnungen.

Erläuterung

Das Erstellen von Schlitz- und Durchbruchplänen gehört zu den Grundleistungen der Ausführungsplanung. Der Leitfaden der buildingSMART-Arbeitsgruppe betont, dass die HOAI in Leistungsphase 5 das Anfertigen von Schlitz- und Durchbruchsplänen fordert. Die Pläne dienen nicht nur der montagefreundlichen Leitungsführung, sondern auch der statischen Abstimmung: grössere Durchbrüche erfordern eventuell Stürze oder spezielle Durchführungen. Ein Beitrag im HOAI-Forum weist darauf hin, dass Schlitz- und Durchbruchpläne sicherstellen, dass das Gebäude in allen Details fachlich einwandfrei errichtet wird und keine Schäden durch Leitungsdurchdringungen entstehen. Für das FM sind diese Unterlagen später wichtig, um bei Umbauten die vorhandenen Leitungswege zu kennen und Kollisionsrisiken zu vermeiden.

Schlitz- und Durchbruchpläne – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schlitz- und Durchbruchpläne (Vergabe-/Ausführungsergebnis)

Zweck & Scope

Abgleich zwischen der geplanten Durchbruchplanung und dem im Vergabeverfahren beauftragten Leistungsumfang.

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 18379/18381; VOB/C – DIN 18382

Kernelemente

Finaler Leistungsumfang, einschließlich Änderungen aus dem Vergabeverfahren.

Kennzeichnung von zusätzlichen Öffnungen oder gestrichenen Leistungen.

Verantwortlich

Technischer TGA-Planer in Abstimmung mit dem Bauherrn und dem Auftragnehmer

Praktische Nutzung

Vertrags- und Abnahmegrundlage; hilft dem FM, vertraglich geschuldete Leistungen nachzuvollziehen.

Erläuterung

Die endabgestimmten Schlitz- und Durchbruchpläne dokumentieren, welche Öffnungen tatsächlich beauftragt wurden. Die HOAI-Leistungsphase 7 umfasst die Mitwirkung bei der Vergabe, d. h. Prüfung der Angebote und Formulierung von Vergabevorschlägen. Nur wenn Planung und Ausschreibung miteinander abgeglichen werden, kann das FM später nachvollziehen, ob nachträgliche Änderungen vereinbart oder zusätzliche Arbeiten erforderlich waren. Diese Pläne sind Bestandteil der Vertragsunterlagen und müssen bei der Abnahme vorliegen.

Schnittstellenkatalog

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schnittstellenkatalog

Zweck & Scope

Definition technischer und organisatorischer Schnittstellen zwischen allen beteiligten Gewerken (Elektro, IT, Bau, Brandschutz usw.).

Relevante Regelwerke

VDI 6039 (Inbetriebnahmemanagement), DIN 276 (Kostenstruktur)

Kernelemente

Abgrenzung der Leistungen zwischen den Gewerken.

Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kommunikationswegen.

Verantwortlich

Technischer TGA-Planer oder FM-Koordinator in Abstimmung mit dem Bauherrn

Praktische Nutzung

Vermeidung von Zuständigkeitskonflikten; Grundlage für das Koordinations- und Mängelmanagement.

Erläuterung

Die Bayerische Architektenkammer betont, dass die Festlegung von Schnittstellen die Basis für einen reibungslosen Projektablauf ist. Ihr Muster-Schnittstellenkatalog dient als Orientierungshilfe für Architekten, Ingenieure und Bauherren, zeigt konkret, welche Leistungen von wem zu erbringen sind, und bildet die Grundlage für projektspezifische Zuständigkeitsregelungen. Im FM-Betrieb ermöglicht der Schnittstellenkatalog, bei Störungen oder Wartung sofort die zuständige Stelle zu identifizieren. Die VDI 6039 fordert, dass im Rahmen des Inbetriebnahmemanagements Schnittstellen und Verantwortlichkeiten frühzeitig definiert und dokumentiert werden.

Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Stromlaufplan (Soll-Planung)

Zweck & Scope

Darstellung der geplanten elektrischen Verschaltung der Such- und Signalanlage, einschließlich Energie-, Signal- und Steuerkreise.

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN EN 61082-1; DIN VDE 0100-600

Kernelemente

Struktur der Versorgungskreise; Zuordnung von Leitungen und Schutzgeräten.

Darstellung von Signal- und Steuerleitungen, Netzersatz- oder Batterieanlagen.

Verantwortlich

TGA-Planer (Elektrotechnik)

Praktische Nutzung

Grundlage für die fachgerechte Montage, Prüfung und spätere Fehlersuche.

Erläuterung

Die Norm DIN EN 61082-1 gibt allgemeine Regeln für Schaltpläne, Zeichnungen und Tabellen in der Elektrotechnik. Sie betont, dass eine geeignete technische Dokumentation für Planung, Installation, Nutzung, Wartung und Rückbau wesentlich ist; alle Informationen müssen eindeutig, anwendungsorientiert und lesbar sein. Grafische Symbole müssen den Normen der Reihe DIN EN 60617 entsprechen. In LPH 5 erstellt der Fachplaner daher Stromlaufpläne, die den Soll-Zustand der Anlage abbilden und z. B. Redundanzen oder Sicherheitsstromkreise berücksichtigen. Diese Pläne dienen dem FM später als Referenz für Abweichungsanalysen.

Stromlaufpläne – Montageplanung (LPH 7+)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Stromlaufpläne (Montageplanung)

Zweck & Scope

Konkretisierung der Ausführung durch den Auftragnehmer; detaillierte Darstellung von Klemmen, Anschlüssen und Gerätelisten.

Relevante Regelwerke

DIN 18382 (VOB/C – Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen); DIN EN 61082-1

Kernelemente

Klemmen- und Anschlusspläne, Aderkennzeichnungen.

Gerätekennzeichnungen, Stücklisten und Montagehinweise.

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praktische Nutzung

Arbeitsunterlage für die fachgerechte Installation; dokumentiert die Ausführungstiefe.

Erläuterung

Die VOB/C (DIN 18382) verpflichtet den Auftragnehmer, für Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen die erforderlichen Stromlaufpläne, Klemmen- und Anschlusspläne zu erstellen. Die Dokumentation muss so gestaltet sein, dass sich der Elektriker auch ohne genaue Ortskenntnis schnell einen guten Überblick über die Anlagenteile verschaffen kann. Dies umfasst auch eindeutige Kennzeichnungen und Gerätezuordnungen. Für FM-Belange sind diese Pläne wichtig, um Wartungs- und Reparaturarbeiten zielgerichtet durchführen zu können.

Stromlaufpläne – Ausführungsstand (LPH 8)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Revisions-Stromlaufpläne

Zweck & Scope

Dokumentation des tatsächlich ausgeführten Anlagenzustands nach Fertigstellung.

Relevante Regelwerke

DIN 18015-1; DIN 18382; DIN VDE 0100-600

Kernelemente

Endgültige Leitungsführung und Anschlussbelegung.

Abweichungen zur Soll-Planung und Nachtragsdokumentation.

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur, geprüft vom Bauleiter

Praktische Nutzung

Maßgebliche Betriebs- und Wartungsunterlage für das FM; dient als Nachweis bei Änderungen, Störungen und Versicherungsfällen.

Erläuterung

Revisions-Stromlaufpläne zeigen den Ist-Zustand der Anlage. Die Dokumentation elektrischer Anlagen muss rechtssicher sein und dem Betreiber eine schnelle Orientierung ermöglichen. DIN 18015 fordert, dass die Dokumentation nachgeführt wird und die aktuellen Wartungs- und Prüfintervalle enthält. Zudem haben Betreiber die Pflicht, eine aussagekräftige Dokumentation vorzuhalten, um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Für das FM sind Revisionsunterlagen deshalb die wichtigste technische Referenz bei Instandhaltung und bei Umbauten.

