Such- und Signalisierungsysteme
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Such- und Signalisierungsysteme
Such- und Signalanlagen gehören zur sicherheitsrelevanten technischen Gebäudeausrüstung und erfüllen mehrere Funktionen: Sie ermöglichen die schnelle Orientierung in Gebäuden, lösen Alarmierungen bei Gefahren aus, dienen der internen Kommunikation und tragen zur Gefahrenabwehr bei. Diese Anlagen sind häufig in übergeordnete Sicherheits- und Informationssysteme eingebunden. Im Facility Management (FM) ist eine lückenlose Dokumentation zwingend erforderlich, damit Planung, Genehmigung, Ausführung, Betrieb und Gewährleistung rechtssicher erfolgen können. Die nachfolgende strukturierte Übersicht beschreibt die Dokumente, die während des Lebenszyklus einer Such- und Signalanlage erstellt werden müssen, und ordnet sie den jeweiligen FM-, Betreiber- und Compliance-Pflichten zu.
Effiziente Such- und Signalisierungsanlagen im FM
- Angebot – Bauleistungen (Such- und Signalanlagen)
- Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung
- Antrag auf behördliche Genehmigung – Technische Ausrüstung
- Anschluss- und Klemmenpläne – Montageplanung (LPH 7+)
- Anschluss- und Klemmenpläne – Revisionsstand (LPH 8)
- Montagezeichnungen – Montageplanung (LPH 7+)
- Ausführungs- / Bestandszeichnungen – Ausführungsstand (LPH 8)
- Anlagen- / Assetbuch
- Liste der Verjährungsfristen für Mängelansprüche
- Aufmaß / Mengenermittlung – Technische Ausrüstung
- Nachweise über Wartung und Funktionsprüfungen – Sicherheitseinrichtungen in Arbeitsstätten
- Prüfprotokolle elektrischer Betriebsmittel – Such- und Signalanlagen
- Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Montageplanung (LPH 7+)
- Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Ausführungsstand (LPH 8)
- Ausschreibungspläne – Technische Ausrüstung
- Ausführungs- und Werkpläne – Technische Ausrüstung
- Berechnung und Dimensionierung – Entwurfsplanung (LPH 3)
- Berechnung und Dimensionierung – Ausführungsplanung (LPH 5)
- Berechnung und Dimensionierung – Ausschreibungsergebnis
- Betriebs- und Benutzerhandbuch – Elektrische Systeme
- Lebenszykluskostenberechnung (LCC) – Ergebnisse
- Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Neuberechnung
- Betriebsanleitungen und Sicherheitshinweise – elektrische Betriebsmittel
- Gewerkeübergreifende Betriebsanleitung – Technische Ausrüstung
- Betriebstagebuch
- Betriebskostenberechnung
- Datenerhebung, Analysen und Optimierungsprozesse – Ergebnisse
- Brandschutz-/Brandfall-Steuermatrix
- Lösungsdarstellungen – Ausführungsplanung (LPH 5)
- Lösungsbeschreibungen – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
- Datenpunkt- und Funktionsliste – Montageplanung (Leistungsphase 7 und höher)
- Datenpunkt- und Funktionsliste – Ausführungsstand (Leistungsphase 8)
- Instandhaltungsrelevante Unterlagen
- Dokumentation von Dämm- und Brandschutzarbeiten an der TGA
- Bautagebuch – Technische Ausrüstung
- Dokumentation des Vergabeverfahrens
- Eignungsnachweise der Auftragnehmer
- Mengenermittlung – Technische Ausrüstung
- Installateurerklärung – Elektrische Systeme
- Ersatzteil- und Komponentenliste
- Funktionsdiagramm (Prinzipschaltbild) – Technische Ausrüstung
- Funktions- und Strangschema – Entwurfsplanung
- Funktions- und Strangschema – Ausführungsplanung
- Funktions- und Strangschema – Ausschreibungsergebnis
- Gewerke- / Schnittstellenmatrix
- Funktionsbeschreibung – Elektrische Systeme
- Instandhaltungsplan – Such- und Signalanlagen
- Instandhaltungsplan – Elektrische Systeme (VOB/C)
- Wartungsplan / Wartungskalender
- Wartungsberichte
- Inventarliste
- Aufgabenklärung – Ergebnisse
- Kostenschätzung – Ergebnisse
- Kostenberechnung – Ergebnisse
- Kostenfeststellung – Ergebnisse
- Leistungs- und Funktionsprüfungen
- Messprotokolle – Elektrische Systeme
- Bauphysik- und Statiknachweise (TGA-Dämm- und Brandschutzarbeiten)
- Objektbegehungs- und Bestandsprotokoll
- Anschluss- und Schnittstellenpläne
- Planungskonzept – Technische Ausrüstung
- Preisliste – Technische Ausrüstung
- Protokoll zur Mängelbeseitigung aus der Abnahme – Technische Ausrüstung
- Inbetriebnahme- und Einstellbericht – Elektrische Systeme
- Protokoll zur Einweisung des Betriebspersonals – Elektrische Systeme
- Prüfbuch – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
- Raumbuch (gesamt)
- Raumbuch – Technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)
- Raumbuch – Technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)
- Auditunterlagen – Such- und Signalanlagen
- Schadstoff- und Emissionsberechnungen
- Schlitz- und Durchbruchpläne – Ausführungsplanung (LPH 5)
- Schlitz- und Durchbruchpläne – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
- Schnittstellenkatalog
- Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5)
- Stromlaufpläne – Montageplanung (LPH 7+)
- Stromlaufpläne – Ausführungsstand (LPH 8)
- Übersichts-Stromlaufpläne nach DIN EN 61082-1 – Montageplanung (LPH 7+)
- Übersichts-Stromlaufpläne – Revisionsstand (LPH 8)
- Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibungen
- Vergabevorschlag – Technische Ausrüstung
- Wirtschaftlichkeitsnachweis – Technische Ausrüstung
- Grafische Darstellung – Entwurfsplanung (LPH 3)
- Grafische Darstellung – Ausführungsplanung (LPH 5)
- Grafische Darstellung – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
- Werks- und Prüfzeugnisse – Elektrische Systeme
- Wartungsanweisungen – Elektrische Systeme
- Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186
- Instandhaltungsplanung und -organisation – Technische Ausrüstung
Angebot – Bauleistungen (Such- und Signalanlagen)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Angebot (Bauleistungen) |
| Zweck & Anwendungsbereich | Preis- und Leistungsangebot zur Teilnahme am Vergabeverfahren |
| Rechts-/Normbezug | Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A 2019), Vergabeverordnung (VgV) |
| Kernelemente | • Leistungsbeschreibung und Preise • Technische Nebenangebote (falls zugelassen) • Erklärungen zur Eignung und Zuverlässigkeit |
| Verantwortlich | Bieter / Auftragnehmer |
| Praxisbezug | Grundlage für Angebotswertung, Zuschlag und Vertragsabschluss |
Erläuterung
Das Angebot bildet die vertragliche Ausgangsbasis für Ausführung, Qualität und Kosten. Es muss alle vom Auftraggeber geforderten Angaben enthalten, insbesondere zur Preisbildung, zu etwaigen Nebenangeboten und zur fachlichen Eignung. Änderungen an den Vergabeunterlagen sind nicht zulässig, und schriftliche Angebote müssen unterschrieben beziehungsweise elektronisch signiert werden. Für das Facility Management ist das Angebot relevant, um den vereinbarten Leistungsumfang und die zugesicherten Qualitätsstandards nachvollziehen zu können, insbesondere bei Nachträgen, Mängeln oder Gewährleistungsfragen.
Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anlagenbeschreibung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Beschreibung von Funktion, Aufbau und Betrieb der Such- und Signalanlage |
| Rechts-/Normbezug | Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) |
| Kernelemente | • Systemzweck und Einsatzbereiche • Hauptkomponenten und Funktionsweise • Schnittstellen zu anderen Anlagen |
| Verantwortlich | Technischer Planer für die technische Gebäudeausrüstung (TGA) |
| Praxisbezug | Referenzdokument für Betrieb, Einweisung und Störungsmanagement |
Erläuterung
Die Anlagenbeschreibung liefert eine zentrale Übersicht über die technischen Funktionen, Komponenten und Schnittstellen der Such- und Signalanlage. Sie dient als Grundlage für Bedienungsanleitungen, Schulungen und das Störungsmanagement. Da sie im Rahmen der Leistungsphasen der HOAI erstellt wird, unterstützt sie alle Beteiligten bei der Planung und beim späteren Betrieb. Für das FM ist die Anlagenbeschreibung ein essenzielles Arbeitsmittel, um den bestimmungsgemäßen Betrieb sicherzustellen und Gefährdungen zu vermeiden.
Antrag auf behördliche Genehmigung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Genehmigungsantrag |
| Zweck & Anwendungsbereich | Einholung der erforderlichen behördlichen Zustimmungen für die Errichtung und den Betrieb der Anlage |
| Rechts-/Normbezug | HOAI und einschlägige landesrechtliche Bestimmungen |
| Kernelemente | • Beschreibung der Anlage und deren sicherheitstechnischer Funktionen • Planunterlagen und Nachweise • Angaben zur Anbindung an bestehende Systeme |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA, Bauherr |
| Praxisbezug | Voraussetzung für die rechtmäßige Errichtung und den Betrieb der Anlage |
Erläuterung
Der behördliche Genehmigungsantrag dokumentiert die geplante Errichtung der Such- und Signalanlage und muss alle rechtlich geforderten Angaben enthalten. Für das FM ist dieser Antrag ein rechtlicher Schlüsselnachweis: Eine behördliche Genehmigung ist Voraussetzung für die Inbetriebnahme und spätere Änderungen. Der Antrag legt die technischen und sicherheitsrelevanten Parameter fest, die bei Abnahmen und Wiederholungsprüfungen herangezogen werden.
Anschluss- und Klemmenpläne – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anschluss- / Klemmenplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung der elektrischen Anschlüsse und Klemmenzuordnungen zur Montageplanung |
| Rechts-/Normbezug | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Kernelemente | • Klemmenbezeichnungen und Kabelkennzeichnungen • Leitungszuordnung und -führung • Spannungs- und Signalarten |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praxisbezug | Grundlage für Montage, Prüfung und Fehlersuche |
Erläuterung
Während der Montageplanung (Leistungsphase 7 und folgende) werden Anschluss- und Klemmenpläne erstellt, die den elektrischen Aufbau der Such- und Signalanlage detailliert darstellen. Diese Pläne ermöglichen eine korrekte Verdrahtung, berücksichtigen Schnittstellen zu anderen Gewerken und stellen sicher, dass Leitungswege, Klemmen und Spannungsarten eindeutig zugeordnet sind. Für das FM sind sie unverzichtbar bei der Störungsbehebung, der Abstimmung mit anderen Gewerken und bei späteren Umbauten oder Erweiterungen.
Anschluss- und Klemmenpläne – Revisionsstand (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Revisions-Anschlussplan |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation des tatsächlich ausgeführten Zustands nach Fertigstellung |
| Rechts-/Normbezug | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Kernelemente | • Abweichungen zur ursprünglichen Planung • Endgültige Anschlussbelegung und Kabelkennzeichnungen |
| Verantwortlich | Auftragnehmer, Übergabe an Facility Management |
| Praxisbezug | Verbindliche Referenz für Betrieb, Wartung und spätere Anpassungen |
Erläuterung
Nach Abschluss der Montage wird der Anschlussplan im Revisionsstand erstellt. Dieser Plan dokumentiert alle tatsächlich ausgeführten Anschlüsse, eventuelle Abweichungen zur Planung und geänderte Kabelkennzeichnungen. Er bildet die verbindliche Grundlage für den laufenden Betrieb, die Wartung und die Gewährleistungsverfolgung. Im Facility Management ist der Revisionsplan ein wichtiges Dokument für den technischen Bestand, da er zuverlässig über den Ist-Zustand informiert und somit schnellere Fehleranalysen ermöglicht.
Montagezeichnungen – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Montagezeichnung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung der Einbau- und Befestigungssituation der einzelnen Komponenten |
| Rechts-/Normbezug | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Kernelemente | • Gerätestandorte und Befestigungspunkte • Abstände zu anderen technischen Anlagen • Angaben zu Befestigungsmaterial |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praxisbezug | Unterstützung bei der Montage sowie bei späteren Umbauten oder Erweiterungen |
Erläuterung
Die Montagezeichnungen der Montageplanung (LPH 7+) stellen die detaillierte Einbau- und Befestigungssituation der Komponenten dar und bilden die verbindliche Grundlage für eine fachgerechte, normkonforme Ausführung gemäß DIN 18382 (VOB/C ATV). Für das Facility Management sind sie von besonderer Bedeutung, da sie nicht nur die ordnungsgemäße Erstmontage unterstützen, sondern auch bei späteren Umbauten, Erweiterungen oder Instandsetzungsmaßnahmen eine sichere und nachvollziehbare Orientierung über Gerätestandorte, Befestigungsmittel und Abstände zu anderen technischen Anlagen bieten.
7. Ausführungs- / Bestandszeichnungen – Ausführungsstand (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungs- / Bestandszeichnung |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung des realisierten Anlagenbestands und der Leitungsführung |
| Rechts-/Normbezug | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Kernelemente | • Endgültige Leitungsführung und Gerätestandorte • Abweichungen zur Montageplanung |
| Verantwortlich | Auftragnehmer |
| Praxisbezug | Bestandsunterlage für Facility Management und Prüfungen |
Erläuterung
Die Ausführungs- und Montageunterlagen bilden gemeinsam die technische Bestandsdokumentation der Such- und Signalanlage. Sie sind Voraussetzung für eine sichere Montage, Prüfung und spätere Eingriffe. Ohne diese Unterlagen kann das FM den technischen Ist-Zustand nicht nachvollziehen, wodurch Risiken im Betrieb, bei Wartungen und Umbauten entstehen würden. Die strukturierte Dokumentation ist zudem erforderlich, um die Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Auftragnehmer zu sichern.
Anlagen- / Assetbuch
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anlagen- / Assetbuch |
| Zweck & Anwendungsbereich | Systematische Erfassung der Anlage als Asset in der Betreiberdokumentation |
| Rechts-/Normbezug | DIN 32835-1; VDI 3810-1; VDI 6070-1 |
| Kernelemente | • Anlagendaten und eindeutige Kennzeichnungen • Standort- und Nutzungsinformationen • Wartungs- und Prüfrhythmus • Protokolle über Änderu |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Management |
| Praxisbezug | Grundlage für Computer Aided Facility Management (CAFM), Wartungsplanung und Kostenmanagement |
Erläuterung
Das Anlagen- oder Assetbuch erfasst alle relevanten Informationen zu jeder Such- und Signalanlage, einschließlich technischer Daten, Standort, Nutzungsdauer, Wartungsintervalle, Protokolle über Störungen sowie durchgeführte Änderungen. Es ist Bestandteil der Betreiberdokumentation und stellt sicher, dass das FM über die vollständige Historie der Anlage verfügt. In Verbindung mit einem CAFM-System ermöglicht das Assetbuch eine effiziente Planung von Wartungsmaßnahmen, die Dokumentation von Kosten und die Erfüllung von Prüf- und Nachweispflichten gegenüber Behörden. Die Normen DIN 32835-1 und die Richtlinien VDI 3810-1 sowie VDI 6070-1 definieren dabei die Mindestanforderungen an Struktur und Inhalt.
