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Einbruch- und Überfallmeldeanlagen

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Einbruch- und Überfallmeldeanlagen

Einbruch- und Überfallmeldeanlagen

Einbruch‑ und Überfallmeldeanlagen (EMA/ÜMA) gehören zur Klasse der Gefahrenmeldeanlagen und dienen dem Schutz von Personen und Sachwerten. Sie detektieren unberechtigte Zugriffe, übermitteln Alarme an interne Leitstellen oder Polizei und können mit optischen und akustischen Signalgebern warnen. In Deutschland sind Planung, Bau und Betrieb durch die Normenreihe DIN VDE 0833 geregelt, ergänzt durch europäische Normen (DIN EN 50131‑1), VdS‑Richtlinien und das Polizeiliche ÜEA‑Regelwerk. Nach DIN VDE 0833 ist für Gefahrenmeldeanlagen eine unterbrechungsfreie Energieversorgung vorgeschrieben, d. h. neben der Netzversorgung muss ein Akku vorhanden sein, der bei Einbruchmeldeanlagen je nach Gefahrenklasse zwischen zwölf und sechzig Stunden überbrückt. Einbruchmeldeanlagen sollen zudem mit mechanischen Sicherungen kombiniert werden, damit Angreifer möglichst früh gestoppt werden. Für den rechtssicheren Betrieb ist eine lückenlose, normkonforme Dokumentation über alle Phasen des Lebenszyklus zwingend erforderlich.

Für Einbruch‑ und Überfallmeldeanlagen ist eine vollständige, norm‑ und vertragskonforme Dokumentation der Schlüssel zu Rechtssicherheit, Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Von Planungs‑ und Ausschreibungsunterlagen (HOAI/VOB) über Ausführungs‑, Prüf‑ und Abnahmedokumente (DIN 18382, DIN VDE 0833‑1/-3, DGUV) bis zu Betriebs‑ und Instandhaltungsnachweisen (VDI 6026‑1, DIN EN 13306/15331, VDMA 24186, VdS) muss jedes Dokument sorgfältig erstellt und gepflegt werden. Nur so kann das Facility Management die Pflichten des Betreibers nach Arbeitsschutzgesetz und Betriebssicherheitsverordnung sowie die Anforderungen von Versicherungen und Audit‑Instanzen erfüllen, Lifecycle‑Kosten steuern und die Verfügbarkeit der Sicherheitsanlage dauerhaft sicherstellen. Regelmäßige Wartung durch befähigte Fachkräfte, wie sie von der AMEV gefordert wird, und die Dokumentation aller Ereignisse im Betriebsbuch bilden dabei den operativen Kern.

Dokumente nach Lebenszyklus- Abnahme-/Prüfprotokoll EMA/ÜMA

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Abnahme‑/Prüfprotokoll – Einbruch‑ und Überfallmeldeanlagen

Purpose & Scope

Das Protokoll dokumentiert die formale Abnahme und bestätigt, dass die Anlage funktionsfähig und normgerecht errichtet wurde. Es bildet den Startpunkt der Gewährleistung und dokumentiert alle Schnittstellen (z. B. Übertragung zur Leitstelle).

Regeln/Standards

DIN VDE 0833‑1, DIN VDE 0833‑3, HOAI LPH 8, DIN 18382 (VOB/C).

Kern­elemente

Sicht‑ und Funktionsprüfungen, Detektor‑ und Meldertests, Überprüfung der Alarmweiterleitung, Sabotage‑ und Notstromtests, Protokollierung der Messwerte, Mängelliste mit Fristen zur Nacherfüllung und Unterschriften aller Beteiligten.

Verantwortlich

Errichter oder Installateur erstellt das Protokoll; der Fachplaner TGA prüft; der Betreiber bestätigt die Abnahme.

Praktische Hinweise

Das Abnahmeprotokoll wird in das Betriebsdossier aufgenommen, löst die Gewährleistungsfrist aus und definiert Wartungsstart und Betreiberpflichten.

Erläuterung

Das Abnahmeprotokoll ist das zentrale Übergabedokument der Leistungsphase 8. Es dokumentiert die Einhaltung der Normen DIN VDE 0833‑1/-3 und fixiert eventuelle Restmängel sowie Fristen. Für das Facility Management ist es Referenz für Reklamationen, Servicelevel‑Agreements und wiederkehrende Prüfungen.