Übersichts-Stromlaufpläne nach DIN EN 61082-1 – Montageplanung (LPH 7+)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Übersichts-Stromlaufplan

Zweck & Scope

Gesamtüberblick über die elektrische Struktur des Such- und Signalsystems; Zusammenfassung der Hauptkomponenten und Netzverknüpfungen.

Relevante Regelwerke

DIN EN 61082-1; DIN 18382

Kernelemente

Darstellung der Systemtopologie und der Stromkreisgruppen.

Kennzeichnung der Hauptkomponenten (Zentrale, Netzersatz, Melderlinien).

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praktische Nutzung

Schnelle Orientierung im Betrieb; Unterstützung bei Störungssuche und Notfallmanagement.

Erläuterung

Übersichtspläne dienen dem schnellen Verständnis des Systems. Die Norm DIN EN 61082-1 empfiehlt, für unterschiedliche Anwendungsbereiche getrennte Dokumentationen zu erstellen, die auf den jeweiligen Zweck abgestimmt sind. Übersichtspläne helfen dem FM, bei einer Störung oder im Notfall die Struktur des Systems zu erkennen, ohne in detaillierte Stromlaufpläne einsteigen zu müssen.

Übersichts-Stromlaufpläne – Revisionsstand (LPH 8)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Übersichts-Stromlaufplan (Revision)

Zweck & Scope

Abbildung des finalen Systemzustands mit allen Komponenten, Anschlüssen und Funktionszusammenhängen.

Relevante Regelwerke

DIN 18382; DIN EN 61082-1

Kernelemente

Finaler Aufbau des Such- und Signalsystems.

Darstellung der tatsächlichen Funktionszusammenhänge.

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praktische Nutzung

Grundlage für Betrieb, Prüfung und Schulung; ermöglicht schnellen Systemüberblick für das FM.

Erläuterung

Die Revisions-Übersichtspläne verbinden die detaillierten Stromlaufpläne mit den tatsächlichen Betriebsabläufen. Sie sind Teil der Abschlussdokumentation und unterstützen Instandhaltung und Schulungen.

Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungsunterlagen

Zweck & Scope

Beschreibung des vollständigen Leistungsumfangs, der Qualität und der Schnittstellen der Such- und Signalanlage für das Vergabeverfahren.

Relevante Regelwerke

HOAI (LPH 6 – Vorbereitung der Vergabe); VOB/A 2019; VOB/C – DIN 18382

Kernelemente

Technische Anforderungen an Geräte, Leitungen und Systemintegration.

Detaillierte Leistungsbeschreibungen und Mengenangaben (Leistungsverzeichnisse).

Definition von Schnittstellen, Wartungsleistungen und Qualitätsmerkmalen.

Verantwortlich

Technischer TGA-Planer in Abstimmung mit dem Bauherrn und dem FM

Praktische Nutzung

Grundlage für eine rechtssichere Vergabe; ermöglicht vergleichbare Angebote und legt die Basis für die Qualität und Wartbarkeit der Anlage.

Erläuterung

Die Leistungsphase 6 der HOAI (Vorbereitung der Vergabe) überführt die Ausführungsplanung in Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungsunterlagen. Sie bildet die Brücke zwischen Ausführungsplanung und Vergabe: Detaillierte Ausführungspläne werden in Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungsunterlagen überführt, damit Bieter auf einer klaren, vollständigen und vergleichbaren Grundlage ihre Angebote erstellen können. Zu den Inhalten der LPH 6 gehören laut ToPeople die Erstellung von Leistungsverzeichnissen, die Beschreibung der Bauleistungen in Textform und Mengenangaben sowie die Zusammenführung aller Ausschreibungsunterlagen einschließlich Pläne und technischer Nachweise. Für Such- und Signalanlagen müssen darüber hinaus Schnittstellen zu anderen Gewerken (z. B. Lüftung, Brandschutz), Anforderungen an Alarmierungsarten sowie Qualitäten der Geräte (z. B. VdS-Zulassungen) beschrieben werden. Die präzise Ausarbeitung der Ausschreibung ist entscheidend, um langfristig Qualität, Wartbarkeit und Betriebssicherheit der Anlage sicherzustellen. Unvollständige oder unklare Leistungsbeschreibungen führen im Betrieb häufig zu Nachträgen und Konflikten.