Liste der Verjährungsfristen für Mängelansprüche
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Liste der Verjährungsfristen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Übersicht der Gewährleistungszeiträume und deren Zuordnung zu den einzelnen Gewerken |
| Rechts-/Normbezug | Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), insbesondere § 634a, sowie HOAI |
| Kernelemente | • Beginn und Ende der Verjährungsfristen • Zuordnung zu Gewerken und Leistungsphasen |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA, ggf. Juristische Abteilung |
| Praxisbezug | Steuerung der Mängelverfolgung und Durchsetzung von Ansprüchen |
Erläuterung
Gemäß § 634a BGB verjähren Gewährleistungsansprüche bei Bauwerken und Planungsleistungen für Bauwerke in der Regel nach fünf Jahren ab Abnahme. Die Liste der Verjährungsfristen dokumentiert den Beginn und das Ende dieser Zeiträume für die Such- und Signalanlage und ordnet sie den jeweiligen Gewerken zu. Für das FM ist diese Liste ein Instrument zur systematischen Überwachung von Mängelansprüchen und zur rechtzeitigen Geltendmachung gegenüber Auftragnehmern.
Aufmaß / Mengenermittlung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Aufmaß / Messprotokoll |
| Zweck & Anwendungsbereich | Erfassung der tatsächlich ausgeführten Mengen und Leistungen |
| Rechts-/Normbezug | HOAI |
| Kernelemente | • Maße und Mengen der installierten Komponenten • Bezug zu den Zeichnungen und Leistungsverzeichnissen |
| Verantwortlich | Technische Planer / TGA-Fachingenieure |
| Praxisbezug | Grundlage für Abrechnung, Nachträge und Kostenkontrolle |
Erläuterung
Gemäß § 634a BGB verjähren Gewährleistungsansprüche bei Bauwerken und Planungsleistungen für Bauwerke in der Regel nach fünf Jahren ab Abnahme. Die Liste der Verjährungsfristen dokumentiert den Beginn und das Ende dieser Zeiträume für die Such- und Signalanlage und ordnet sie den jeweiligen Gewerken zu. Für das FM ist diese Liste ein Instrument zur systematischen Überwachung von Mängelansprüchen und zur rechtzeitigen Geltendmachung gegenüber Auftragnehmern.
Nachweise über Wartung und Funktionsprüfungen – Sicherheitseinrichtungen in Arbeitsstätten
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungs- und Funktionsprüfprotokolle |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis der regelmäßigen Funktionsfähigkeit von Such- und Signalanlagen |
| Rechts-/Normbezug | Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) |
| Kernelemente | • Art und Umfang der Wartung • Prüfergebnisse • Datum und Verantwortliche |
| Verantwortlich | Arbeitgeber / Unternehmer |
| Praxisbezug | Erfüllung der Betreiber- und Arbeitsschutzpflichten |
Erläuterung
In § 4 Abs. 3 ArbStättV wird der Arbeitgeber verpflichtet, Sicherheitseinrichtungen wie Sicherheitsbeleuchtung, Brandmelde- und Feuerlöscheinrichtungen, Signalanlagen, Notaggregate und Notschalter instand zu halten und in regelmäßigen Abständen auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen. Wartungs- und Funktionsprüfprotokolle dokumentieren diese Verpflichtung. Sie enthalten Angaben zur Art und zum Umfang der Wartung, die Ergebnisse der Funktionsprüfungen sowie Datum und verantwortliche Personen. Im Facility Management sind diese Nachweise ein zentraler Bestandteil der rechtssicheren Organisation des Arbeitsschutzes. Sie belegen gegenüber Aufsichtsbehörden, Berufsgenossenschaften und Versicherern, dass die Anlagen ordnungsgemäß instand gehalten werden und dienen als Grundlage für Gefährdungsbeurteilungen und Instandhaltungsplanungen.
Prüfprotokolle elektrischer Betriebsmittel – Such- und Signalanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfprotokolle / Prüfnachweise |
| Zweck & Anwendungsbereich | Nachweis der elektrischen Sicherheit der Betriebsmittel in Such- und Signalanlagen |
| Rechts-/Normbezug | DIN VDE 0701-0702, DGUV Vorschrift 3/4, DGUV-Information 203-071 |
| Kernelemente | • Mess- und Prüfergebnisse • Bewertung der Betriebssicherheit • Mängel und Maßnahmen |
| Verantwortlich | Befähigte Elektrofachkraft / Prüfer |
| Praxisbezug | Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherern |
Erläuterung:
Elektrische Betriebsmittel in Such- und Signalanlagen unterliegen der elektrischen Sicherheit. Die DGUV-Information 203-071 führt als Prüfgrundlage u. a. die DIN VDE 0701-0702 „Prüfung nach Instandsetzung, Änderung und Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte“ auf. Diese Norm beschreibt Prüfverfahren nach Reparatur oder Änderung und legt allgemeine Anforderungen an die elektrische Sicherheit fest. DGUV Vorschrift 3 verpflichtet den Unternehmer, elektrische Anlagen und Betriebsmittel vor der ersten Inbetriebnahme, nach Änderung oder Instandsetzung und in bestimmten Zeitabständen durch eine Elektrofachkraft prüfen zu lassen. Die Prüfungen müssen so geplant werden, dass entstehende Mängel rechtzeitig erkannt werden, und die Ergebnisse sind in einem Prüfbuch zu dokumentieren. Prüfprotokolle enthalten Mess- und Prüfergebnisse, eine Bewertung der Betriebssicherheit sowie festgestellte Mängel und festgelegte Maßnahmen. Sie sind essenziell, um die elektrische Sicherheit nachzuweisen und Haftungs- sowie Versicherungsrisiken zu minimieren.
Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungs- / Anordnungspläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Festlegung der Montage und Platzierung der Such- und Signalanlagen |
| Rechts-/Normbezug | VOB/C ATV DIN 18382 (Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen) |
| Kernelemente | • Gerätestandorte • Leitungsführungen • Befestigungsarten |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praxisbezug | Grundlage für fachgerechte Installation |
Erläuterung
Elektrische Betriebsmittel in Such- und Signalanlagen unterliegen der elektrischen Sicherheit. Die DGUV-Information 203-071 führt als Prüfgrundlage u. a. die DIN VDE 0701-0702 „Prüfung nach Instandsetzung, Änderung und Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte“ auf. Diese Norm beschreibt Prüfverfahren nach Reparatur oder Änderung und legt allgemeine Anforderungen an die elektrische Sicherheit fest. DGUV Vorschrift 3 verpflichtet den Unternehmer, elektrische Anlagen und Betriebsmittel vor der ersten Inbetriebnahme, nach Änderung oder Instandsetzung und in bestimmten Zeitabständen durch eine Elektrofachkraft prüfen zu lassen. Die Prüfungen müssen so geplant werden, dass entstehende Mängel rechtzeitig erkannt werden, und die Ergebnisse sind in einem Prüfbuch zu dokumentieren. Prüfprotokolle enthalten Mess- und Prüfergebnisse, eine Bewertung der Betriebssicherheit sowie festgestellte Mängel und festgelegte Maßnahmen. Sie sind essenziell, um die elektrische Sicherheit nachzuweisen und Haftungs- sowie Versicherungsrisiken zu minimieren.
Ausführungspläne (Anordnungspläne) – Ausführungsstand (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungs- / Revisionspläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Dokumentation des tatsächlich ausgeführten Zustands |
| Rechts-/Normbezug | VOB/C ATV DIN 18382; VDI 6026-1 |
| Kernelemente | • Endgültige Anordnung der Geräte • Abweichungen zur Planung |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praxisbezug | Referenz für Betrieb, Wartung und Umbauten |
Erläuterung
Die Allgemeine Technische Vertragsbedingungen DIN 18382 regeln die Ausführung von Elektro-, Sicherheits- und informationstechnischen Anlagen. Nach der Überarbeitung 2023/2024 müssen dem Auftraggeber für die Ausführung u. a. Anlagen-/Funktionsbeschreibungen, Ausführungspläne mit eingetragenen Elektro-, Sicherheits- und informationstechnischen Komponenten, Kurzschluss- und Selektivitätsberechnungen sowie Übersichtsschaltpläne übergeben werden. Der Auftragnehmer hat die Planungsunterlagen und Berechnungen des Auftraggebers zu prüfen und daraus Montage- und Werkplanungen nach DIN EN 61082-1 und VDI 6026 Blatt 1 zu erstellen. Zur Dokumentation und Abnahme sind gemäß DIN 18382 Ausführungspläne (Anordnungspläne), Stromlaufpläne, Aufbauzeichnungen, Datenpunkt-/Funktionslisten, Protokolle der Installationsprüfungen sowie Bedienungsanleitungen, Wartungshinweise, Betriebstagebücher und Prüfbücher zu übergeben. Diese Revisionsunterlagen dokumentieren den tatsächlich ausgeführten Zustand (LPH 8) und dienen im Facility Management als zentrale technische Referenz für Betrieb, Wartung und spätere Anpassungen.
Ausschreibungspläne – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausschreibungspläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Darstellung des geplanten Leistungsumfangs der Such- und Signalanlagen |
| Rechts-/Normbezug | Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), Leistungsbild Technische Ausrüstung |
| Kernelemente | • Systemkonzept • Planungsstände |
| Verantwortlich | Fachplaner technische Gebäudeausrüstung (TGA) |
| Praxisbezug | Grundlage für Vergabe und Kostenkontrolle |
Erläuterung
Die Ausschreibungspläne der Technischen Ausrüstung stellen den geplanten Leistungsumfang der Such- und Signalanlagen dar und bilden die grafische Grundlage für Ausschreibung, Angebotsvergleich und Vergabe gemäß HOAI. Für das Facility Management sind sie wesentlich, um den ausgeschriebenen Soll-Zustand nachvollziehen zu können, Kosten und Leistungen abzugleichen und später im Betrieb Abweichungen zwischen Planung, Vergabe und Ausführung eindeutig zu identifizieren.
Ausführungs- und Werkpläne – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungs- / Werkpläne |
| Zweck & Anwendungsbereich | Detaillierte technische Umsetzung |
| Rechts-/Normbezug | HOAI |
| Kernelemente | • Detaillierte Anordnung • Technische Details |
| Verantwortlich | Zeichner / Fachplaner TGA |
| Praxisbezug | Basis für Ausführung und FM-Dokumentation |
Erläuterung
Die Ausführungs- und Werkpläne der Technischen Ausrüstung konkretisieren die geplanten Systeme bis ins Detail und bilden die verbindliche Grundlage für die technische Umsetzung gemäß HOAI. Für das Facility Management sind sie von zentraler Bedeutung, da sie den tatsächlichen Aufbau, die Anordnung und die technischen Details der Anlagen dokumentieren und damit eine verlässliche Basis für Bestandsdokumentation, Betrieb, Wartung und spätere Anpassungen darstellen.
Berechnung und Dimensionierung – Entwurfsplanung (LPH 3)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Berechnungs- und Auslegungsnachweise |
| Zweck & Anwendungsbereich | Technische Auslegung der Systeme im Rahmen der Entwurfsplanung |
| Rechts-/Normbezug | HOAI, Anlage 15 (Leistungsbild Technische Ausrüstung) |
| Kernelemente | • Leistungs- und Reichweitenberechnungen • Abschätzung von Energie- und Betriebskosten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug | Sicherstellung der Funktionsfähigkeit und Kostenschätzung |
Erläuterung
Die Berechnungs- und Dimensionierungsnachweise der Entwurfsplanung (LPH 3) dienen der fachgerechten technischen Auslegung der Systeme gemäß HOAI, Anlage 15. Sie stellen sicher, dass Leistungsfähigkeit, Reichweiten und energetische Anforderungen realistisch und normgerecht ermittelt werden und bilden zugleich eine belastbare Grundlage für die Kostenschätzung sowie für die spätere Bewertung der Funktionsfähigkeit im Facility Management.
Berechnung und Dimensionierung – Ausführungsplanung (LPH 5)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Aktualisierte Berechnungen und Bemessungen |
| Zweck & Anwendungsbereich | Anpassung der Berechnungen an Ausführungsdetails |
| Rechts-/Normbezug | HOAI |
| Kernelemente | • Detailberechnungen und Bemessungen • Zeichnerische Darstellung im abgestimmten Maßstab |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug | Grundlage für Montage und Betrieb |
Erläuterung
Die Berechnungen und Dimensionierungen der Ausführungsplanung (LPH 5) führen die in der Entwurfsplanung ermittelten Ansätze fort und passen sie an die konkretisierten Ausführungsdetails an. Auf Basis der HOAI stellen sie sicher, dass die Systeme technisch korrekt bemessen, zeichnerisch eindeutig dargestellt und für die Montage eindeutig festgelegt sind. Für das Facility Management bilden sie eine verlässliche Grundlage für den späteren Betrieb, die Beurteilung von Leistungsreserven sowie für Änderungen oder Erweiterungen der Anlage.
Berechnung und Dimensionierung – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Endgültige Berechnungsnachweise |
| Zweck & Anwendungsbereich | Abgleich zwischen Planung und vergebener Leistung |
| Rechts-/Normbezug | HOAI; DIN 18379 (VOB/C) |
| Kernelemente | • Bestätigte Auslegung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praxisbezug | Referenz für Abnahme und Betrieb |
Erläuterung
Die endgültigen Berechnungs- und Dimensionierungsnachweise des Ausschreibungsergebnisses (LPH 7) dokumentieren den abgestimmten und vergebenen Auslegungsstand der Anlage. Auf Grundlage der HOAI und DIN 18379 (VOB/C) dienen sie dem Abgleich zwischen Planung und tatsächlich beauftragter Leistung und stellen für das Facility Management eine maßgebliche Referenz für Abnahme, Betrieb sowie für die Bewertung späterer Änderungen oder Abweichungen dar.
Betriebs- und Benutzerhandbuch – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebs- / Benutzerhandbuch |
| Zweck & Anwendungsbereich | Sicherer Betrieb und Bedienung der Such- und Signalanlagen |
| Rechts-/Normbezug | VOB/C DIN 18382; VDI 6026-1 |
| Kernelemente | • Bedienhinweise • Sicherheitsmaßnahmen • Störungs- und Wartungsmanagement |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praxisbezug | Zentrale Betriebsgrundlage im Facility Management |
Erläuterung
Gemäß den DIN-18382-Regelungen zur Dokumentation und Abnahme hat der Auftragnehmer alle für den sicheren und effizienten Betrieb erforderlichen Bedienungs- und Wartungsanleitungen, notwendigen Dokumentationen sowie Pflege- und Reinigungsanleitungen zu übergeben. Diese Unterlagen umfassen Ausführungspläne, Stromlaufpläne, Funktionsbeschreibungen, Datenpunkt- und Funktionslisten, Protokolle der Installationsprüfungen sowie Betriebstagebücher und Prüfbücher. VDI 6026 Blatt 1.1 betont, dass im Facility Management die Anforderungen des späteren Betriebs bereits in der Entwicklungs- und Planungsphase berücksichtigt werden müssen und beschreibt die Inhalte und Beschaffenheit von Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen über den gesamten Lebenszyklus. Das Betriebs- und Benutzerhandbuch ist daher für das Facility Management unverzichtbar. Es enthält detaillierte Bedienhinweise, Sicherheitsmaßnahmen sowie Anweisungen zum Umgang mit Störungen und Wartungen und dient als zentrales Nachschlagewerk für Hausmeister, Techniker und Wartungsfirmen. Eine strukturierte, in deutscher Sprache geführte Betriebsdokumentation ist Voraussetzung für einen sicheren, bestimmungsgemäßen und nachvollziehbaren Betrieb der Such- und Signalanlagen.