Angebotsunterlagen (Bauleistungen)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Angebot – Bauleistungen EMA/ÜMA

Purpose & Scope

Die Angebotsunterlagen bilden die Preis‑, Leistungs‑ und Vertragsgrundlage im Vergabeverfahren. Sie enthalten das vollständig ausgefüllte Leistungsverzeichnis, optionale Nebenangebote und alle Unterlagen zur Eignungsprüfung.

Regeln/Standards

Vergabeverordnung (VgV), VOB/A 2019 für öffentliche Auftraggeber.

Kern­elemente

Preislich gefülltes Leistungsverzeichnis mit klaren Positionsbeschreibungen (Melderarten, Zonen, Leitungswege, Redundanzen), Bieterfragen und Antworten, Termine, Eignungsnachweise und ggf. VdS‑Anerkennung des Errichters.

Verantwortlich

Der Bieter (Unternehmen) erstellt die Unterlagen.

Praktische Hinweise

Für das Facility Management dienen die Angebotsunterlagen als Prüfgrundlage hinsichtlich Vollständigkeit, Vergleichbarkeit und Lebenszykluskosten.

Erläuterung

Detaillierte Leistungsbeschreibungen verhindern Nachträge und Streitigkeiten. Für EMAs müssen insbesondere Meldertypen, Schutzzonen und Leitungswege präzise definiert sein.

Systembeschreibung EMA/ÜMA (Errichter)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Systembeschreibung – EMA/ÜMA

Purpose & Scope

Die Systembeschreibung enthält das technische Gesamtkonzept der Anlage, inklusive Topologie, Meldebereiche, Zentralentechnik und Übertragungswege.

Regeln/Standards

DIN VDE 0833‑3.

Kern­elemente

Aufbau/Adressierung der Anlage, Meldebereiche und Zonierung, Sabotagekonzept, Notstromversorgung (Akku), Übertragungseinrichtungen, Schnittstellen zur Gebäudeautomation/GLT, Freischaltmodule (FZM) und Brandmeldeanlage (BMZ).

Verantwortlich

Der Errichter bzw. Installateur erstellt die Beschreibung.

Praktische Hinweise

Die Systembeschreibung ist Grundlage für das Betriebshandbuch, die Störungsdiagnose und spätere Erweiterungen.

Erläuterung

Sie macht Aufbau und Logik der EMA transparent und ist für das Störungsmanagement und Audits unverzichtbar. Die Notstromversorgung muss nach DIN VDE 0833 ausreichend dimensioniert sein, beispielsweise zwölf Stunden bei EMA‑Klassen 1–2 und sechzig Stunden bei höheren Klassen.

Anlagenbeschreibung (Fachplanung TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung

Purpose & Scope

Planerische Beschreibung der Zielarchitektur, Leistungsgrenzen und Qualitätsstandards der EMA/ÜMA.

Regeln/Standards

HOAI Leistungsphasen 2–5.

Kern­elemente

Beschreibung der Schutzziele, Betriebszustände, Schnittstellenmatrix zu anderen Gewerken, Redundanzen, Qualitätsanforderungen und Prüfkriterien.

Verantwortlich

Der technische Fachplaner der TGA erstellt die Beschreibung.

Praktische Hinweise

Die Anlagenbeschreibung dient als Referenz für Ausschreibung, Abnahme und Betreiberanforderungen.

Erläuterung

Sie definiert für das FM relevante Mindeststandards, z. B. Austauschbarkeit der Geräte oder Ersatzteilstrategie, und schützt vor späteren Leistungsstreitigkeiten.

Anlagenbuch / Asset Book

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Anlagenbuch / Asset Book

Purpose & Scope

Das Anlagenbuch bildet eine lückenlose Lebenszyklusakte zur Inventarisierung, Wartung und Compliance.

Regeln/Standards

VDI 6070‑1, VDI‑MT 3810‑1, DIN 32835‑1.

Kern­elemente

Inventar‑IDs, Typenschilder und Seriennummern, Lebenslaufakte, Wartungs‑ und Reparaturhistorie, Ersatzteile und Hinterlegungen.

Verantwortlich

Betreiber bzw. FM führt das Asset Book; der Errichter liefert Zuarbeit.

Praktische Hinweise

Das Anlagenbuch dient als Bindeglied zu CAFM/EAM-Systemen und ist Grundlage für Audits und KPI‑Reporting.

Erläuterung

Das Asset Book ist die „Single Source of Truth“ im FM. Es stellt sicher, dass alle Komponenten dokumentiert und rückverfolgbar sind und unterstützt die Einhaltung gesetzlicher Nachweispflichten.