Vergabevorschlag – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabevorschlag

Zweck & Scope

Grundlage für die Auftragserteilung an einen geeigneten Errichter der Such- und Signalanlagen

Relevante Regelwerke

HOAI, insbesondere Leistungsphase 7 (Mitwirkung bei der Vergabe)

Kernelemente

Angebotsvergleich und Preisspiegel

Technische, wirtschaftliche und qualitative Bewertung

Begründete Vergabeempfehlung

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Projektleitung

Praktische Nutzung

Prüffähige Entscheidungsdokumentation für Auftraggeber und FM

Erläuterung

Die HOAI verpflichtet den Fachplaner in Leistungsphase 7 zur Mitwirkung bei der Vergabe. Dazu gehören das Prüfen und Werten der Angebote, das Aufstellen von Preisspiegeln und das Erstellen der Vergabevorschläge. Für Such- und Signalanlagen muss der Vergabevorschlag nachvollziehbar die Eignung, Wirtschaftlichkeit und Qualität der Angebote darstellen. Das Facility Management kann daraus später Qualitätsstandards und vertragliche Verpflichtungen ableiten.

Wirtschaftlichkeitsnachweis – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wirtschaftlichkeitsnachweis

Zweck & Scope

Lebenszykluskostenvergleich von Anlagenvarianten; Grundlage für Investitions- und Betriebsentscheidungen

Relevante Regelwerke

VDI 2067 (Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen)

Kernelemente

Gegenüberstellung von Investitions-, Betriebs- und Instandhaltungskosten

Variantenvergleich unter identischen Rahmenbedingungen

Sensitivitätsanalysen

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Wirtschaftlichkeitsgutachter

Praktische Nutzung

Budgetierung, Kostencontrolling und Entscheidungsgrundlage für Variantenwahl

Erläuterung

Die Richtlinie VDI 2067 wurde entwickelt, um wirtschaftliche Vergleiche gebäudetechnischer Systeme zu ermöglichen. Sie fordert, dass alle relevanten Kosten über den Lebenszyklus (Investitionen, Betrieb, Instandhaltung, Ersatz) ermittelt und in vergleichbare Werte umgerechnet werden. Facility-Manager nutzen den Wirtschaftlichkeitsnachweis zur Auswahl der Variante mit den geringsten Gesamtkosten bei gleichem Nutzwert und als Grundlage für Kostenplanungen und Verträge.

Grafische Darstellung – Entwurfsplanung (LPH 3)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Grafische Darstellung (Vorentwurfs-/Entwurfsplan)

Zweck & Scope

Visualisierung des technischen Konzepts und der Systemstruktur

Relevante Regelwerke

HOAI LPH 3; VDI 6026

Kernelemente

Systemübersicht mit Hauptkomponenten und Funktionszonen

Räume und Bereiche im Maßstab 1:100 (bei Gebäuden)

Integration der Beiträge anderer Planungsbeteiligter

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Grundlage für Abstimmung mit Betreiber, Brandschutz und Arbeitsschutz; ermöglicht frühzeitige Beurteilung der Zugänglichkeit und des Betriebsaufwands

Erläuterung

Die HOAI verlangt in LPH 3 das Erarbeiten der Entwurfsplanung unter Berücksichtigung aller technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Vorgaben. Die Ergebnisse müssen als Zeichnungen im erforderlichen Umfang und Detaillierungsgrad bereitgestellt werden. VDI 6026 definiert dazu einheitliche Planungsunterlagen und fordert, dass Planer die Unterlagen phasenorientiert bereitstellen. Für das Facility Management ist die grafische Darstellung eine frühe Entscheidungshilfe für spätere Betriebsanforderungen.