Lebenszykluskostenberechnung (LCC) – Ergebnisse
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Lebenszykluskostenberechnung |
| Zweck & Scope | Bewertung der Kosten über den gesamten Nutzungszeitraum; Grundlage für nachhaltige Investitions- und Betriebsentscheidungen |
| Relevante Regelwerke | HOAI (z. B. Besondere Leistungen wie das Aufstellen und Berechnen von Lebenszykluskosten in den Leistungsphasen) |
| Kernelemente | • Erfassung von Investitions-, Betriebs-, Wartungs- und Ersatzkosten • Annahmen zur Nutzungsdauer und technischem Lebenszyklus • Variantenvergleich der technischen Lösungen zum Zweck der Wirtschaftlichkeitsbewertung |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Entscheidungsgrundlage für Bauherrn und FM-Abteilung zur Budgetplanung, Beschaffung und langfristigen Kostenkontrolle |
Erläuterung
Die Lebenszykluskostenberechnung (LCC) betrachtet sämtliche Kosten einer Anlage von der Planung über die Errichtung und Nutzung bis zum Rückbau. Damit können Betreiber alle relevanten Kostenbestandteile – wie Investition, Energieverbrauch, Wartung, Reinigung und Entsorgung – einschätzen. Deutsche Fachliteratur zu LCC betont, dass durch die ganzheitliche Betrachtung eine realistische Wirtschaftlichkeits- und Nachhaltigkeitsbewertung möglich ist. Die HOAI sieht das Aufstellen und Berechnen von Lebenszykluskosten als besondere Leistung vor. Für FM-Verantwortliche schafft die LCC-Berechnung Transparenz über langfristige Kostenwirkungen und unterstützt die Entscheidung für die wirtschaftlichste Variante. Sie bildet damit einen Grundpfeiler nachhaltiger Investitionsstrategien und dient als Basis für Ersatzteil- und Budgetplanung.
Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Neuberechnung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bestandsaufnahme / grafische Darstellung / Neuberechnung |
| Zweck & Scope | Aufnahme und Bewertung bestehender Such- und Signalanlagen; Grundlage für Anpassungen und Erweiterungen |
| Relevante Regelwerke | HOAI – Grundleistungen der Leistungsphasen zur Bestandsanalyse und Neuberechnung |
| Kernelemente | • Komponenten- und Standorterfassung (z. B. Art, Typ und Anzahl der Signalgeber) • Erstellung von Systemgrafiken und Schemata • Technische Neuberechnungen (z. B. Leistungsberechnungen, Nachweise für Nachrüstungen) |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Dient als Referenz für Umbau, Erweiterung und Optimierung; bildet den Ausgangspunkt für weitere Planungsschritte |
Erläuterung
Diese Dokumente erfassen den Ist-Zustand der bestehenden Anlagen. Für Umbauten oder Erweiterungen müssen die vorhandenen Komponenten, deren Standorte und die technischen Daten lückenlos dokumentiert sein. Die grafische Darstellung in Form von Übersichts- und Detailplänen ermöglicht dem FM eine schnelle Orientierung über Systemgrenzen und Schnittstellen. Die Neuberechnung vorhandener Anlagen stellt sicher, dass die Anlagen auch bei veränderten Anforderungen (z. B. Erweiterung der Meldebereiche) funktionstüchtig bleiben. Als Grundleistung der HOAI bildet die Bestandsaufnahme die Basis für eine sachgerechte Planung und ist zentrale Referenz für spätere Anpassungen.
Betriebsanleitungen und Sicherheitshinweise – elektrische Betriebsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebsanleitung & Sicherheitshinweise |
| Zweck & Scope | Sicherer, bestimmungsgemäßer Betrieb der elektrischen Signal- und Suchanlagen; Vermeidung von Gefährdungen durch falschen Gebrauch |
| Relevante Regelwerke | 1. Verordnung über das Inverkehrbringen elektrischer Betriebsmittel (1. ProdSV) und die Richtlinie 2014/35/EU (Niederspannungsrichtlinie) |
| Kernelemente | • Beschreibung der bestimmungsgemäßen Verwendung und der Einsatzgrenzen • Warn- und Sicherheitshinweise zur Vermeidung von Gefahren • Hinweise zu Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung |
| Verantwortlich | Hersteller |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Unterweisungen, sichere Betriebsführung und Erfüllung der gesetzlichen Betreiber- und Herstellerpflichten |
Erläuterung
Gemäß der 1. ProdSV müssen Hersteller für elektrische Betriebsmittel, die in der EU in Verkehr gebracht werden, eine deutschsprachige Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen bereitstellen. Importeurinnen und Importeure dürfen Produkte nur in Verkehr bringen, wenn sie überprüft haben, dass die Herstellerunterlagen vollständig und auf Deutsch vorliegen. Das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) stellt klar, dass Produkte, für deren sicheren Gebrauch bestimmte Regeln einzuhalten sind, zwingend eine deutschsprachige Anleitung besitzen müssen; eine alleinige englische Dokumentation ist unzulässig. Diese Herstellerunterlagen sind verbindlich: Sie definieren die bestimmungsgemäße Verwendung, warnen vor unsachgemäßer Nutzung und enthalten Angaben zur Wartung. Facility-Manager müssen diese Unterlagen an die Betriebsmannschaft weitergeben und bei Unterweisungen berücksichtigen, da sie als rechtliche Grundlage für den sicheren Betrieb, die Organisation von Prüfungen und die Haftungsabsicherung dienen.
Gewerkeübergreifende Betriebsanleitung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Interdisziplinäre Betriebsanleitung |
| Zweck & Scope | Zusammenführung aller betriebsrelevanten Informationen über die Such- und Signalanlagen unter Einbeziehung der Schnittstellen zu anderen TGA-Gewerken |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Zusammenstellung der Anlagendokumentationen) |
| Kernelemente | • Beschreibung der Systemzusammenhänge (z. B. Interaktion zwischen Such- und Brandmeldeanlage) • Definition der Schnittstellen zu anderen Gewerken (Brandschutztechnik, Lüftung, IT) |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Zentrale Betriebsgrundlage für das FM; dient als Nachschlagewerk für Bedien- und Störungsabläufe |
Erläuterung
Such- und Signalanlagen stehen im engen Zusammenhang mit anderen Gewerken der TGA wie Brandmeldeanlagen, Lüftungs- und Entrauchungssystemen sowie der Gebäudeautomation. Eine gewerkeübergreifende Betriebsanleitung vereint alle relevanten Daten: sie erläutert die Systemgrenzen, beschreibt Schnittstellen und Wechselwirkungen und fasst die wesentlichen Betriebs- und Wartungsabläufe zusammen. Diese Zusammenführung erleichtert dem FM die Koordination des Anlagenbetriebs im Zusammenspiel mehrerer Systeme und sorgt für transparente Zuständigkeiten. Die Erstellung einer solchen Anleitung gehört zu den Grundleistungen der HOAI und bildet die zentrale Informationsquelle im Betrieb.
Betriebstagebuch
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebstagebuch |
| Zweck & Scope | Laufende, lückenlose Dokumentation des Anlagenbetriebs; Erfassung von Betriebszuständen, Störungen und Maßnahmen |
| Relevante Regelwerke | VDI-MT 3810-1 „Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen“ und betriebliche Leitfäden |
| Kernelemente | • Einträge zu Anlagenzustand, Störungen und den ergriffenen Maßnahmen • Wartungs- und Prüfnachweise • Archivierungsanforderungen |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Management |
| Praktische Nutzung | Revisions- und Nachweisdokument; Grundlage für Audits, Störungsanalysen und Haftungsbeweis |
Erläuterung
VDI-MT 3810-1 stellt Anforderungen an Betreiber, um die Betriebssicherheit der TGA-Anlagen sicherzustellen. Dazu gehört eine strukturierte und nachvollziehbare Dokumentation des Betriebs und der Instandhaltung. In betrieblichen Leitfäden wird gefordert, dass für bestimmte Anlagen (z. B. Abscheider und Abwasseranlagen) ein Betriebstagebuch verpflichtend zu führen ist, in dem alle Entleerungs-, Wartungs- und Reinigungsmaßnahmen dokumentiert werden und das mindestens fünf Jahre aufzubewahren ist. Die kontinuierliche Dokumentation unterstützt die Nachvollziehbarkeit von Störungen, erleichtert Audits und ermöglicht es dem Betreiber, seine gesetzlichen Pflichten nachzuweisen. Zudem bildet sie eine wichtige Grundlage für Risikoanalysen und Optimierungen.
Betriebskostenberechnung
| Feld | Inhalt | |
|---|---|---|
| Dokumenttyp | Betriebskostenberechnung | |
| Zweck & Scope | Ermittlung der laufenden Kosten des Betriebs (insbesondere Energie-, Wartungs- und Prüfkosten) | |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Grundleistungen und Besondere Leistungen in den Leistungsphasen, insb. wirtschaftliche Betrachtungen) | |
| Kernelemente | • Energie- und Betriebsmittelkosten (Strom, Netzersatzanlagen, Aufschaltgebühren) • Wartungs- und Instandhaltungskosten • Kostenvergleiche und Benchmarks | |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA | |
| Praktische Nutzung | Dient dem Kostencontrolling, der Budgetierung und der Wirtschaftlichkeitsprüfung im laufenden Betrieb |
Erläuterung
Neben der Investitionskostenbetrachtung ist im FM eine Analyse der laufenden Betriebskosten notwendig. Die HOAI sieht wirtschaftliche Betrachtungen vor, die Energie- und Wartungskosten sowie weitere Betriebskosten erfassen. Die Betriebskostenberechnung ermöglicht es dem Betreiber, die Höhe der laufenden Aufwände zu ermitteln, Vergleiche zwischen Anlagenvarianten durchzuführen und Maßnahmen zur Kostensenkung abzuleiten. In Verbindung mit der LCC-Berechnung erhalten Betreiber so einen vollständigen Überblick über die finanziellen Auswirkungen der Anlagen.
Datenerhebung, Analysen und Optimierungsprozesse – Ergebnisse
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Analyse- und Optimierungsdokument |
| Zweck & Scope | Systematische Erhebung und Auswertung von Betriebsdaten; Ableitung von Optimierungsmaßnahmen |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Besondere Leistungen wie Monitoring und Optimierung), VDI-Richtlinien zur Gebäudeautomation und Energieeffizienz |
| Kernelemente | • Definition der erhobenen Daten (z. B. Alarmhäufigkeit, Energieverbrauch, Ausfallzeiten) • Analyse der Leistungskennzahlen • Vorschläge zur technischen und organisatorischen Optimierung |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA bzw. Betreiber |
| Praktische Nutzung | Grundlage für kontinuierliche Verbesserung von Verfügbarkeit, Sicherheit und Kosten |
Erläuterung
Durch kontinuierliches Monitoring können Betreiber Schwachstellen ihrer Such- und Signalanlagen erkennen und Maßnahmen zur Verbesserung ableiten. Hierzu werden Betriebsdaten (z. B. Alarmauslösungen, Fehlermeldungen, Energieverbräuche) erfasst und analysiert. Die Analyse dient dazu, Trends zu identifizieren, Ursachen von Störungen zu ermitteln und Optimierungsvorschläge zu entwickeln. Diese Prozesse orientieren sich an den in der HOAI vorgesehenen besonderen Leistungen sowie an VDI-Richtlinien für Gebäudeautomation. Ergebnisberichte unterstützen das FM beim Vergleich von Ist- und Soll-Zustand und helfen, Strategien zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung umzusetzen.
Brandschutz-/Brandfall-Steuermatrix
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Brandschutz-/Steuermatrix |
| Zweck & Scope | Definition des Systemverhaltens im Brandfall; Festlegung der Steuerbefehle, die von der Brandmeldeanlage (BMA) aus ausgelöst werden |
| Relevante Regelwerke | VDI 3819-3 „Gebäudeautomation im Einsatz des Brandschutzes“, HOAI, VDI 6010, DIN 14674, Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie (MLüAR) |
| Kernelemente | • Steuerbefehle für Such- und Signalanlagen im Brandfall (z. B. Einbindung der Alarmierung, Abschaltungen) • Schnittstellen und Interaktionen mit BMA, Entrauchung, Aufzügen • Dokumentation der Fallback-Funktionen und Notbetriebsarten |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / Brandschutz |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Prüfungen durch Sachverständige, brandschutztechnische Abnahmen und den Notfallbetrieb |
Erläuterung
Die Brandschutz- bzw. Brandfall-Steuermatrix definiert, wie die einzelnen Systeme im Falle eines Brandes miteinander interagieren. Laut Fachbeiträgen müssen bei der Erstellung der Matrix verschiedene Normen und Richtlinien berücksichtigt werden: die VDI 3819-3 beschreibt die Funktionen und Interaktionen der Gebäudeautomation im Brandfall, die VDI 6010 regelt Planung und Betrieb der Brandfallsteuerungen, DIN 14674 legt Mindestanforderungen für die Vernetzung der Brandmeldeanlage mit Aufzügen und Gebäudetechnik fest, und die Muster-Lüftungsanlagen-Richtlinie (MLüAR) enthält Vorgaben für Rauchabzugs- und Lüftungsanlagen. Die Matrix legt fest, welche Steuerbefehle bei Alarm ausgelöst werden (z. B. Ansteuerung der Signale, Abschalten von Lüftungsgeräten, Ansteuerung der Rauchabzugsanlagen) und welche Schnittstellen zu anderen Systemen bestehen. Für Sonderbauten ist sie ein zentrales Sicherheitsdokument und dient als Prüf- und Abnahmegrundlage.
Lösungsdarstellungen – Ausführungsplanung (LPH 5)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Lösungsdarstellung |
| Zweck & Scope | Detaillierte technische Umsetzung der genehmigten Planung; Vorbereitung der Ausführung |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Leistungsphase 5: Ausführungsplanung) |
| Kernelemente | • Systemlayout und detaillierte Lage- und Leitungspläne • Platzierung und Bezeichnung aller Komponenten • Detaillierte Material- und Ausführungsbeschreibungen |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die Ausführung vor Ort, für das Montagepersonal und für spätere Betriebs- und Wartungsarbeiten |
Erläuterung
In der Leistungsphase 5 der HOAI werden die genehmigten Vorplanungen in ausführungsreife Planunterlagen überführt. Für Such- und Signalanlagen enthält die Lösungsdarstellung sämtliche Angaben, die für die fachgerechte Montage erforderlich sind: detaillierte Zeichnungen, Stücklisten, Funktionsbeschreibungen und Materialangaben. Diese Dokumente dienen dem ausführenden Unternehmen als verbindliche Grundlage und dem FM als Referenz für die spätere Betriebsphase. Eine präzise Ausführungsplanung minimiert Ausführungsfehler und erleichtert die spätere Instandhaltung.
Lösungsbeschreibungen – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
| Feld | Inhalt | |
|---|---|---|
| Dokumenttyp | Lösungsbeschreibung | |
| Zweck & Scope | Dokumentation der im Vergabeverfahren beauftragten Lösung; Abgleich von Planung und Ausschreibung | |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Leistungsphase 7), DIN 18379, DIN 18381 und VOB/C (Allgemeine Technische Vertragsbedingungen) | |
| Kernelemente | • Technische Spezifikation der ausgewählten Produkte und Systeme • Vergleich zwischen ursprünglicher Planung und Vergabeergebnis • Festlegung der Leistungsgrenzen und der mitzuliefernden Unterlagen | |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA | |
| Praktische Nutzung | Referenz für Abnahme, Inbetriebnahme und späteren Betrieb; dient der Vertragserfüllung und Nachweisführung |
Erläuterung
Nach Abschluss der Ausschreibung dokumentiert die Lösungsbeschreibung, welche Produkte und Systeme beauftragt wurden und in welcher Ausführung. Sie vergleicht die Angebote mit der Planung und legt die technischen Spezifikationen fest. DIN 18379 und DIN 18381 enthalten die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Raumluft- sowie Heizungs- und Warmwasseranlagen; diese Normen sind Teil der VOB/C und regeln die Ausführungsqualität. Die Lösungsbeschreibung stellt sicher, dass zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer Klarheit über den Leistungsumfang besteht und dient als Grundlage für die Abnahme, die Mängelprüfung und den späteren Betrieb. Sie schafft damit vertragliche und technische Sicherheit.