Klemmen-/Anschlussplan (LPH 7, Montageplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Anschluss‑/Klemmenplan – Status LPH 7

Purpose & Scope

Der Plan legt die eindeutige Anschlusslogik für jedes Gerät oder jeden Stromkreis fest und minimiert Fehler bei der Montage.

Regeln/Standards

DIN 18382 (VOB/C).

Kern­elemente

Klemmenbezeichnungen, Leiterkennzeichnung und Querschnitte, Potentiale, Aderfarben sowie Prüf- und Messpunkte.

Verantwortlich

Der Errichter/Installateur erstellt den Plan.

Praktische Hinweise

Wichtig für Inbetriebnahme, Fehlersuche und spätere Umbauten.

Erläuterung

In den FM‑Phasen beschleunigen saubere Klemmenpläne die Entstörung erheblich und vermeiden unnötige Betriebsunterbrechungen.

Klemmen-/Anschlussplan (LPH 8, As‑built)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Anschluss‑/Klemmenplan – Status LPH 8 (Revisionsstand)

Purpose & Scope

Endgültige, geprüfte Anschlussdokumentation der realisierten Anlage.

Regeln/Standards

DIN 18382.

Kern­elemente

Revisionsindex, Dokumentation von Abweichungen gegenüber der Planung, Messwerte und Unterschriften.

Verantwortlich

Der Errichter/Installateur erstellt den Plan.

Praktische Hinweise

Der As‑built‑Plan gehört zu den Betriebs‑ und Wartungsunterlagen und ist Referenz für spätere Änderungen.

Erläuterung

Der Revisionsstand ist für Gewährleistung und Betreiberhaftung maßgeblich und muss im Betriebsdossier aktuell gehalten werden.

Anträge behördliche Genehmigungen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Antrag(e) auf behördliche Genehmigungen

Purpose & Scope

Anzeige und Beantragung von Genehmigungen, etwa für Notruf‑/Leitstellenanbindung oder baurechtliche Belange.

Regeln/Standards

HOAI (Planerverantwortung), lokales Baurecht.

Kern­elemente

Formblätter, Pläne, Nachweise, Schnittstellen zu Feuerwehr/Leitstelle und Fristen.

Verantwortlich

Fachplaner TGA in Abstimmung mit Auftraggeber/Betreiber.

Praktische Hinweise

Frühzeitige Antragstellung reduziert Verzögerungen; im FM müssen Fristen und Genehmigungen dokumentiert und überwacht werden.

Erläuterung

Eine frühzeitige Abstimmung mit Behörden reduziert Umbau‑ oder Nachrüstbedarf und stellt sicher, dass spätere Betriebsfreigaben reibungslos erteilt werden.

Montagepläne (LPH 7)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Ausführungs‑/Montagepläne – Status LPH 7

Purpose & Scope

Darstellung der Lage aller Melder, Zentralen und Peripheriegeräte sowie der Leitungswege.

Regeln/Standards

DIN 18382.

Kern­elemente

Grundrisse und Schnitte, einheitliche Symbole, Zonierung, Kabeltrassen und Brandschutzabschnitte.

Verantwortlich

Errichter/Installateur.

Praktische Hinweise

Grundlage für Baustellenbegehungen, Qualitätskontrollen und Abnahme.

Erläuterung

Gute Lesbarkeit und einheitliche Symbole erleichtern FM‑Inspektionen und ermöglichen eine effiziente Überprüfung der Einbauorte.

Revisions-/Werkpläne (LPH 8)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Revisionspläne – Status LPH 8

Purpose & Scope

Darstellung des tatsächlichen Endzustands und aller genehmigten Änderungen gegenüber der Planung.

Regeln/Standards

DIN 18382, HOAI LPH 8.

Kern­elemente

Revisionsindex, Dokumentation von Abweichungen, Freigaben des Planers.

Verantwortlich

Errichter; Prüfung durch den TGA‑Planer.

Praktische Hinweise

Der Revisionsstand muss mit der Gebäudeleittechnik und den Datenpunkten übereinstimmen.

Erläuterung

Revisionspläne sind Basis für Wartung, Erweiterungen und Betreiberhaftung. Abweichungen müssen lückenlos dokumentiert und freigegeben werden.

Verjährungsfristenliste (Mängelansprüche)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Liste Verjährungsfristen für Mängel

Purpose & Scope

Transparente Darstellung der Gewährleistungs- und Haftungszeiträume pro Gewerk oder Los.