Grafische Darstellung – Ausführungsplanung (LPH 5)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Grafische Darstellung (Ausführungs-/Montagepläne)

Zweck & Scope

Grundlage für die detaillierte Ausführung und Montage

Relevante Regelwerke

HOAI LPH 5; VDI 6026; DIN 18382 (VOB/C)

Kernelemente

Detaillierte Ausführungs-, Konstruktions- und Leitungspläne im Maßstab 1:50 bis 1:1

Angabe von Gerätestandorten, Kabelführungen und Montagehinweisen

Koordination mit anderen Gewerken

Verantwortlich

Fachplaner TGA / ausführende Firmen

Praktische Nutzung

Verbindliche Grundlage für Montage, Bauüberwachung und spätere Umbaumaßnahmen; erleichtert die Koordination unterschiedlicher Gewerke

Erläuterung

Die Ausführungsplanung erarbeitet alle für die Ausführung notwendigen Einzelangaben. Sie umfasst detaillierte Montage- und Konstruktionszeichnungen und wird während der Ausführung fortgeschrieben. Nach DIN 18382 müssen Montage- und Leitungspläne vor Ausführung erstellt werden; sie gewährleisten eine strukturierte Verdrahtung und werden auf Normkonformität überprüft. Für das Facility Management bieten sie eine belastbare Dokumentationsgrundlage für spätere Wartung und Anpassungen.

Grafische Darstellung – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Endgültige System- und Ausführungszeichnung

Zweck & Scope

Abbildung des vertraglich vereinbarten Leistungsumfangs und Abgleich von Planung und Vergabe

Relevante Regelwerke

HOAI LPH 7; DIN 18382; DIN 18381 (sanitärtechnische Anlagen); DIN 18379 (raumlufttechnische Anlagen)

Kernelemente

Endgültiger Systemumfang, Gerätestandorte und Leitungsführung

Abgleich von Planungs- und Vergabeunterlagen

Basis für Abnahme und Betrieb

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Referenz bei der Abnahme und spätere Vertragsnachweis; dient dem FM als „As-built“-Dokument für den Betriebsstart

Erläuterung

In Leistungsphase 7 erstellt der Fachplaner die Vergabevorschläge und vergleicht die Ausschreibungsergebnisse mit den bepreisten Leistungsverzeichnissen. Die endgültigen Ausführungspläne dokumentieren den Vertragsstand und dienen als Grundlage für Abnahme und Betrieb. Nach DIN 18382 werden Anschluss- und Ausführungspläne nach Abschluss der Installation aktualisiert und als verbindliche Informationsquelle für Wartung und Systemanpassungen archiviert.

Werks- und Prüfzeugnisse – Elektrische Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Werks- und Prüfzeugnisse (Werkprüfbescheinigungen, Konformitätsnachweise)

Zweck & Scope

Nachweis der normgerechten Ausführung und Einhaltung der technischen Anforderungen

Relevante Regelwerke

DIN 18382 (VOB/C ATV); DGUV Vorschrift 3; VDI 6026

Kernelemente

Prüfprotokolle über die Erst- und Funktionsprüfungen

Konformitätsbescheinigungen und Zertifikate

Angaben zu Messwerten und Prüfmethode

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praktische Nutzung

Grundlage für Abnahme, Betreiberhaftung und Versicherungsnachweise

Erläuterung

Die VOB/C ATV DIN 18382 verpflichtet den Auftragnehmer, alle erforderlichen Prüfprotokolle und Konformitätsnachweise zu liefern. Diese Dokumente bestätigen, dass die Anlage nach Wartung oder Inspektion den relevanten Normen entspricht. Regelmäßige Prüfprotokolle dokumentieren Termine, Ergebnisse und festgestellte Mängel und dienen der Erfüllung gesetzlicher Prüfpflichten. Facility-Manager müssen diese Unterlagen revisionssicher archivieren; sie bilden den Nachweis für die normgerechte Errichtung und sind für Haftungsfragen und Versicherungen unverzichtbar.