Datenpunkt- und Funktionsliste – Montageplanung (Leistungsphase 7 und höher)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Datenpunkt- / Funktionsliste |
| Zweck & Scope | Definition aller Signale, Funktionen und Schnittstellen als Grundlage für die Montage und Systemintegration |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV) und VDI 3814 – Leitlinie für Gebäudeautomation |
| Kernelemente | • Auflistung aller Signalarten (Ein- und Ausgänge) • Funktionsbeschreibungen • Adressierung und Zuordnung |
| Verantwortlich | Auftragnehmer bzw. Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Montage, Parametrierung und Inbetriebnahme |
Erläuterung
Die Datenpunkt- und Funktionsliste ist ein zentrales Arbeitsdokument für die Planung und Integration von Such- und Signalanlagen. Die Richtlinie VDI 3814 fordert ein offenes, herstellerneutrales Identifikationssystem und eine einheitliche Benennung bis auf Datenpunktebene. Dadurch können Funktionen im Rahmen der Gebäudeautomation eindeutig adressiert und systemübergreifend interpretiert werden. Die GA-Funktionsliste erfasst alle Automationsfunktionen eines Gebäudes, ordnet sie den Anlagen zu und gibt an, wie diese Funktionen zu integrieren und zu visualisieren sind. Sie ist damit ein unverzichtbares Werkzeug für Planung, Ausführung und Dokumentation; sie ermöglicht Massenberechnungen, unterstützt die Erstellung von Schemata und gewährleistet eine klare Kommunikation zwischen Planer, Installateur und Betreiber.
Datenpunkt- und Funktionsliste – Ausführungsstand (Leistungsphase 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Revisions-Datenpunktliste |
| Zweck & Scope | Dokumentation des tatsächlich ausgeführten Systemzustands |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Kernelemente | • Endgültiger Signalbestand • Abweichungen gegenüber der Planung |
| Verantwortlich | Auftragnehmer bzw. Installateur |
| Praktische Nutzung | Referenzdokument für Betrieb, Wartung und Fehlersuche |
Erläuterung
Die revidierte Datenpunktliste dokumentiert die endgültigen Datenpunkte, Funktionen und Schnittstellen nach der Bauausführung. Sie wird zur maßgeblichen Betriebs- und FM-Referenz und ist Voraussetzung für effizientes Störungsmanagement und spätere Systemanpassungen. Revisionunterlagen geben dem Betreiber einen umfassenden Überblick über die installierten Systeme, ihre Funktionsweise und die verwendeten Materialien; sie sind nötig, um Wartung, Reparaturen oder Änderungen durchführen zu können. VDI 6026 beschreibt den Inhalt und die Beschaffenheit von Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen und bereitet bestehende Regeln der HOAI und VOB so auf, dass sie eindeutig benannt werden. Die Überprüfung der Vollständigkeit der Revisionsunterlagen gehört zu den Pflichten der Objektüberwachung in der HOAI-Leistungsphase 8.
Instandhaltungsrelevante Unterlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungs- und Instandhaltungsunterlagen |
| Zweck & Scope | Sicherstellung der dauerhaften Funktionsfähigkeit der Such- und Signalanlagen |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 13460 „Dokumente für die Instandhaltung“ |
| Kernelemente | • Wartungsintervalle und Prüfabläufe • Vorgaben für Austausch, Ersatzteile und Reparaturen |
| Verantwortlich | Hersteller, FM-Organisation und beauftragte Dienstleister |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Instandhaltungsplanung, Nachweise gegenüber Behörden und Versicherern |
Erläuterung
DIN EN 13460 legt Anforderungen an die Dokumentation in der Instandhaltung fest, um eine klare und einheitliche Informationsbasis zu schaffen. Die Norm zielt darauf ab, relevante Informationen über Wartung, Inspektion und Reparaturen systematisch zu erfassen, bereitzustellen und zu nutzen. Dadurch wird eine effektive Kommunikation ermöglicht und die Planung von Instandhaltungsmaßnahmen verbessert. Für das FM bedeutet dies, dass Unterlagen zu Wartungsintervallen, Prüfprotokollen, Sicherheitsprüfungen und Materialersatz bereitgestellt werden müssen. VDI 6026 Blatt 1.1 konkretisiert diese Anforderungen für FM-relevante Dokumentationen und stellt sicher, dass Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen so strukturiert sind, dass sie im Betrieb nutzbar bleiben.
Dokumentation von Dämm- und Brandschutzarbeiten an der TGA
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausführungsdokumentation Brandschutz |
| Zweck & Scope | Nachweis der fachgerechten Ausführung der brandschutzrelevanten Maßnahmen an Leitungen und Durchführungen |
| Relevante Regelwerke | DIN 18421 (VOB/C ATV), Musterbauordnung, Landesbauordnungen, Verwendbarkeitsnachweise (ABZ/ABP) |
| Kernelemente | • Angaben zu Materialien und Bauarten • Dokumentation der Abschottungen und Durchführungen |
| Verantwortlich | Ausführendes Unternehmen |
| Praktische Nutzung | Nachweis gegenüber der Bauaufsicht und im Betrieb; Grundlage für spätere Umbauten und Inspektionen |
Erläuterung
Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen sind „besondere Leistungen“ und müssen gesondert ausgeschrieben und dokumentiert werden. In Leistungsbeschreibungen nach DIN 18421 sind Art, Maße und Qualität der Dämm- und Brandschutzmaßnahmen sowie Anforderungen an Feuerwiderstand, Schallschutz und bauliche Einschränkungen detailliert anzugeben. Zur Dokumentation gehören vor allem Vorher- und Nachher-Fotos der Abschottungen sowie das Zusammenstellen von Produkt- und Sicherheitsdatenblättern, Prüf- und Herstellerbescheinigungen, Verwendbarkeitsnachweisen, Fachunternehmererklärungen und Übereinstimmungserklärungen. Die Nachweise sollen sowohl digital (z. B. PDF auf USB-Stick) als auch gedruckt bereitgestellt werden. Darüber hinaus verlangt die Musterbauordnung, dass jedes Durchbruchssystem mit einem Typenschild versehen wird; das Zulassungsdokument (allgemeine bauaufsichtliche Zulassung – ABZ – oder allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis – ABP) muss auf der Baustelle vorliegen und dem Bauherrn als Bestandteil der Dokumentation übergeben werden. Eine Konformitätserklärung kann ausgestellt werden, wenn nur geringfügige Abweichungen vom Zulassungsbescheid bestehen, jedoch sollte hierfür der Zulassungsinhaber oder ein Brandschutzsachverständiger konsultiert werden.
Bautagebuch – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bautagebuch |
| Zweck & Scope | Laufende Dokumentation des Baufortschritts, insbesondere für Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung |
| Relevante Regelwerke | HOAI – Objektüberwachung (Leistungsphase 8), VOB/B |
| Kernelemente | • Arbeitstände und Fortschrittsberichte • Abweichungen, besondere Ereignisse und festgestellte Mängel |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA bzw. Bauüberwachung |
| Praktische Nutzung | Nachweis bei Mängeln, Verzögerungen oder Streitfällen; Grundlage für Gewährleistungs- und Haftungsfragen |
Erläuterung
In der Leistungsphase 8 der HOAI muss der Fachplaner die Bauausführung überwachen, den Bauablauf dokumentieren und ein Bautagebuch führen. Das Bautagebuch enthält die täglichen Arbeitsstände, verzeichnet Abweichungen sowie besondere Vorkommnisse und dient als rechtsicherer Nachweis im Falle von Mängeln, Terminüberschreitungen oder Streitigkeiten. Fachbeiträge zur HOAI betonen, dass eine detaillierte Baustellendokumentation ein zentrales Instrument der Objektüberwachung ist und das spätere Prüfen von Rechnungen und Nachträgen ermöglicht. Für das Facility Management bilden diese Aufzeichnungen die Grundlage für die Bewertung von Gewährleistungsansprüchen und für die spätere Betriebsdokumentation.
Dokumentation des Vergabeverfahrens
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabedokumentation |
| Zweck & Scope | Nachweis eines ordnungsgemäßen Vergabeverfahrens; Begründung der Auswahlentscheidungen |
| Relevante Regelwerke | Vergabeverordnung (VgV), Unterschwellenvergabeordnung (UVgO), VOB/A 2019, HOAI |
| Kernelemente | • Vergabestrategie und Wahl des Verfahrens • Liste der Bewerber und Angebote • Dokumentation der Wertung |
| Verantwortlich | Öffentlicher Auftraggeber bzw. Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Sicherstellung der Transparenz, Nachprüfbarkeit und Rechtssicherheit; Grundlage für Prüfungen durch Kontrollstellen |
Erläuterung
Gemäß § 20 VOB/A muss der Ablauf des Vergabeverfahrens lückenlos und zeitnah in Textform dokumentiert werden. Die Dokumentation hat unter anderem Namen und Anschrift des Auftraggebers, Art und Umfang der Leistung, Auftragswert, Namen der berücksichtigten und ausgeschlossenen Bewerber sowie die Gründe für ihre Auswahl oder Ablehnung, die Begründung der Wahl des Verfahrens, die Entscheidung über die Vergabe und den Anteil der Fremdleistung zu enthalten. Diese umfassende Darstellung der Entscheidungsschritte gewährleistet Revisions- und Rechtssicherheit und bildet die Grundlage für eventuelle Nachprüfungsverfahren oder Vergabekontrollen.
Eignungsnachweise der Auftragnehmer
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Eignungsnachweise |
| Zweck & Scope | Nachweis der fachlichen, technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Bieter |
| Relevante Regelwerke | VOB/A 2019 |
| Kernelemente | • Angaben zum Umsatz der letzten drei Jahre • Referenzprojekte der letzten fünf Jahre • Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter nach Lohngruppen • Nachweise über Eintragung in Berufs- oder Handelsregister • Erklärungen zur Insolvenzfreiheit, Zuverlässigkeit und zur Zahlung von Steuern und Sozialabgaben • Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft |
| Verantwortlich | Bieter bzw. Auftragnehmer |
| Praktische Nutzung | Auswahl von qualifizierten Unternehmen und Sicherung der Qualität bei sicherheitsrelevanten Anlagen |
Erläuterung
Die VOB/A fordert, dass Bieter ihre Eignung durch geeignete Nachweise belegen. Dazu gehören Angaben zum Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, Referenzen über vergleichbare Leistungen in den letzten fünf Jahren, die Zahl der Beschäftigten gegliedert nach Lohngruppen, die Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister, Erklärungen über das Nichtvorliegen von Insolvenztatbeständen und über die ordnungsgemäße Entrichtung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sowie die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Diese Informationen ermöglichen es dem Auftraggeber, die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Bewerber zu bewerten und so die Qualität der sicherheitsrelevanten Anlagen zu gewährleisten.
Mengenermittlung – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Mengenermittlung |
| Zweck & Scope | Ermittlung abrechnungs- und kostenrelevanter Mengen für Leitungen, Geräte und Komponenten |
| Relevante Regelwerke | HOAI |
| Kernelemente | • Stückzahlen der Geräte • Längen von Leitungen und Kabeln • Anlagenteile |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Kostenkontrolle, Ausschreibungen, Abrechnung und FM-Planung |
Erläuterung
Die genaue Mengenermittlung ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausführungsplanung (HOAI-Leistungsphase 5). Fachbeiträge zur HOAI betonen, dass die präzise Berechnung aller benötigten Mengen die Basis für die Erstellung von Leistungsverzeichnissen und späteren Ausschreibungen bildet. In der Leistungsphase 6 werden die ermittelten Mengen weiter fortgeschrieben, detaillierte Leistungsbeschreibungen erstellt und die Kosten durch Vergleich mit der Kostenberechnung überwacht. Für das Facility Management ermöglicht die Mengenermittlung eine realistische Budgetplanung, die Absicherung von Ersatzteilbeständen und die spätere Kostenkontrolle im Betrieb.
Installateurerklärung – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Installateurerklärung bzw. Fachunternehmererklärung |
| Zweck & Scope | Bestätigung der normgerechten Ausführung der elektrischen Such- und Signalanlage und Festlegung des Leistungsumfangs |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV), EnWG § 49, DIN VDE-Bestimmungen |
| Kernelemente | • Konformitätserklärung mit den anerkannten Regeln der Technik |
| Verantwortlich | Auftragnehmer bzw. Elektroinstallateur |
| Praktische Nutzung | Voraussetzung für Abnahme und Betrieb; Grundlage für Haftung und Gewährleistung |
Erläuterung
Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verpflichtet Betreiber, Energieanlagen so zu errichten und zu betreiben, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist; dabei sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik, insbesondere die DIN-VDE-Bestimmungen, zu beachten. Der Installateur muss den normgerechten Aufbau und die Funktion der Anlage gegenüber dem Auftraggeber bestätigen und die Abnahmeunterlagen vollständig übergeben. Im Brandschutzbereich gehören Fachunternehmererklärungen und Übereinstimmungserklärungen zum obligatorischen Dokumentationsumfang. Diese Erklärungen dienen als Nachweis, dass die Installation den genehmigten Unterlagen und dem Stand der Technik entspricht und bilden die Grundlage für den sicheren Betrieb sowie für Gewährleistungs- und Haftungsfragen.
Ersatzteil- und Komponentenliste
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ersatzteil- / Komponentenliste |
| Zweck & Scope | Sicherstellung der langfristigen Instandhaltung und Verfügbarkeit der Such- und Signalanlagen |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV), VDI 6026 |
| Kernelemente | • Bezeichnung der Komponenten und Datenpunkte |
| Verantwortlich | Auftragnehmer bzw. Installateur |
| Praktische Nutzung | Unterstützung bei Wartung, Reparatur und Ersatzteilmanagement; Reduzierung von Ausfallzeiten |
Erläuterung
Revisionsunterlagen sollten neben Funktions- und Bestandsplänen auch detaillierte Angaben zu Ersatzteilen und Komponenten enthalten. Sie ermöglichen dem Betreiber, Art und Typ der verbauten Geräte zu erkennen und bei Bedarf Ersatz zu beschaffen. Der Bestand an Ersatzteilen und die zugehörigen Herstellerangaben bilden die Grundlage für effiziente Wartungs- und Reparaturprozesse. VDI 6026 stellt sicher, dass diese Angaben strukturiert und verständlich in die Dokumentation integriert werden.