Regeln/Standards

HOAI/Vertrag, Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), VOB/B.

Kern­elemente

Abnahmedatum, Frist je Bauteil, Fristenüberwachung, Eskalationsverfahren.

Verantwortlich

Planer und Auftraggeber erstellen die Liste; das FM führt das Controlling.

Praktische Hinweise

Grundlage für fristgerechte Mängelanzeigen und für die Geltendmachung von Ansprüchen.

Erläuterung

Im FM wird häufig ein digitaler Fristenkalender genutzt, der automatisch Tickets und Workflows generiert, um Fristen nicht zu versäumen.

Mess- und Prüfprotokolle (Elektro)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Mess-/Prüfprotokolle elektrische Betriebsmittel/Anlagen

Purpose & Scope

Nachweis, dass die elektrischen Betriebsmittel und Anlagen sicher und funktionstüchtig sind.

Regeln/Standards

DGUV Vorschriften 3/4; VDE 0701/0702; DGUV‑Informationen 203‑070 und 203‑071. Die DGUV‑Information betont, dass der Arbeitgeber sicherstellen muss, dass elektrische Anlagen nur in ordnungsgemäßem Zustand betrieben werden und wiederkehrende Prüfungen durchzuführen sind.

Kern­elemente

Prüfungen des Schutzleiters, der Isolation und der Funktion; Messwerte; Mängel; empfohlene Fristen für die nächste Prüfung.

Verantwortlich

Befähigte Elektrofachkraft oder Prüfer.

Praktische Hinweise

Prüfintervalle werden im FM‑Wartungsplan abgebildet; die Protokolle dienen als Nachweis bei Berufsgenossenschafts‑Kontrollen.

Erläuterung

Prüfprotokolle sind Pflichtbestandteil der Betreiberdokumentation und zentral für die Einhaltung von Arbeitsschutz‑ und EHS‑Vorgaben.

Bedienungs-/Nutzerhandbuch (VDI 6026‑1; DIN 18382)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebs‑/Benutzerhandbuch – EMA/ÜMA

Purpose & Scope

Übergabe‑ und Betriebsunterlagen nach der VDI 6026‑1; strukturierte Anleitung für Betrieb, Störungsbehebung und Wartung der Anlage.

Regeln/Standards

VDI 6026‑1, DIN 18382.

Kern­elemente

Systemübersicht, Betriebsarten, Störungsdiagnose, Ersatzteilverzeichnis, Wartungsanweisungen, Revisionsstände.

Verantwortlich

Der Errichter erstellt das Handbuch; das FM prüft die Vollständigkeit.

Praktische Hinweise

Das Handbuch dient als Schulungsgrundlage und wird bei Audits als Nachweis genutzt.

Erläuterung

Eine einheitliche Struktur erleichtert das FM‑Onboarding, senkt Bedienfehler und unterstützt die Betreiberpflichten nach Arbeitsschutzgesetz.

Berechnungen/Dimensionierung (LPH 3/5/7)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Berechnungen und Auslegung – Planungsphasen

Purpose & Scope

Die Berechnungen belegen, dass die Schutzziele mit der geplanten Technik erreicht werden (z. B. Anzahl und Abstände der Melder, Leitungsdimensionen und Autonomie der Netzteile).

Regeln/Standards

HOAI; ggf. DIN 18379/18381 bei Schnittstellen zur Lüftungs‑ oder Heiztechnik.

Kern­elemente

Anzahl der Melder und Zonen, Melderabstände, Leitungsdimensionen, Dimensionierung der Netzteile und Akkus, Systemvarianten.

Verantwortlich

Fachplaner TGA.

Praktische Hinweise

Grundlage für Leistungsverzeichnis‑Positionen und Life‑Cycle‑Kosten.

Erläuterung

Revisionssichere Berechnungen vermeiden Nachträge und Leistungsstreitigkeiten. Sie ermöglichen dem FM eine nachvollziehbare Nachweisführung gegenüber Behörden und Versicherern.

Lebenszykluskostenrechnung (LCC)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

LCC‑Berechnung – Ergebnisse

Purpose & Scope

Darstellung von Investitions‑ und Betriebskosten (CAPEX/OPEX) zur wirtschaftlichen Bewertung verschiedener Varianten.

Regeln/Standards

HOAI; FM‑Best‑Practice.