Wartungsanweisungen – Elektrische Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungsanweisungen

Zweck & Scope

Festlegung der fachgerechten Wartung und Instandhaltung der Such- und Signalanlagen

Relevante Regelwerke

DIN 18382 (VOB/C ATV); VDI 6026; DGUV Vorschrift 3

Kernelemente

Wartungsintervalle und Zustands-/Funktionsprüfungen

Sicherheits- und Arbeitsschutzmaßnahmen

Dokumentationspflichten

Verantwortlich

Auftragnehmer / Instandhaltungsfirma

Praktische Nutzung

Bestandteil des Wartungsvertrags; bildet Grundlage für sicheren Betrieb und Erfüllung der Betreiberpflichten

Erläuterung

VDI 6026 betont, dass die Dokumentation so aufzubereiten ist, dass der Betreiber sie direkt für Wartung und Betrieb nutzen kann. Wartungsanweisungen sind verbindliche Anleitungen, die Wartungsintervalle, Prüfpunkte und Schutzmaßnahmen enthalten. Nach jeder Wartung stellt der Dienstleister Prüfbescheinigungen aus, die festhalten, dass die Anlage den Normen entspricht. Für das FM ermöglichen diese Anweisungen eine systematische und gesetzeskonforme Instandhaltung.

Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsdokumentation (Leistungskatalog)

Zweck & Scope

Standardisierte Beschreibung aller Wartungs- und Inspektionsleistungen für elektrotechnische Anlagen inklusive Such- und Signalanlagen

Relevante Regelwerke

VDMA 24186-0 und -5; BetrSichV; DGUV Vorschrift 3

Kernelemente

Zuordnung der Anlagen zu Wartungsobjekten

Aufgabentypen (Zustands- und Funktionsprüfungen, Service, Dokumentation)

Leistungspositionen mit Zeit- und Kostenansätzen

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur / Facility Management

Praktische Nutzung

Strukturierte Wartungsplanung, Leistungsverzeichnisse, Service-Level-Agreements

Erläuterung

Der VDMA-Leistungskatalog 24186-5 überführt alle elektrotechnischen Anlagen eines Gebäudes – darunter Sicherheitsbeleuchtungsanlagen, Verkehrssignalanlagen, Förder-, Kommunikations- und Gefahrenmeldeanlagen – in einen klar abgegrenzten Wartungsumfang. Teil 5 gilt für alle elektrotechnischen Geräte und Anlagen, die einer planmäßigen Wartung bedürfen; er nennt explizit Sicherheits- und Notbeleuchtungssysteme, Verkehrssignalanlagen und Gefahrenmeldeanlagen. Die Richtlinie dient als Basiskatalog für Leistungsverzeichnisse und Wartungsverträge. Sie trennt die planmäßige Wartung von gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen (DGUV V3, BetrSichV) und fordert separate vertragliche Regelungen für diese Prüfungen. Für das FM bedeutet dies Transparenz über Wartungsleistungen, Kosten und Verantwortlichkeiten sowie eine auditierbare Dokumentation.

Instandhaltungsplanung und -organisation – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsplan

Zweck & Scope

Organisation der laufenden Instandhaltung zur Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit

Relevante Regelwerke

HOAI (Objektüberwachung und Objektbetreuung); VDI 6026; VDMA 24186

Kernelemente

Festlegung von Wartungsstrategien (präventiv, zustandsbasiert)

Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Qualifikationen

Koordination von Prüfungen und Wartungen

Integration mit CAFM/CMMS

Verantwortlich

Facility Management / Instandhaltungsingenieur

Praktische Nutzung

Sicherstellung einer wirtschaftlichen und normgerechten Instandhaltung; Erhaltung der Betriebsfähigkeit und Vermeidung von Störungen

Erläuterung

Die Instandhaltungsplanung basiert auf den Grundleistungen der HOAI (Leistungsphasen 8–9) und den Vorgaben der VDI 6026. Diese legt nahe, dass alle Dokumente so aufbereitet werden, dass sie den Betreiber bei Wartung und Betrieb unterstützen. Der Instandhaltungsplan integriert die Vorgaben aus dem VDMA-Leistungskatalog, definiert Wartungsstrategien und sorgt für die Einhaltung gesetzlicher Prüfintervalle (DGUV V3, BetrSichV). Er legt Zuständigkeiten fest und gewährleistet, dass Änderungen und Prüfergebnisse im CAFM-System dokumentiert werden.