Funktionsdiagramm (Prinzipschaltbild) – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktionsdiagramm / Prinzipschaltbild |
| Zweck & Scope | Darstellung des grundlegenden Funktionskonzepts der Such- und Signalanlage |
| Relevante Regelwerke | HOAI (LPH 2); VDI 6026-1 |
| Kernelemente | • Grundfunktion und Systemlogik • Hauptkomponenten und Signalwege • Erste Schnittstellen zu anderen Gewerken |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Entscheidungsgrundlage für Entwurf und weitere Planung |
Erläuterung
In der Vorplanungsphase konkretisiert der Planer die während der Grundlagenermittlung gesammelten Informationen zu einem ersten Planungskonzept. Für Such- und Signalanlagen bedeutet dies, die Grundfunktionen (z. B. Rufauslösung, Alarmierung, Quittierung) zu definieren und grafisch zu beschreiben. Das Prinzipschaltbild visualisiert wesentliche Komponenten (Melder, Aktoren, zentrale Auswerteeinheiten) und deren Signalwege. Es ermöglicht dem Facility Management bereits in der Vorplanung eine Bewertung der Systemkomplexität, der Schnittstellen zu anderen Gewerken und der späteren Instandhaltungsanforderungen. Das Dokument dient als Grundlage für Kostenschätzungen und Variantenvergleiche.
Funktions- und Strangschema – Entwurfsplanung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktions- und Strangschema |
| Zweck & Scope | Detaillierte Darstellung der Funktionszusammenhänge |
| Relevante Regelwerke | HOAI (LPH 3); VDI 6026-1 |
| Kernelemente | • Signal- und Funktionsketten • Strang- und Zonenbildung • Systemabhängigkeiten |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Abstimmung, Genehmigung und Kostenermittlung |
Erläuterung
Das Funktions- und Strangschema konkretisiert die Funktionsstruktur der Anlage. Neben den Hauptelementen werden Signal- und Funktionsketten sowie Zonen (z. B. Wohnbereiche, Servicebereiche) abgebildet. Die Darstellung ist detaillierter als das Prinzipschaltbild und berücksichtigt auch Abhängigkeiten zu anderen Gewerken, wie etwa der Brandmelde- oder Gebäudeautomationstechnik. Im Entwurf dient das Schema als Referenz für die Genehmigungsplanung, Kostenermittlungen und Verhandlungen mit beteiligten Fachplanern. Für das Facility Management ist es eine frühe Referenz für spätere Betriebs- und Prüfkonzepte.
Funktions- und Strangschema – Ausführungsplanung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktions- und Strangschema |
| Zweck & Scope | Ausführungsreife Darstellung der technischen Funktion |
| Relevante Regelwerke | HOAI (LPH 5); VDI 6026-1 |
| Kernelemente | • Konkrete Gerätezuordnung • Signalverläufe und Funktionslogik • Eindeutige Kennzeichnungen |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Referenz für Installation, Prüfung und Betrieb |
Erläuterung
In der Ausführungsplanung werden die Planunterlagen so detailliert ausgearbeitet, dass sie unmittelbar als Grundlage für die Ausführung dienen. Für Such- und Signalanlagen bedeutet dies, dass jedes Gerät (z. B. Ruftaster, Störmelder, Signalgeber) eindeutig zugeordnet, beschriftet und mit seinen Signalwegen dargestellt wird. Alle technischen Regelwerke – insbesondere die DIN-Normen für Ruf- und Notrufanlagen (z. B. DIN VDE 0834) und die elektrotechnischen VOB/C-Normen (DIN 18382) – sind einzuhalten. Das resultierende Schema beschreibt den Soll-Zustand der Anlage und ist für das Facility Management ein zentrales Betriebs- und Wartungsdokument.
Funktions- und Strangschema – Ausschreibungsergebnis
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktions- und Strangschema (LPH 7) |
| Zweck & Scope | Abgleich zwischen Planung und vergebener Leistung |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN 18379; DIN 18381 |
| Kernelemente | • Finaler Leistungsumfang • Anpassungen aus Vergabe |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Vertrags- und Abnahmegrundlage |
Erläuterung
Die Vergabephase definiert den vertraglich geschuldeten Umfang. Die neue Fassung der VOB/C (2019) präzisiert die notwendigen Unterlagen für Elektro- und Sicherheitsanlagen und verpflichtet den Auftragnehmer, Montage- und Werkplanungen nach VDI 6026 beim Auftraggeber einzureichen sowie rechtzeitig vor der Abnahme detaillierte Revisionsunterlagen zu übergeben. Das Funktions- und Strangschema im Ausschreibungsergebnis spiegelt diese Vereinbarungen wider. Es dient als Referenz für die Vertragsgestaltung, als Grundlage für die Abnahme und als Maßstab für Gewährleistungsansprüche. Für das Facility Management bedeutet dies Rechtssicherheit und Transparenz hinsichtlich des geschuldeten Systemzustands.
Gewerke- / Schnittstellenmatrix
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Gewerke- bzw. Schnittstellenmatrix |
| Zweck & Scope | Klärung technischer und organisatorischer Schnittstellen |
| Relevante Regelwerke | VDI 6039 |
| Kernelemente | • Abgrenzung zu anderen Gewerken • Zuständigkeiten |
| Verantwortlich | Technischer Planer TGA |
| Praktische Nutzung | Vermeidung von Zuständigkeitskonflikten im Betrieb |
Erläuterung
Eine Schnittstellenmatrix ordnet Verantwortlichkeiten eindeutig zu und verhindert Unklarheiten im späteren Betrieb. Sie verknüpft die Gewerke (z. B. Rufanlagen, Brandmeldeanlagen, Gebäudeautomation) und legt fest, wer bei Störungen, Wartung oder Umbauten zuständig ist. In der Praxis sollte die Matrix als Bestandteil der Inbetriebnahme- und Übergabedokumentation nach VDI 6039 geführt werden und in Kombination mit dem Funktionsschema die Nachvollziehbarkeit von Signalen gewährleisten. Das Facility Management nutzt die Matrix, um im Störungsfall schnell den Ansprechpartner zu identifizieren und Zuständigkeitskonflikte zu vermeiden.
Funktionsbeschreibung – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktionsbeschreibung |
| Zweck & Scope | Beschreibung des tatsächlich ausgeführten Systemverhaltens |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Kernelemente | • Funktionsabläufe im Betrieb • Betriebs- und Störfälle |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Einweisung und Betrieb |
Erläuterung
Mit Abschluss der Bauausführung muss der Auftragnehmer eine Funktionsbeschreibung vorlegen, die den realen Betrieb der Such- und Signalanlage dokumentiert. Die VOB/C verlangt hierzu, dass Montage- und Revisionsunterlagen rechtzeitig vor der Abnahme vorgelegt werden. Bei Rufanlagen weist die DIN VDE 0834 darauf hin, dass der Betreiber nur eingewiesene Personen einsetzen darf und dass das Personal regelmäßig geschult werden muss. Unregelmäßigkeiten und Störungen sind unverzüglich zu melden; sämtliche Störfälle, Instandsetzungen und Änderungen sind in einem bei der Anlage verfügbaren Betriebsbuch zu dokumentieren. Diese Funktionsbeschreibung bildet zusammen mit dem Betriebsbuch die Basis für die Einweisung des Betriebspersonals und ermöglicht dem Facility Management, das tatsächliche Anlagenverhalten nachzuvollziehen.
Instandhaltungsplan – Such- und Signalanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsplan |
| Zweck & Scope | Systematische Planung von Wartung und Prüfung |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 13306; DIN EN 15331 |
| Kernelemente | • Wartungsintervalle • Prüfarten und -umfänge |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur |
| Praktische Nutzung | Sicherstellung der Funktionsfähigkeit |
Erläuterung
Die europäische Norm DIN EN 13306 definiert Instandhaltung als Kombination aller technischen, administrativen und managementbezogenen Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung des funktionsfähigen Zustands. Der Instandhaltungsplan legt die Intervalle und Inhalte von Wartungen, Inspektionen und Funktionsprüfungen für Such- und Signalanlagen fest. Er berücksichtigt die Anforderungen der DIN EN 15331, die Kriterien für Planung, Steuerung und Überwachung von Instandhaltungsdienstleistungen in Gebäuden vorgibt. Für das Facility Management ist der Plan das zentrale Instrument, um gesetzliche Prüffristen einzuhalten, Ausfälle zu minimieren und den Lebenszyklus der Anlage zu optimieren.
Instandhaltungsplan – Elektrische Systeme (VOB/C)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsplan |
| Zweck & Scope | Hersteller- und ausführungsbezogene Wartungsvorgaben |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV) |
| Kernelemente | • Bauteilspezifische Wartung • Prüfmethoden |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Ergänzung des FM-Instandhaltungsplans |
Erläuterung
Dieser Plan basiert auf den Herstellerangaben für die eingesetzten Geräte sowie auf den Vorgaben der DIN 18382 und der DIN VDE 0834. Letztere schreibt vor, dass der Betreiber einer Rufanlage für ordnungsgemäße Inspektionen, Wartungen und Instandsetzungen sorgen muss. Inspektionen sind mindestens viermal jährlich durchzuführen und umfassen die Funktionskontrolle von Ruftasten, Signalleuchten und der Energieversorgung. Außerdem müssen alle Instandhaltungsarbeiten im Betriebsbuch dokumentiert werden. Der Instandhaltungsplan für elektrische Systeme ergänzt den allgemeinen Instandhaltungsplan, indem er bauteilspezifische Vorgaben (z. B. Funktionsprüfungen von Rufgeräten, Austauschzyklen von Akkumulatoren) und die hierzu erforderlichen Prüfmethoden beschreibt.
Wartungsplan / Wartungskalender
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungsplan |
| Zweck & Scope | Terminliche Organisation der Instandhaltung |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 13306 |
| Kernelemente | • Prüffristen • Verantwortlichkeiten |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur |
| Praktische Nutzung | Operatives Steuerungsinstrument im FM |
Erläuterung
Der Wartungsplan oder Wartungskalender setzt die im Instandhaltungsplan definierten Maßnahmen in einen zeitlichen Rahmen um. Er listet sämtliche Prüftermine, Wartungsaufträge und Zuständigkeiten auf und erleichtert die operative Steuerung. Im Facility Management dient der Kalender dazu, Ressourcen zu planen, Prüfungen fristgerecht durchzuführen und die gesetzlichen Nachweispflichten einzuhalten. Die Einbindung in Computerized Maintenance Management Systems (CMMS) ermöglicht automatische Erinnerungen und lückenlose Dokumentation.
Wartungsberichte
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungsbericht |
| Zweck & Scope | Nachweis durchgeführter Maßnahmen |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 13306 |
| Kernelemente | • Prüfergebnisse • Mängel und Maßnahmen |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur |
| Praktische Nutzung | Revisions- und Haftungsnachweis |
Erläuterung
Jede Wartung muss mit einem Bericht abgeschlossen werden, der Ergebnisse, festgestellte Mängel und durchgeführte Maßnahmen enthält. Bei Rufanlagen müssen alle Störungen, Reparaturen und Änderungen im Betriebsbuch der Anlage dokumentiert werden, um die Sorgfaltspflicht des Betreibers nachweisen zu können. Wartungsberichte sind nicht nur für interne Audits wichtig, sondern bilden auch die Grundlage für Gewährleistungsansprüche, Versicherungsdokumentation und die Erfüllung gesetzlicher Pflichten. Sie sollten vom Instandhaltungsingenieur unterzeichnet und dem Facility Management zur Archivierung übergeben werden.
Inventarliste
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Inventarliste |
| Zweck & Scope | Vollständige Erfassung aller System- und Komponentenbestände |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 13306 (Begriffe der Instandhaltung) |
| Kernelemente | • Komponenten • Standorte • Serien-/Inventarnummern • Zustände |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Manager |
| Praktische Nutzung | Asset-, Wartungs- und Lebenszyklusmanagement |
Erläuterung
Eine Inventarliste ist die Grundlage für das Asset-Management und die Instandhaltungsplanung. Die europäische Norm DIN EN 13306 definiert die Instandhaltung als Kombination technischer und administrativer Maßnahmen während des gesamten Lebenszyklus eines Objekts. Diese Definition zeigt, dass zum Erhalt der Funktionsfähigkeit auch die Dokumentation der Betriebsmittel gehört. Die Inventarliste erfasst sämtliche Komponenten mit Standort, Seriennummer und Zustand; dies schafft Transparenz für Wartungsstrategien, Ersatzteilmanagement und Budgetplanung. Ohne eine solche Bestandsdokumentation lässt sich der Instandhaltungsbedarf nicht zielgerichtet steuern, und spätere Prüf- sowie Auditnachweise gemäß den Anforderungen der VDI 6026 sind erschwert.
Aufgabenklärung – Ergebnisse
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Aufgabenklärungsdokument |
| Zweck & Scope | Festlegung von Zielen, Leistungsumfang und Randbedingungen |
| Relevante Regelwerke | HOAI |
| Kernelemente | • Schutzziele • Funktionsumfang • Schnittstellen • Betriebsanforderungen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Verbindliche Planungsgrundlage, Abstimmung mit Nutzer/Betreiber |
Erläuterung
Die Aufgabenklärung dient der eindeutigen Definition der Projektziele und der Leistungsgrenzen. Nach HOAI sind die Grundleistungen der technischen Ausrüstung in Leistungsphasen gegliedert und bedingen eine strukturierte Grundlagenermittlung. In diesem Dokument werden die Schutz- und Funktionsziele des Systems, dessen Umfang sowie Schnittstellen zur Elektrotechnik und zum Gebäudebetrieb festgelegt. Durch frühzeitige Abstimmung mit Nutzern und Betreibern lassen sich Zielkonflikte vermeiden und rechtliche Vorgaben, wie Sicherheits- und Arbeitsschutzanforderungen, berücksichtigen. Das Ergebnis bildet eine verbindliche Planungsgrundlage für die weiteren HOAI-Leistungsphasen und erleichtert spätere Abnahmen und Betreiberpflichten.
Kostenschätzung – Ergebnisse
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Kostenschätzung |
| Zweck & Scope | Erste Abschätzung der Investitionskosten |
| Relevante Regelwerke | HOAI, DIN 276 |
| Kernelement | • Vergleichswerte • Kostenspannen • Annahmen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Budgetrahmen, Projektentscheidung |
Erläuterung
Die Kostenschätzung gehört gemäß DIN 276 und HOAI zur Vorplanung (Leistungsphase 2). Sie dient als Grundlage für die Entscheidung über die weitere Projektverfolgung und legt den Rahmen der Baukosten fest. Für die Aufstellung sind Angaben zum Baugrundstück, Vorplanungsunterlagen sowie Mengen nach DIN 277 erforderlich. Die Gesamtkosten werden nach Kostengruppen in der zweiten Ebene der Kostengliederung ermittelt. Auf Basis von Vergleichswerten und Annahmen können Investitionsspannen dargestellt werden. Die Kostenschätzung ermöglicht es dem Bauherrn und dem Facility Manager, einen ersten Budgetrahmen zu definieren und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen anzustellen.
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Kostenberechnung |
| Zweck & Scope | Detaillierte Kostenaufstellung |
| Relevante Regelwerke | HOAI, DIN 276 |
| Kernelemente | • Mengen • Einheitspreise • Kostengliederung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Budgetfreigabe, Variantenvergleich |
Erläuterung
Die Kostenberechnung ist nach HOAI die Ermittlung der Kosten auf der Grundlage der Entwurfsplanung. Laut § 2 Abs. 11 HOAI müssen durchgearbeitete Entwurfszeichnungen, Mengenberechnungen und erläuternde Angaben herangezogen werden. Werden die Kosten nach DIN 276 ermittelt, sind die Gesamtkosten mindestens bis zur zweiten Ebene der Kostengliederung aufzuschlüsseln. Die Kostenberechnung gehört zur Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) und bildet die Grundlage für Budgetfreigaben, Variantenvergleiche und Honorarberechnungen. Sie ermöglicht eine höhere Genauigkeit als die Kostenschätzung und dient zugleich als anrechenbare Basis für das Honorar des Fachplaners.