Kern­elemente

Aufstellung von Investitionskosten, Energieverbrauch und Akkuwechseln, Wartungs‑ und Ersatzteilkosten, Restwertbetrachtung.

Verantwortlich

Fachplaner TGA erstellt; Auftraggeber/FM prüft.

Praktische Hinweise

Bewertet Alternativen (z. B. unterschiedliche Redundanzgrade oder Übertragungswege) und unterstützt Budgetentscheidungen.

Erläuterung

Eine Lebenszykluskostenrechnung hilft dem FM, Budgets und Total‑Cost‑of‑Ownership (TCO) zu optimieren. Durch Vergleich verschiedener Auslegungen können langfristige finanzielle Auswirkungen beurteilt werden.

Hersteller-Betriebsanleitungen & Sicherheitshinweise (Produktsicherheit)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitungen/Sicherheitshinweise (Niederspannungsrichtlinie)

Purpose & Scope

Rechtspflicht zur sicheren Verwendung elektrischer Produkte; die Unterlagen enthalten alle Hinweise zu Montage, Betrieb, Wartung und Restrisiken.

Regeln/Standards

Richtlinie 2014/35/EU (Niederspannungsrichtlinie), 1. ProdSV.

Kern­elemente

Montage‑ und Betriebsanweisungen, Sicherheits‑ und Warnhinweise, Wartungsempfehlungen, EG‑Konformitätserklärung.

Verantwortlich

Hersteller stellt die Unterlagen bereit; das FM archiviert sie.

Praktische Hinweise

Grundlage für Gefährdungsbeurteilungen und Unterweisungen des Personals.

Erläuterung

Ohne herstellerseitige Anleitungen ist ein sicherer Betrieb nicht nachweisbar. Die Anleitungen müssen in deutscher Sprache vorliegen und für die gesamte Lebensdauer der Anlage archiviert werden.

Interdisziplinäre Betriebsanweisung (TGA‑gesamt)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanweisung, interdisziplinär (TGA‑Gesamt)

Purpose & Scope

Zusammenführung gewerkeübergreifender Betriebsregeln, z. B. für EMA/ÜMA, Gebäudeautomation (GA), IT und Brandschutz.

Regeln/Standards

HOAI; Betreiberpflichten nach Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV).

Kern­elemente

Verantwortlichkeiten, Notfall‑ und Störungsprozesse, Freigaben für Arbeiten, Change‑Management‑Prozess.

Verantwortlich

Fachplaner TGA und Betreiber erstellen gemeinsam die Betriebsanweisung.

Praktische Hinweise

Dient als „Master SOP“ im FM und reduziert Schnittstellenrisiken zwischen den Gewerken.

Erläuterung

Eine klare Betriebsanweisung legt Zuständigkeiten und Abläufe fest. Sie hilft, Reaktionszeiten zu verkürzen und verhindert Konflikte zwischen technischen Bereichen.

Betriebsjournal (allgemein) & 2.19 Betriebsbuch EMA/ÜMA

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsjournal (allgemein); Betriebsbuch EMA/ÜMA

Purpose & Scope

Lückenlose Dokumentation sämtlicher Betriebs‑, Störungs‑, Wartungs‑ und Eingriffsereignisse der Anlage.

Regeln/Standards

VDI‑MT 3810‑1, VDI 6026‑1, DIN VDE 0833‑1, VdS 2311/2263. Das BHE‑Prospekt weist darauf hin, dass die Aufzeichnungen aller Betriebsereignisse und Wartungen in einem Betriebsbuch zu führen sind.

Kern­elemente

Eintragungen zu Ereignissen, Alarmauslösungen, Eingriffen, Wartungen, Softwareupdates, Unterschriften und Zeitstempel.

Verantwortlich

Der Betreiber/FM führt das Journal; Wartungsbetriebe ergänzen die Einträge.

Praktische Hinweise

Die Einträge sind bei Audits, Versicherungen und Ermittlungen prüfungsrelevant.

Erläuterung

Das Betriebsbuch ist ein zentrales Beweis‑ und Lerninstrument. Es erfüllt die Anforderungen der VdS‑Richtlinien (z. B. VdS 2263) und dient der kontinuierlichen Verbesserung des Anlagenbetriebs.

Brandschutz‑ (Brandfall‑) Matrix / Steuerungsmatrix

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Brandschutz‑/Brandfall‑/Gefahrensteuerungsmatrix

Purpose & Scope

Definition aller Brand‑ und Gefahrenreaktionen, inklusive der Schnittstellen der EMA zu Brandmeldeanlagen, Gebäudeautomation und Notfallsteuerungen.

Regeln/Standards

HOAI; VDI 3819‑3.

Kern­elemente

Szenarien, Auslöser, Aktoren, Prioritäten, Rückmeldungen und Testanforderungen.

Verantwortlich

TGA‑Planer in Abstimmung mit Brandschutzplaner.

Praktische Hinweise

Die Matrix dient als Prüf‑ und Abnahmestandard sowie als Referenz für die Programmierung der Gebäudeautomation.

Erläuterung

Eine konsistente Brandfallmatrix ist unerlässlich für integrales Sicherheitsverhalten. Sie definiert klar, welche Reaktion bei welchem Ereignis ausgelöst wird und verhindert widersprüchliche Steuerungen.

Datenpunkt-/Funktionsliste (LPH 7/8)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Datenpunktliste/Funktionsliste EMA‑Schnittstellen

Purpose & Scope

Definiert alle Signale und Objekte, die zur Gebäudeautomation/GLT und Leitstelle übertragen werden sollen.

Regeln/Standards

DIN 18382; VDI 6026‑1 (Struktur).

Kern­elemente

Datenpunkt‑ID, Bezeichnung, Signalart (Binary/Analog), Skalierung, Alarmgrenzen, Quittierungslogik.

Verantwortlich

Errichter in der LPH 7/8 in Abstimmung mit dem Planer.

Praktische Hinweise

Die Datenpunktliste muss mit der Brandfallmatrix und den Stromlaufplänen konsistent sein und bildet die Grundlage für FAT/SAT (Factory Acceptance Test/Site Acceptance Test) und Abnahme.

Erläuterung

Klare Datenpunktlisten stellen sicher, dass alle Schnittstellen sauber implementiert werden. Unstimmigkeiten können sonst zu fehlerhaften Alarmierungen oder Funktionseinbußen führen.

Instandhaltungsdokumentation & -planung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Wartungsplan, Wartungsbericht, Wartungskalender

Purpose & Scope

Sicherstellung des ordnungsgemäßen Betriebs der Anlage über den gesamten Lebenszyklus.

Regeln/Standards

DIN EN 13306, DIN EN 15331, DIN EN 13460, VDMA 24186‑0, DIN 18382. Die VDMA 24186‑0 hebt hervor, dass geplante Wartung unerlässlich ist, um den Sollzustand technischer Anlagen zu erhalten, und dass zusätzliche Leistungen separat zu vereinbaren sind.

Kern­elemente

Wartungsintervalle, Checklisten, Messwerte, Mängel, Ersatzteile, Qualifikation des Wartungspersonals.

Verantwortlich

Wartungsfachbetrieb oder Errichter führt die Wartung aus; FM steuert und überwacht.

Praktische Hinweise

In CAFM-Systeme integrierbar; SLA‑ und KPI‑fähig (z. B. Mean Time Between Failure/Mean Time To Repair).

Erläuterung

Standardisierte Wartungsdokumentationen sind Grundlage für Betreiberhaftung und Versicherungen. Ohne regelmäßige Wartung besteht laut AMEV unmittelbare Gefahr für Personen und Sachwerte.

Errichtererklärung (DIN 18382)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Errichtererklärung Elektro/EMA

Purpose & Scope

Formale Konformitätsbestätigung des Errichters, dass die Anlage gemäß Normen und Leistungsverzeichnis ausgeführt wurde.

Regeln/Standards

DIN 18382.

Kern­elemente

Leistungsumfang, Beschreibung von Abweichungen, durchgeführte Prüfungen, Unterschrift des Errichters.

Verantwortlich

Errichter.

Praktische Hinweise

Bestandteil der Abnahmemappe; relevant bei Gewährleistungsfragen.

Erläuterung

Die Errichtererklärung ergänzt die Prüfprotokolle um eine formale Hersteller‑/Errichterzusage und bietet dem Betreiber zusätzliche Rechtssicherheit.

Ersatz-/Teilelisten (EMA/Elektro)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Ersatzteilliste/Teilekatalog

Purpose & Scope

Sicherstellung der Verfügbarkeit kritischer Komponenten und Minimierung von Ausfallzeiten.

Regeln/Standards

DIN 18382.

Kern­elemente

Teile‑IDs, Mindestbestände, Lieferzeiten, Informationen zur Obsoleszenz.

Verantwortlich

Errichter oder Hersteller erstellt den Katalog; FM pflegt die Bestände.