Kostenfeststellung – Ergebnisse
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Kostenfeststellung |
| Zweck & Scope | Dokumentation der Ist-Kosten nach Ausführung |
| Relevante Regelwerke | DIN 276, HOAI |
| Kernelemente | • Abrechnung • Abweichungsanalyse |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Kostencontrolling, Benchmarking |
Erläuterung
Die Kostenfeststellung nach DIN 276 ermittelt und listet die während eines Bauprojekts tatsächlich entstandenen Kosten im Detail auf. Sie bildet die finale Stufe der Kostenermittlung und dient der Abrechnung der realen Baukosten nach der Endabnahme. In der Kostenfeststellung werden verifizierte Belege, Schlussrechnungen, Nachweise für unentgeltliche Leistungen sowie Abrechnungszeichnungen zusammengestellt. Die Aufstellung erfolgt auf der dritten Ebene der Kostengliederung. Die Kostenfeststellung ermöglicht Abweichungsanalysen zwischen Kostenberechnung und realen Kosten und liefert Kennzahlen für zukünftige Projekte sowie Benchmarking.
Leistungs- und Funktionsprüfungen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Funktions- und Leistungsprotokolle |
| Zweck & Scope | Nachweis der Soll-/Ist-Funktion |
| Relevante Regelwerke | HOAI, DIN 18382 (VOB/C) |
| Kernelemente | • Funktionsabläufe • Reaktionszeiten • Ergebnisbewertung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Abnahme, Betriebssicherheit, Audit |
Erläuterung
Leistungs- und Funktionsprüfungen dokumentieren, ob die installierten Such- und Signalisierungssysteme die vorgesehenen Funktionen erfüllen. Nach der ATV DIN 18382 müssen Werk- und Prüfbescheinigungen alle Messungen und Funktionsprüfungen enthalten, die die fachgerechte Installation und Inbetriebnahme belegen. Zu den Schlüsselelementen gehören Funktionsabläufe, Reaktionszeiten und die Bewertung der Ergebnisse. Die Protokolle werden von der Fachbauleitung und der verantwortlichen Elektrofachkraft unterzeichnet. Sie dienen als Nachweise gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherungen und sind integraler Bestandteil der Abnahmeunterlagen. Im Facility-Management sichern sie die Betriebssicherheit und ermöglichen Audits sowie Versicherungsprüfungen.
Messprotokolle – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Messprotokoll |
| Zweck & Scope | Elektrische Mess- und Sicherheitsnachweise |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C), DIN VDE 0100-600 |
| Kernelemente | • Messwerte • Grenzwerte • Bewertung |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Abnahme, Wiederholungsprüfungen |
Erläuterung
Messprotokolle dokumentieren elektrische Sicherheitsprüfungen wie Durchgängigkeit der Schutzleiter, Isolationswiderstandsmessungen und Spannungsfallprüfungen. Die VOB/C-Norm DIN 18382 fordert, dass Mess- und Prüfbescheinigungen die Einhaltung der Ausführungspläne und der VDE-Vorschriften bescheinigen. Die Norm DIN VDE 0100-600 beschreibt die Erstprüfung von Niederspannungsanlagen: Schutzleiter und Schutzpotenzialausgleichsleiter müssen durch Widerstandsmessung geprüft werden; der Isolationswiderstand ist künftig auch zwischen aktiven Leitern zu messen. Die Messungen dürfen nur mit geeigneten, kalibrierten Prüfmitteln durchgeführt werden, und die Geräte sind im Messprotokoll aufzuführen. Vor der Inbetriebnahme muss durch Besichtigen, Messen und Erproben nachgewiesen werden, dass die Anforderungen der VDE 0100 eingehalten wurden. Die Protokolle werden vom Installationsunternehmen erstellt und dienen der Abnahme sowie der Grundlage für spätere Wiederholungsprüfungen.
Bauphysik- und Statiknachweise (TGA-Dämm- und Brandschutzarbeiten)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bauphysikalischer / statischer Nachweis |
| Zweck & Scope | Sicherstellung von Trag- und Brandschutz |
| Relevante Regelwerke | DIN 18421 (VOB/C ATV) |
| Kernelemente | • Feuerwiderstände • Befestigungen • Materialien |
| Verantwortlich | Ausführendes Unternehmen |
| Praktische Nutzung | Abnahme, Bauaufsicht, Betrieb |
Erläuterung
Die ATV DIN 18421 legt die technischen Vertragsbedingungen für Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen fest. Sie regelt Baustoffe, Ausführung, Haupt- und Nebenleistungen sowie die Abrechnung. Die Norm gilt für Dämm- und Brandschutzarbeiten an Produktions- und Verteilungsanlagen sowie an technischen Gebäudeausrüstungen wie Apparaten, Behältern, Rohrleitungen, raumlufttechnischen Anlagen und Heizungs- und Klimaanlagen. In der Dokumentation müssen Feuerwiderstände, Befestigungsarten und verwendete Materialien nachgewiesen werden. Diese Nachweise dienen der Bauaufsicht und stellen sicher, dass Tragwerks- und Brandschutzanforderungen eingehalten werden. Das ausführende Unternehmen erstellt die Unterlagen; der Betreiber benötigt sie für die Abnahme und den sicheren Betrieb der Such- und Signalisierungssysteme, da diese Systeme häufig an gebäudetechnische Installationen gekoppelt sind.
Objektbegehungs- und Bestandsprotokoll
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Bestandsprotokoll |
| Zweck & Scope | Erfassung des technischen Ist-Zustands |
| Relevante Regelwerke | HOAI |
| Kernelemente | • Gebäudestruktur • vorhandene Systeme • Restriktionen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Planungsgrundlage, Genehmigungsfähigkeit |
Erläuterung
Das Bestandsprotokoll dokumentiert den aktuellen Zustand des Gebäudes und der vorhandenen technischen Anlagen. Es wird im Rahmen der Grundlagenermittlung und der Objektanalyse erstellt. Die HOAI weist der Grundlagenermittlung und der Vorplanung einen Anteil des Honorars zu und fordert die Erhebung der bestehenden Anlagen. Das Protokoll umfasst die Gebäudestruktur, vorhandene Such- und Signalisierungssysteme, bauliche Restriktionen und Besonderheiten. Diese Informationen bilden die Basis für die Genehmigungsfähigkeit der geplanten Maßnahmen und ermöglichen eine realistische Planung. Ohne eine sorgfältige Bestandsanalyse können Schnittstellen zu anderen Gewerken übersehen werden, was zu Verzögerungen oder Mehrkosten führt.
Anschluss- und Schnittstellenpläne
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Anschluss-/Schnittstellenpläne |
| Zweck & Scope | Darstellung aller Geräte- und Systemanschlüsse |
| Relevante Regelwerke | HOAI, DIN 18382 |
| Kernelemente | • Energieversorgung • Signal-/Netzwerkschnittstellen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Montage, Inbetriebnahme, Fehlersuche |
Erläuterung
Anschluss- und Schnittstellenpläne zeigen die physikalischen und logischen Verbindungen der Such- und Signalisierungssysteme mit der Stromversorgung, den Kommunikationsnetzen und den übrigen technischen Anlagen. Sie werden in der Ausführungsplanung erstellt und fortgeschrieben. Die Normen der VOB/C DIN 18382 verlangen, dass Ausführungs- und Montagepläne alle Installationsdetails enthalten und die exakte Lage der Sensoren, Alarmgeber und Steuerzentralen zeigen. Die Pläne dienen Monteuren als Grundlage für die Installation und erlauben dem Facility-Management eine fehlerfreie Integration in bestehende Gebäudestrukturen. Bei der Inbetriebnahme und später bei Störungen ermöglichen sie eine schnelle Fehlersuche und verhindern Fehlanschlüsse oder Beschädigungen.
Planungskonzept – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Planungskonzept |
| Zweck & Scope | Definition der Systemstrategie, der Schutz- und Leistungsziele und der Planungsgrundlagen |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Leistungsphase 1 – Grundlagenermittlung und Leistungsphase 2 – Vorplanung) |
| Kernelemente | • Beschreibung der Systemziele und Einsatzbereiche • Funktionsumfang, technische Randbedingungen, Erweiterungsmöglichkeiten • Schnittstellen zu anderen TGA-Systemen |
| Verantwortlich | Technischer TGA-Planer |
| Praktische Nutzung | Leitdokument für Entwurf, Kostenrahmen und Betriebsstrategien |
Erläuterung
Das Planungskonzept ist Ergebnis der HOAI-Leistungsphasen 1 und 2. Während der Grundlagenermittlung klärt der Planer gemeinsam mit dem Auftraggeber die Zielsetzung, Nutzungsanforderungen, rechtliche Rahmenbedingungen und technischen Schnittstellen. In der Vorplanung werden alternative Lösungsansätze untersucht und erste Dimensionierungen vorgenommen; der Planer muss die technischen Anforderungen in einem Vorplanungs-Raumbuch und einer Kostenschätzung gemäß DIN 276 darstellen. Das Facility Management nutzt das Planungskonzept zur Bewertung der Betriebssicherheit, Erweiterbarkeit und Wartungskosten sowie als Basis für die Leistungsverzeichnisse und Budgetierung.
Preisliste – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Preisliste |
| Zweck & Scope | Kostenübersicht für sämtliche Anlagenkomponenten und Dienstleistungen |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Kostenermittlung nach DIN 276 – Kostengruppen 452) |
| Kernelemente | • Einheitspreise für Komponenten und Montage • Leistungspositionen und Leistungsbeschreibungen • Kostenannahmen und Kalkulationsgrundlagen |
| Verantwortlich | Technischer TGA-Planer |
| Praktische Nutzung | Instrument zur Kostenkontrolle, Budgetierung und Nachtragsbewertung |
Erläuterung
Die Preisliste verknüpft das Planungskonzept mit der Kostenermittlung. In der Vorplanung erstellt der Planer die Kostenschätzung nach DIN 276 und ordnet die Kosten den Kostengruppen zu. Für Such- und Signalanlagen umfasst dies alle Komponenten der Personensuch-, Lichtruf-, Türsprech- und Türöffneranlagen. Für das FM erlaubt die Preisliste eine strukturierte Nachverfolgung von Investitions- und Folgekosten über den gesamten Lebenszyklus sowie eine objektive Bewertung von Nachträgen.
Protokoll zur Mängelbeseitigung aus der Abnahme – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Mängelbeseitigungsprotokoll |
| Zweck & Scope | Nachweis der Beseitigung der bei der Abnahme festgestellten Mängel |
| Relevante Regelwerke | HOAI und BGB (Abnahme), VOB/B |
| Kernelemente | • Auflistung der Mängel mit Ort und Beschreibung • Festlegung von Maßnahmen, Fristen und Verantwortlichen • Bestätigung der Mangelfreiheit durch den Auftraggeber |
| Verantwortlich | Technischer TGA-Planer bzw. Bauleiter |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die Schlussabnahme und den Beginn der Gewährleistungsfrist |
Erläuterung
Das Mängelbeseitigungsprotokoll dokumentiert, dass alle bei der technischen Abnahme festgestellten Mängel behoben wurden. Ohne diese Dokumentation darf die Schlussabnahme nicht erfolgen. Für das FM ist das Protokoll entscheidend, um Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Auftragnehmer abzugrenzen und Betreiberpflichten zu übernehmen.
Inbetriebnahme- und Einstellbericht – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Inbetriebnahme- und Einstellbericht |
| Zweck & Scope | Nachweis der ordnungsgemäßen Inbetriebnahme und Parametrierung der elektrischen Anlage |
| Relevante Regelwerke | VOB/C, ATV DIN 18382 (Elektroenergie- und informationstechnische Anlagen) |
| Kernelemente | • Auflistung aller Prüf- und Messungen inklusive Prüfzeugnisse (z. B. nach DIN VDE 0100-600) • Parameter- und Funktionsdaten der Anlage • Dokumentierte Funktionsnachweise und Soll-Ist-Vergleich |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur |
| Praktische Nutzung | Basisdokument für den Anlagenbetrieb, Wartung und Störungsanalyse |
Erläuterung
Die ATV DIN 18382 verlangt, dass der Auftragnehmer die installierte Anlage vor Übergabe prüft und in Betrieb setzt. Hierzu gehören Funktionsprüfungen, Messungen und Einstellungen sowie die Übergabe der Einstellprotokolle an den Auftraggeber. Der Bericht hält den betriebsrelevanten Sollzustand fest und dient dem Facility Management als Vergleichsbasis bei Störungen oder Umbauten.
Protokoll zur Einweisung des Betriebspersonals – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Einweisungsprotokoll |
| Zweck & Scope | Nachweis der fachlichen Unterweisung des Bedien- und Wartungspersonals |
| Relevante Regelwerke | VOB/C, ATV DIN 18382 |
| Kernelemente | • Einweisungsinhalte (Bedienung, Wartung, Sicherheitsvorschriften) • Hinweise zu Gefahren und Verantwortlichkeiten • Teilnehmerliste und Bestätigung der Teilnahme |
| Verantwortlich | Auftragnehmer/Installateur |
| Praktische Nutzung | Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherern über die ordnungsgemäße Unterweisung |
Erläuterung
Gemäß DIN 18382 muss der Auftragnehmer das Betriebspersonal in die Bedienung, Wartung und Sicherheitsfunktionen der Anlage einweisen und dies dokumentieren. Für das FM ist diese Einweisung unerlässlich, um die sichere und bestimmungsgemäße Nutzung zu gewährleisten und Schulungen nach DGUV Vorschrift 3 nachzuweisen.
Prüfbuch – Elektrische Anlagen und Betriebsmittel
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Prüfbuch |
| Zweck & Scope | Dokumentation aller wiederkehrenden Prüfungen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel |
| Relevante Regelwerke | DGUV Vorschrift 3, DGUV Information 203-071 |
| Kernelemente | • Angaben zu Prüfumfang, Fristen und durchgeführten Messungen • Ergebnisse und festgestellte Mängel mit Maßnahmen • Unterschrift des Prüfenden sowie verwendete Messgeräte |
| Verantwortlich | Betreiber / Facility Management |
| Praktische Nutzung | Nachweis gegenüber Berufsgenossenschaften und Versicherern |
Erläuterung
DGUV Vorschrift 3 schreibt vor, dass der Unternehmer regelmäßig die Wirksamkeit der Schutzeinrichtungen elektrischer Anlagen prüfen und auf Verlangen der Berufsgenossenschaft darüber ein Prüfbuch führen muss. Die DGUV Information 203-071 präzisiert, dass die Dokumentation mindestens Angaben zur Identifikation des Betriebsmittels, Datum, Umfang und Anlass der Prüfung, Prüfergebnis, nächste Prüffrist und die Unterschrift des Prüfenden enthalten muss. Typische Formen sind Prüfbücher, Prüfkarten oder Datenbanken. Das FM nutzt das Prüfbuch zur fristgerechten Organisation der Prüfungen und zur rechtskonformen Dokumentation gegenüber Aufsichtsbehörden.
Raumbuch (gesamt)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Raumbuch |
| Zweck & Scope | Raumbezogene Dokumentation der technischen Ausstattung, Nutzung und Zugänglichkeit |
| Relevante Regelwerke | VDI 6023-1; VDI 3810-2/VDI 6023-3; VDI-MT 3810-1; VDI 6070-1 |
| Kernelemente | • Auflistung aller Räume mit Nutzungsbeschreibung • Zuordnung der Signalkomponenten (Rufeinheiten, Anzeige- und Bedienelemente) • Angaben zu Zugangs-, Wartungs- und Fluchtwegen |
| Verantwortlich | Eigentümer in Abstimmung mit dem TGA-Planer |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Betrieb, Wartung, Umbauten und Betreiberpflichten |
Erläuterung
Die VDI-Richtlinienreihe 3810/6023 definiert das Raumbuch als abgestimmtes Dokument zwischen Auftraggeber, Architekten und TGA-Planern, das die Raumfunktionen und die erforderliche technische Ausstattung beschreibt. Es dokumentiert die Nutzung der Entnahmestellen und dient als Grundlage für die Auslegung der Trinkwasser- und Signal-Installationen. VDI 6070-1 legt allgemeine Anforderungen an Raumbücher und deren maschinenlesbare Struktur für alle Lebenszyklusphasen fest, von der Konzeptphase bis zum Betrieb. Das FM kann über das Raumbuch die Zuordnung der Signalanlagen zu den Räumen nachvollziehen und Wartungs- sowie Prüfintervalle planen.
Raumbuch – Technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Technisches Raumbuch (Vorplanung) |
| Zweck & Scope | Vorläufige technische Raumdefinition und Erfassung der Funktionen |
| Relevante Regelwerke | HOAI Anlage 15, DIN 1988-200 |
| Kernelemente | • Raumfunktionen und erste Anforderungen an die Such- und Signalanlagen • Vorgesehene Installationszonen und Platzbedarf • Hinweise zu Medienversorgung und Schnittstellen |
| Verantwortlich | Technischer TGA-Planer in Abstimmung mit dem Auftraggeber |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Kostenschätzung und weitere Planung |
Erläuterung
Das Raumbuch – technischer Teil (LPH 2) dient der vorläufigen technischen Beschreibung der Räume und der strukturierten Erfassung der Funktionen sowie der ersten Anforderungen an Such- und Signalanlagen. Auf Grundlage der HOAI Anlage 15 und der DIN 1988-200 bildet es eine wesentliche Basis für die Kostenschätzung, die Ableitung von Platz- und Installationsbedarfen sowie für die weitere Fachplanung und Abstimmung im Facility Management.
Raumbuch – Technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)
| Feld | Inhalt | |
|---|---|---|
| Dokumenttyp | Technisches Raumbuch (Entwurf) | |
| Zweck & Scope | Konkretisierung der technischen Ausstattung und Integration in den Entwurf | |
| Relevante Regelwerke | HOAI Anlage 15 | |
| Kernelemente | • Festgelegte Systemlösungen (z. B. spezifische Rufanlagen, Signalgeber) • Dimensionierung und technische Daten der Komponenten • Aktualisierte Montage- und Wartungshinweise | |
| Verantwortlich | Technischer TGA-Planer | |
| Praktische Nutzung | Übergang in die Ausführungsplanung und Vorbereitung von Ausschreibung und Montage |
Erläuterung
In der Vorplanung (HOAI Leistungsphase 2) erstellt der Planer ein technisches Raumbuch, das die Nutzungen, Raumfunktionen und ersten technischen Anforderungen festhält. In der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) wird das Raumbuch konkretisiert, alle Systeme und Komponenten werden dimensioniert und mit ihren technischen Daten und Schnittstellen beschrieben. Das FM nutzt diese Dokumente, um frühzeitig die betrieblichen Auswirkungen zu erkennen und die späteren Wartungs- und Prüfpflichten vorzubereiten.
Auditunterlagen – Such- und Signalanlagen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Auditdokumente |
| Zweck & Scope | Systematische Bewertung des Betriebs, der Organisation und der Dokumentation |
| Relevante Regelwerke | VDI 6026-1 |
| Kernelemente | • Auditkriterien (z. B. Vollständigkeit der Dokumentation, Einhaltung der Prüfintervalle) • Feststellungen zu technischen und organisatorischen Abweichungen • Maßnahmenempfehlungen und Verfolgung der Umsetzung |
| Verantwortlich | Auditor (intern oder extern), Betreiber und Facility Management |
| Praktische Nutzung | Sicherstellung der Qualität, Rechtskonformität und kontinuierlichen Verbesserung |
Erläuterung
VDI 6026 Blatt 1 legt Anforderungen an Umfang, Struktur und Erstellung der Unterlagen für Planung, Bau und Betrieb von TGA-Anlagen fest. Die Richtlinie beschreibt, wie die erforderlichen Unterlagen für unterschiedliche Beteiligte aufzubereiten sind und bietet Tabellen zur Übersicht der Dokumenttypen. Fachartikel unterstreichen, dass VDI 6026 die Erstellung von Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen standardisiert und keine zusätzlichen Pflichten schafft, aber als Leitfaden für Planer, Betreiber und Behörden dient. Auditdokumente ermöglichen dem FM, die Einhaltung der gesetzlichen und normativen Anforderungen zu überprüfen, Abweichungen zu erkennen und Maßnahmen zur Verbesserung zu initiieren.
Schadstoff- und Emissionsberechnungen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schadstoff-/Emissionsberechnung |
| Zweck & Scope | Bewertung möglicher Emissionen der technischen Komponenten und Baustoffe im geplanten Such- und Signalsystem. |
| Relevante Regelwerke | HOAI, TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) |
| Kernelemente | • Annahmen zu Materialien und Betriebsmitteln (z. B. Kunststoffleitungen, Akkumulatoren). • Rechenansätze und Ergebnisse der Emissionsberechnung (Luft-/Geruchs-/Staubemissionen). |
| Verantwortlich | Technischer TGA-Planer (Fachplaner Elektro/Sicherheitstechnik) |
| Praktische Nutzung | Nachweis für umwelt- und genehmigungsrechtliche Fragen, Unterstützung bei Sanierungs- oder Erweiterungsmaßnahmen. |
Erläuterung
Bereits in der frühen Planungsphase müssen die umweltrelevanten Auswirkungen von Such- und Signalanlagen erfasst werden. Die TA Luft definiert Emissionen als von einer Anlage ausgehende Luftverunreinigungen. Emissionsquellen und die Art der Emissionsangabe werden dort exakt beschrieben. In Verbindung mit der HOAI ist eine Emissionsberechnung deshalb Bestandteil der Grundlagenermittlung: Sie bewertet Material- und Betriebsstoffe hinsichtlich ihrer Emissionsfaktoren und dokumentiert die Berechnungsmethoden. Diese Unterlage ist für Bau- und Umweltbehörden notwendig und unterstützt das FM bei Genehmigungsverfahren oder bei Umbauten.
Schlitz- und Durchbruchpläne – Ausführungsplanung (LPH 5)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schlitz- und Durchbruchpläne (Ausführungsplanung) |
| Zweck & Scope | Festlegung und Koordination baulicher Eingriffe (Schlitze, Bohrungen, Durchbrüche) für die Leitungsführung. |
| Relevante Regelwerke | HOAI, DIN 18379/18381 (bei raumlufttechnischen Anlagen) |
| Kernelemente | • Lage, Dimension und Anzahl der benötigten Öffnungen in Wänden, Decken und Böden. • Zuordnung zu Leitungswegen (Spurführung der Kabeltrassen). |
| Verantwortlich | Technischer TGA-Planer |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die Baukoordination und die sachgerechte Herstellung der Öffnungen. |
Erläuterung
Das Erstellen von Schlitz- und Durchbruchplänen gehört zu den Grundleistungen der Ausführungsplanung. Der Leitfaden der buildingSMART-Arbeitsgruppe betont, dass die HOAI in Leistungsphase 5 das Anfertigen von Schlitz- und Durchbruchsplänen fordert. Die Pläne dienen nicht nur der montagefreundlichen Leitungsführung, sondern auch der statischen Abstimmung: grössere Durchbrüche erfordern eventuell Stürze oder spezielle Durchführungen. Ein Beitrag im HOAI-Forum weist darauf hin, dass Schlitz- und Durchbruchpläne sicherstellen, dass das Gebäude in allen Details fachlich einwandfrei errichtet wird und keine Schäden durch Leitungsdurchdringungen entstehen. Für das FM sind diese Unterlagen später wichtig, um bei Umbauten die vorhandenen Leitungswege zu kennen und Kollisionsrisiken zu vermeiden.
Schlitz- und Durchbruchpläne – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schlitz- und Durchbruchpläne (Vergabe-/Ausführungsergebnis) |
| Zweck & Scope | Abgleich zwischen der geplanten Durchbruchplanung und dem im Vergabeverfahren beauftragten Leistungsumfang. |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN 18379/18381; VOB/C – DIN 18382 |
| Kernelemente | • Finaler Leistungsumfang, einschließlich Änderungen aus dem Vergabeverfahren. • Kennzeichnung von zusätzlichen Öffnungen oder gestrichenen Leistungen. |
| Verantwortlich | Technischer TGA-Planer in Abstimmung mit dem Bauherrn und dem Auftragnehmer |
| Praktische Nutzung | Vertrags- und Abnahmegrundlage; hilft dem FM, vertraglich geschuldete Leistungen nachzuvollziehen. |
Erläuterung
Die endabgestimmten Schlitz- und Durchbruchpläne dokumentieren, welche Öffnungen tatsächlich beauftragt wurden. Die HOAI-Leistungsphase 7 umfasst die Mitwirkung bei der Vergabe, d. h. Prüfung der Angebote und Formulierung von Vergabevorschlägen. Nur wenn Planung und Ausschreibung miteinander abgeglichen werden, kann das FM später nachvollziehen, ob nachträgliche Änderungen vereinbart oder zusätzliche Arbeiten erforderlich waren. Diese Pläne sind Bestandteil der Vertragsunterlagen und müssen bei der Abnahme vorliegen.
Schnittstellenkatalog
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Schnittstellenkatalog |
| Zweck & Scope | Definition technischer und organisatorischer Schnittstellen zwischen allen beteiligten Gewerken (Elektro, IT, Bau, Brandschutz usw.). |
| Relevante Regelwerke | VDI 6039 (Inbetriebnahmemanagement), DIN 276 (Kostenstruktur) |
| Kernelemente | • Abgrenzung der Leistungen zwischen den Gewerken. • Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kommunikationswegen. |
| Verantwortlich | Technischer TGA-Planer oder FM-Koordinator in Abstimmung mit dem Bauherrn |
| Praktische Nutzung | Vermeidung von Zuständigkeitskonflikten; Grundlage für das Koordinations- und Mängelmanagement. |
Erläuterung
Die Bayerische Architektenkammer betont, dass die Festlegung von Schnittstellen die Basis für einen reibungslosen Projektablauf ist. Ihr Muster-Schnittstellenkatalog dient als Orientierungshilfe für Architekten, Ingenieure und Bauherren, zeigt konkret, welche Leistungen von wem zu erbringen sind, und bildet die Grundlage für projektspezifische Zuständigkeitsregelungen. Im FM-Betrieb ermöglicht der Schnittstellenkatalog, bei Störungen oder Wartung sofort die zuständige Stelle zu identifizieren. Die VDI 6039 fordert, dass im Rahmen des Inbetriebnahmemanagements Schnittstellen und Verantwortlichkeiten frühzeitig definiert und dokumentiert werden.
Stromlaufpläne – Technische Ausrüstung (LPH 5)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Stromlaufplan (Soll-Planung) |
| Zweck & Scope | Darstellung der geplanten elektrischen Verschaltung der Such- und Signalanlage, einschließlich Energie-, Signal- und Steuerkreise. |
| Relevante Regelwerke | HOAI; DIN EN 61082-1; DIN VDE 0100-600 |
| Kernelemente | • Struktur der Versorgungskreise; Zuordnung von Leitungen und Schutzgeräten. • Darstellung von Signal- und Steuerleitungen, Netzersatz- oder Batterieanlagen. |
| Verantwortlich | TGA-Planer (Elektrotechnik) |
| Praktische Nutzung | Grundlage für die fachgerechte Montage, Prüfung und spätere Fehlersuche. |
Erläuterung
Die Norm DIN EN 61082-1 gibt allgemeine Regeln für Schaltpläne, Zeichnungen und Tabellen in der Elektrotechnik. Sie betont, dass eine geeignete technische Dokumentation für Planung, Installation, Nutzung, Wartung und Rückbau wesentlich ist; alle Informationen müssen eindeutig, anwendungsorientiert und lesbar sein. Grafische Symbole müssen den Normen der Reihe DIN EN 60617 entsprechen. In LPH 5 erstellt der Fachplaner daher Stromlaufpläne, die den Soll-Zustand der Anlage abbilden und z. B. Redundanzen oder Sicherheitsstromkreise berücksichtigen. Diese Pläne dienen dem FM später als Referenz für Abweichungsanalysen.
Stromlaufpläne – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Stromlaufpläne (Montageplanung) |
| Zweck & Scope | Konkretisierung der Ausführung durch den Auftragnehmer; detaillierte Darstellung von Klemmen, Anschlüssen und Gerätelisten. |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C – Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen); DIN EN 61082-1 |
| Kernelemente | • Klemmen- und Anschlusspläne, Aderkennzeichnungen. • Gerätekennzeichnungen, Stücklisten und Montagehinweise. |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Arbeitsunterlage für die fachgerechte Installation; dokumentiert die Ausführungstiefe. |
Erläuterung
Die VOB/C (DIN 18382) verpflichtet den Auftragnehmer, für Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen die erforderlichen Stromlaufpläne, Klemmen- und Anschlusspläne zu erstellen. Die Dokumentation muss so gestaltet sein, dass sich der Elektriker auch ohne genaue Ortskenntnis schnell einen guten Überblick über die Anlagenteile verschaffen kann. Dies umfasst auch eindeutige Kennzeichnungen und Gerätezuordnungen. Für FM-Belange sind diese Pläne wichtig, um Wartungs- und Reparaturarbeiten zielgerichtet durchführen zu können.
Stromlaufpläne – Ausführungsstand (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Revisions-Stromlaufpläne |
| Zweck & Scope | Dokumentation des tatsächlich ausgeführten Anlagenzustands nach Fertigstellung. |
| Relevante Regelwerke | DIN 18015-1; DIN 18382; DIN VDE 0100-600 |
| Kernelemente | • Endgültige Leitungsführung und Anschlussbelegung. • Abweichungen zur Soll-Planung und Nachtragsdokumentation. |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur, geprüft vom Bauleiter |
| Praktische Nutzung | Maßgebliche Betriebs- und Wartungsunterlage für das FM; dient als Nachweis bei Änderungen, Störungen und Versicherungsfällen. |
Erläuterung
Revisions-Stromlaufpläne zeigen den Ist-Zustand der Anlage. Die Dokumentation elektrischer Anlagen muss rechtssicher sein und dem Betreiber eine schnelle Orientierung ermöglichen. DIN 18015 fordert, dass die Dokumentation nachgeführt wird und die aktuellen Wartungs- und Prüfintervalle enthält. Zudem haben Betreiber die Pflicht, eine aussagekräftige Dokumentation vorzuhalten, um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Für das FM sind Revisionsunterlagen deshalb die wichtigste technische Referenz bei Instandhaltung und bei Umbauten.
Übersichts-Stromlaufpläne nach DIN EN 61082-1 – Montageplanung (LPH 7+)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Übersichts-Stromlaufplan |
| Zweck & Scope | Gesamtüberblick über die elektrische Struktur des Such- und Signalsystems; Zusammenfassung der Hauptkomponenten und Netzverknüpfungen. |
| Relevante Regelwerke | DIN EN 61082-1; DIN 18382 |
| Kernelemente | • Darstellung der Systemtopologie und der Stromkreisgruppen. • Kennzeichnung der Hauptkomponenten (Zentrale, Netzersatz, Melderlinien). |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Schnelle Orientierung im Betrieb; Unterstützung bei Störungssuche und Notfallmanagement. |
Erläuterung
Übersichtspläne dienen dem schnellen Verständnis des Systems. Die Norm DIN EN 61082-1 empfiehlt, für unterschiedliche Anwendungsbereiche getrennte Dokumentationen zu erstellen, die auf den jeweiligen Zweck abgestimmt sind. Übersichtspläne helfen dem FM, bei einer Störung oder im Notfall die Struktur des Systems zu erkennen, ohne in detaillierte Stromlaufpläne einsteigen zu müssen.