Praktische Hinweise

Grundlage für SLA‑gerechte Entstörzeiten und für die Lagerhaltung.

Erläuterung

Eine aktuelle Ersatzteilliste ermöglicht schnelle Reparaturen und trägt zur Anlagenverfügbarkeit bei.

Funktions-/Strangschema & Übersichts-/Stromlaufpläne

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Funktions‑/Strangschema (LPH 2/3/5/7); Übersichts‑/Stromlaufplan nach DIN EN 61082‑1

Purpose & Scope

Schaltungs‑ und Wirkungsnachweis der EMA. Die Pläne dokumentieren Signalflüsse und die elektrische Verschaltung.

Regeln/Standards

HOAI; VDI 6026‑1; DIN EN 61082‑1 (VDE 0040‑1); DIN 18382; DIN 18015‑1.

Kern­elemente

Darstellung des Signalflusses, Klemmen, Leiter, Schutzorgane, Referenzen und Querverweise zu anderen Plänen.

Verantwortlich

Planer (LPH 2/3/5) und Errichter (LPH 7/8).

Praktische Hinweise

Die Pläne müssen mit der Datenpunktliste und Brandfallmatrix übereinstimmen.

Erläuterung

Funktions‑ und Stromlaufpläne sind unverzichtbar für den Betrieb, die Fehlersuche und spätere Umbauten. Sie bilden die technische „Landkarte“ der Anlage.

Gewerke-Beziehungs-/Schnittstellenmatrix

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Gewerke-Beziehungsmatrix / Interface-Katalog

Purpose & Scope

Klärt Verantwortungen, Datenflüsse und Übergabepunkte zwischen den Gewerken (z. B. EMA, GA, IT, Brandschutz).

Regeln/Standards

VDI 6039.

Kern­elemente

Schnittstellenliste, RACI-Matrix (Responsibility, Accountability, Consulted, Informed), Prüfschritte, Abnahmekriterien.

Verantwortlich

TGA‑Planer; Errichter bestätigt.

Praktische Hinweise

Verhindert Lücken in den Schnittstellen zwischen GA/EMA/IT/Brandschutz und fördert klar definierte Übergabepunkte.

Erläuterung

Eine Schnittstellenmatrix minimiert Integrationsrisiken im Betrieb und stellt sicher, dass jedes Gewerk seine Verantwortung kennt.

VdS-Installationsbescheinigung (EMA nach VdS 2170)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Installationsbescheinigung (VdS)

Purpose & Scope

Nachweis der Errichtung der EMA nach VdS‑Regeln; relevant für Versicherer.

Regeln/Standards

VdS 2170, VdS 2311.

Kern­elemente

Anlagenklasse, Übertragungsweg, Leitstellenanbindung, durchgeführte Tests und Prüfungen.

Verantwortlich

VdS‑anerkannter Errichter.

Praktische Hinweise

Kann Versicherungsprämien und Deckung erheblich beeinflussen.

Erläuterung

In risikoreichen Objekten wird eine VdS‑Zertifizierung oft vertraglich gefordert. Sie dient dem Betreiber als Nachweis für die Qualitätsanforderungen des Versicherers.

Messprotokoll (Elektro) – Bauausführung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Messprotokoll – Elektro/EMA

Purpose & Scope

Nachweis der normgerechten Installation und Funktion während der Bauausführung.

Regeln/Standards

DIN 18382.

Prüfungen der Schleifenimpedanz, Isolationswerte, Spannungsfall, Batterietest und andere elektrotechnische Messungen.

Verantwortlich

Errichter oder beauftragter Prüfer.

Praktische Hinweise

Bestandteil der Abnahme‑ und As‑built‑Mappe.

Erläuterung

Das Messprotokoll ergänzt DGUV‑Prüfungen um baubegleitende Nachweise und erhöht die Rechtssicherheit bei Abnahmen.

Schulungs-/Einweisungsprotokoll Bedienpersonal

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Protokoll Einweisung Bedienpersonal

Purpose & Scope

Nachweis der ordnungsgemäßen Unterweisung des Bedienpersonals zur sicheren Nutzung der EMA/ÜMA.

Regeln/Standards

DIN 18382; VDI 6026‑1 (Dokumentationsstruktur).

Kern­elemente

Liste der Teilnehmer, vermittelten Inhalte, Dauer, Erfolgskontrolle (z. B. Test), ausgegebene Unterlagen.

Verantwortlich

Der Errichter führt die Schulung durch; der Betreiber bestätigt die Teilnahme.