Übersichts-Stromlaufpläne – Revisionsstand (LPH 8)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Übersichts-Stromlaufplan (Revision) |
| Zweck & Scope | Abbildung des finalen Systemzustands mit allen Komponenten, Anschlüssen und Funktionszusammenhängen. |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382; DIN EN 61082-1 |
| Kernelemente | • Finaler Aufbau des Such- und Signalsystems. • Darstellung der tatsächlichen Funktionszusammenhänge. |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Betrieb, Prüfung und Schulung; ermöglicht schnellen Systemüberblick für das FM. |
Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibungen
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Ausschreibungsunterlagen |
| Zweck & Scope | Beschreibung des vollständigen Leistungsumfangs, der Qualität und der Schnittstellen der Such- und Signalanlage für das Vergabeverfahren. |
| Relevante Regelwerke | HOAI (LPH 6 – Vorbereitung der Vergabe); VOB/A 2019; VOB/C – DIN 18382 |
| Kernelemente | • Technische Anforderungen an Geräte, Leitungen und Systemintegration. • Detaillierte Leistungsbeschreibungen und Mengenangaben (Leistungsverzeichnisse). • Definition von Schnittstellen, Wartungsleistungen und Qualitätsmerkmalen. |
| Verantwortlich | Technischer TGA-Planer in Abstimmung mit dem Bauherrn und dem FM |
| Praktische Nutzung | Grundlage für eine rechtssichere Vergabe; ermöglicht vergleichbare Angebote und legt die Basis für die Qualität und Wartbarkeit der Anlage. |
Erläuterung
Die Leistungsphase 6 der HOAI (Vorbereitung der Vergabe) überführt die Ausführungsplanung in Leistungsverzeichnisse und Ausschreibungsunterlagen. Sie bildet die Brücke zwischen Ausführungsplanung und Vergabe: Detaillierte Ausführungspläne werden in Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungsunterlagen überführt, damit Bieter auf einer klaren, vollständigen und vergleichbaren Grundlage ihre Angebote erstellen können. Zu den Inhalten der LPH 6 gehören laut ToPeople die Erstellung von Leistungsverzeichnissen, die Beschreibung der Bauleistungen in Textform und Mengenangaben sowie die Zusammenführung aller Ausschreibungsunterlagen einschließlich Pläne und technischer Nachweise. Für Such- und Signalanlagen müssen darüber hinaus Schnittstellen zu anderen Gewerken (z. B. Lüftung, Brandschutz), Anforderungen an Alarmierungsarten sowie Qualitäten der Geräte (z. B. VdS-Zulassungen) beschrieben werden. Die präzise Ausarbeitung der Ausschreibung ist entscheidend, um langfristig Qualität, Wartbarkeit und Betriebssicherheit der Anlage sicherzustellen. Unvollständige oder unklare Leistungsbeschreibungen führen im Betrieb häufig zu Nachträgen und Konflikten.
Vergabevorschlag – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Vergabevorschlag |
| Zweck & Scope | Grundlage für die Auftragserteilung an einen geeigneten Errichter der Such- und Signalanlagen |
| Relevante Regelwerke | HOAI, insbesondere Leistungsphase 7 (Mitwirkung bei der Vergabe) |
| Kernelemente | • Angebotsvergleich und Preisspiegel • Technische, wirtschaftliche und qualitative Bewertung • Begründete Vergabeempfehlung |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / Projektleitung |
| Praktische Nutzung | Prüffähige Entscheidungsdokumentation für Auftraggeber und FM |
Erläuterung
Die HOAI verpflichtet den Fachplaner in Leistungsphase 7 zur Mitwirkung bei der Vergabe. Dazu gehören das Prüfen und Werten der Angebote, das Aufstellen von Preisspiegeln und das Erstellen der Vergabevorschläge. Für Such- und Signalanlagen muss der Vergabevorschlag nachvollziehbar die Eignung, Wirtschaftlichkeit und Qualität der Angebote darstellen. Das Facility Management kann daraus später Qualitätsstandards und vertragliche Verpflichtungen ableiten.
Wirtschaftlichkeitsnachweis – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wirtschaftlichkeitsnachweis |
| Zweck & Scope | Lebenszykluskostenvergleich von Anlagenvarianten; Grundlage für Investitions- und Betriebsentscheidungen |
| Relevante Regelwerke | VDI 2067 (Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen) |
| Kernelemente | • Gegenüberstellung von Investitions-, Betriebs- und Instandhaltungskosten • Variantenvergleich unter identischen Rahmenbedingungen • Sensitivitätsanalysen |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / Wirtschaftlichkeitsgutachter |
| Praktische Nutzung | Budgetierung, Kostencontrolling und Entscheidungsgrundlage für Variantenwahl |
Erläuterung
Die Richtlinie VDI 2067 wurde entwickelt, um wirtschaftliche Vergleiche gebäudetechnischer Systeme zu ermöglichen. Sie fordert, dass alle relevanten Kosten über den Lebenszyklus (Investitionen, Betrieb, Instandhaltung, Ersatz) ermittelt und in vergleichbare Werte umgerechnet werden. Facility-Manager nutzen den Wirtschaftlichkeitsnachweis zur Auswahl der Variante mit den geringsten Gesamtkosten bei gleichem Nutzwert und als Grundlage für Kostenplanungen und Verträge.
Grafische Darstellung – Entwurfsplanung (LPH 3)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Grafische Darstellung (Vorentwurfs-/Entwurfsplan) |
| Zweck & Scope | Visualisierung des technischen Konzepts und der Systemstruktur |
| Relevante Regelwerke | HOAI LPH 3; VDI 6026 |
| Kernelemente | • Systemübersicht mit Hauptkomponenten und Funktionszonen • Räume und Bereiche im Maßstab 1:100 (bei Gebäuden) • Integration der Beiträge anderer Planungsbeteiligter |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Abstimmung mit Betreiber, Brandschutz und Arbeitsschutz; ermöglicht frühzeitige Beurteilung der Zugänglichkeit und des Betriebsaufwands |
Erläuterung
Die HOAI verlangt in LPH 3 das Erarbeiten der Entwurfsplanung unter Berücksichtigung aller technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Vorgaben. Die Ergebnisse müssen als Zeichnungen im erforderlichen Umfang und Detaillierungsgrad bereitgestellt werden. VDI 6026 definiert dazu einheitliche Planungsunterlagen und fordert, dass Planer die Unterlagen phasenorientiert bereitstellen. Für das Facility Management ist die grafische Darstellung eine frühe Entscheidungshilfe für spätere Betriebsanforderungen.
Grafische Darstellung – Ausführungsplanung (LPH 5)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Grafische Darstellung (Ausführungs-/Montagepläne) |
| Zweck & Scope | Grundlage für die detaillierte Ausführung und Montage |
| Relevante Regelwerke | HOAI LPH 5; VDI 6026; DIN 18382 (VOB/C) |
| Kernelemente | • Detaillierte Ausführungs-, Konstruktions- und Leitungspläne im Maßstab 1:50 bis 1:1 • Angabe von Gerätestandorten, Kabelführungen und Montagehinweisen • Koordination mit anderen Gewerken |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA / ausführende Firmen |
| Praktische Nutzung | Verbindliche Grundlage für Montage, Bauüberwachung und spätere Umbaumaßnahmen; erleichtert die Koordination unterschiedlicher Gewerke |
Erläuterung
Die Ausführungsplanung erarbeitet alle für die Ausführung notwendigen Einzelangaben. Sie umfasst detaillierte Montage- und Konstruktionszeichnungen und wird während der Ausführung fortgeschrieben. Nach DIN 18382 müssen Montage- und Leitungspläne vor Ausführung erstellt werden; sie gewährleisten eine strukturierte Verdrahtung und werden auf Normkonformität überprüft. Für das Facility Management bieten sie eine belastbare Dokumentationsgrundlage für spätere Wartung und Anpassungen.
Grafische Darstellung – Ausschreibungsergebnis (LPH 7)
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Endgültige System- und Ausführungszeichnung |
| Zweck & Scope | Abbildung des vertraglich vereinbarten Leistungsumfangs und Abgleich von Planung und Vergabe |
| Relevante Regelwerke | HOAI LPH 7; DIN 18382; DIN 18381 (sanitärtechnische Anlagen); DIN 18379 (raumlufttechnische Anlagen) |
| Kernelemente | • Endgültiger Systemumfang, Gerätestandorte und Leitungsführung • Abgleich von Planungs- und Vergabeunterlagen • Basis für Abnahme und Betrieb |
| Verantwortlich | Fachplaner TGA |
| Praktische Nutzung | Referenz bei der Abnahme und spätere Vertragsnachweis; dient dem FM als „As-built“-Dokument für den Betriebsstart |
Erläuterung
In Leistungsphase 7 erstellt der Fachplaner die Vergabevorschläge und vergleicht die Ausschreibungsergebnisse mit den bepreisten Leistungsverzeichnissen. Die endgültigen Ausführungspläne dokumentieren den Vertragsstand und dienen als Grundlage für Abnahme und Betrieb. Nach DIN 18382 werden Anschluss- und Ausführungspläne nach Abschluss der Installation aktualisiert und als verbindliche Informationsquelle für Wartung und Systemanpassungen archiviert.
Werks- und Prüfzeugnisse – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Werks- und Prüfzeugnisse (Werkprüfbescheinigungen, Konformitätsnachweise) |
| Zweck & Scope | Nachweis der normgerechten Ausführung und Einhaltung der technischen Anforderungen |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV); DGUV Vorschrift 3; VDI 6026 |
| Kernelemente | • Prüfprotokolle über die Erst- und Funktionsprüfungen • Konformitätsbescheinigungen und Zertifikate • Angaben zu Messwerten und Prüfmethode |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Installateur |
| Praktische Nutzung | Grundlage für Abnahme, Betreiberhaftung und Versicherungsnachweise |
Erläuterung
Die VOB/C ATV DIN 18382 verpflichtet den Auftragnehmer, alle erforderlichen Prüfprotokolle und Konformitätsnachweise zu liefern. Diese Dokumente bestätigen, dass die Anlage nach Wartung oder Inspektion den relevanten Normen entspricht. Regelmäßige Prüfprotokolle dokumentieren Termine, Ergebnisse und festgestellte Mängel und dienen der Erfüllung gesetzlicher Prüfpflichten. Facility-Manager müssen diese Unterlagen revisionssicher archivieren; sie bilden den Nachweis für die normgerechte Errichtung und sind für Haftungsfragen und Versicherungen unverzichtbar.
Wartungsanweisungen – Elektrische Systeme
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Wartungsanweisungen |
| Zweck & Scope | Festlegung der fachgerechten Wartung und Instandhaltung der Such- und Signalanlagen |
| Relevante Regelwerke | DIN 18382 (VOB/C ATV); VDI 6026; DGUV Vorschrift 3 |
| Kernelemente | • Wartungsintervalle und Zustands-/Funktionsprüfungen • Sicherheits- und Arbeitsschutzmaßnahmen • Dokumentationspflichten |
| Verantwortlich | Auftragnehmer / Instandhaltungsfirma |
| Praktische Nutzung | Bestandteil des Wartungsvertrags; bildet Grundlage für sicheren Betrieb und Erfüllung der Betreiberpflichten |
Erläuterung
VDI 6026 betont, dass die Dokumentation so aufzubereiten ist, dass der Betreiber sie direkt für Wartung und Betrieb nutzen kann. Wartungsanweisungen sind verbindliche Anleitungen, die Wartungsintervalle, Prüfpunkte und Schutzmaßnahmen enthalten. Nach jeder Wartung stellt der Dienstleister Prüfbescheinigungen aus, die festhalten, dass die Anlage den Normen entspricht. Für das FM ermöglichen diese Anweisungen eine systematische und gesetzeskonforme Instandhaltung.
Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsdokumentation (Leistungskatalog) |
| Zweck & Scope | Standardisierte Beschreibung aller Wartungs- und Inspektionsleistungen für elektrotechnische Anlagen inklusive Such- und Signalanlagen |
| Relevante Regelwerke | VDMA 24186-0 und -5; BetrSichV; DGUV Vorschrift 3 |
| Kernelemente | • Zuordnung der Anlagen zu Wartungsobjekten • Aufgabentypen (Zustands- und Funktionsprüfungen, Service, Dokumentation) • Leistungspositionen mit Zeit- und Kostenansätzen |
| Verantwortlich | Instandhaltungsingenieur / Facility Management |
| Praktische Nutzung | Strukturierte Wartungsplanung, Leistungsverzeichnisse, Service-Level-Agreements |
Erläuterung
Der VDMA-Leistungskatalog 24186-5 überführt alle elektrotechnischen Anlagen eines Gebäudes – darunter Sicherheitsbeleuchtungsanlagen, Verkehrssignalanlagen, Förder-, Kommunikations- und Gefahrenmeldeanlagen – in einen klar abgegrenzten Wartungsumfang. Teil 5 gilt für alle elektrotechnischen Geräte und Anlagen, die einer planmäßigen Wartung bedürfen; er nennt explizit Sicherheits- und Notbeleuchtungssysteme, Verkehrssignalanlagen und Gefahrenmeldeanlagen. Die Richtlinie dient als Basiskatalog für Leistungsverzeichnisse und Wartungsverträge. Sie trennt die planmäßige Wartung von gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen (DGUV V3, BetrSichV) und fordert separate vertragliche Regelungen für diese Prüfungen. Für das FM bedeutet dies Transparenz über Wartungsleistungen, Kosten und Verantwortlichkeiten sowie eine auditierbare Dokumentation.
Instandhaltungsplanung und -organisation – Technische Ausrüstung
| Feld | Inhalt |
|---|---|
| Dokumenttyp | Instandhaltungsplan |
| Zweck & Scope | Organisation der laufenden Instandhaltung zur Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit |
| Relevante Regelwerke | HOAI (Objektüberwachung und Objektbetreuung); VDI 6026; VDMA 24186 |
| Kernelemente | • Festlegung von Wartungsstrategien (präventiv, zustandsbasiert) • Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Qualifikationen • Koordination von Prüfungen und Wartungen • Integration mit CAFM/CMMS |
| Verantwortlich | Facility Management / Instandhaltungsingenieur |
| Praktische Nutzung | Sicherstellung einer wirtschaftlichen und normgerechten Instandhaltung; Erhaltung der Betriebsfähigkeit und Vermeidung von Störungen |
Erläuterung
Die Instandhaltungsplanung basiert auf den Grundleistungen der HOAI (Leistungsphasen 8–9) und den Vorgaben der VDI 6026. Diese legt nahe, dass alle Dokumente so aufbereitet werden, dass sie den Betreiber bei Wartung und Betrieb unterstützen. Der Instandhaltungsplan integriert die Vorgaben aus dem VDMA-Leistungskatalog, definiert Wartungsstrategien und sorgt für die Einhaltung gesetzlicher Prüfintervalle (DGUV V3, BetrSichV). Er legt Zuständigkeiten fest und gewährleistet, dass Änderungen und Prüfergebnisse im CAFM-System dokumentiert werden.