Praktische Hinweise

Pflichtnachweis für sicheren Betrieb und wichtig bei Audits.

Erläuterung

Einweisungsprotokolle reduzieren Bedienfehler und Fehlalarme und belegen, dass der Betreiber seiner Unterweisungspflicht nachgekommen ist.

Inbetriebnahme-/Einstellbericht

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Bericht Inbetriebnahme & Parametrierung

Purpose & Scope

Dokumentation der korrekten Parametrierung, Adressierung und Tests der Anlage zur Inbetriebnahme.

Regeln/Standards

DIN 18382; DIN VDE 0833‑3.

Kern­elemente

Firmware‑ und Versionsstände, Parameterlisten, durchgeführte Testprotokolle, Freigaben und Unterschriften.

Verantwortlich

Errichter.

Praktische Hinweise

Grundlage für spätere Updates und Änderungsmanagement.

Erläuterung

Ohne dokumentierte Parametrierung ist die Reproduzierbarkeit nicht gegeben. Änderungen lassen sich nur nachvollziehen, wenn alle Einstellungen festgehalten werden.

Prüf-/Inspektionsbuch (BG auf Anforderung)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Prüf-/Inspektionsbuch (Elektroanlagen)

Purpose & Scope

Nachweis regelmäßiger Prüfungen zur Arbeitssicherheit elektrischer Anlagen.

Regeln/Standards

DGUV Vorschrift 3.

Kern­elemente

Prüffristen, Prüfumfang, Ergebnisse, Mängel und Maßnahmen.

Verantwortlich

Der Betreiber führt das Buch; die Prüfungen werden von einer Elektrofachkraft durchgeführt.

Praktische Hinweise

Bei Berufsgenossenschaftsbegehungen wird das Buch eingefordert.

Erläuterung

Das Inspektionsbuch ergänzt die DGUV‑Prüfprotokolle um Fristensteuerung und ist wichtig für den Arbeitsschutz.

Raumbuch (inkl. technischer Teil)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Raumbuch / technischer Teil (LPH 2/3)

Purpose & Scope

Raumbezogene Dokumentation von Anforderungen und Installationen der EMA.

Regeln/Standards

VDI 6070‑1, VDI‑MT 3810‑1; ggf. VDI 3810‑2 und VDI 6023‑3 für Hygienebezug.

Kern­elemente

Raumdaten, Melderpositionen, Zonen, Leitungswege, Zutrittsregelungen.

Verantwortlich

Objekt‑/Fachplaner TGA.

Praktische Hinweise

Referenz für Begehungen, Umbauten und Betreiberfreigaben.

Erläuterung

Das Raumbuch stellt die Raum‑ und Zonenlogik sowie Einbauten klar dar und ermöglicht eine effiziente Planung und Kontrolle.

Ausschreibungsunterlagen & Vergabevorschlag

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Vergabeunterlagen (Leistungsverzeichnis, Pläne), Vergabevorschlag

Purpose & Scope

Rechtssichere und transparente Vergabe der Bauleistung.

Regeln/Standards

HOAI; VOB/A 2019; VgV oder UVgO je nach Vergabestelle.

Kern­elemente

Leistungsverzeichnis, Wertungskriterien, Eignungs- und Zuschlagskriterien, Bieterkommunikation, Vergabevorschlag.

Verantwortlich

Fachplaner TGA/AG (bei öffentlichen Vergaben).

Praktische Hinweise

FM achtet auf Vergleichbarkeit und Lebenszykluskostenkriterien.

Erläuterung

Saubere Vergabeunterlagen vermeiden Nachträge und Streitigkeiten. Sie sind Grundlage für eine faire und nachvollziehbare Vergabeentscheidung.

Wartungsanweisungen (Errichter)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Wartungsanweisung EMA (VDI 6026‑Struktur)

Purpose & Scope

Standardisierte Vorgehensweise für Inspektion und Wartung der EMA/ÜMA.

Regeln/Standards

VDI 6026‑1; DIN 18382.

Kern­elemente

Prüfpunkte, Intervalle, Soll‑Messwerte, Tauschzyklen, Sicherheitsmaßnahmen und persönliche Schutzausrüstung.

Verantwortlich

Errichter erstellt; Betreiber gibt frei und integriert in den Wartungsplan.

Praktische Hinweise

In CAFM importierbar; dient der Steuerung von Servicelevels.

Erläuterung

Einheitliche Wartungsanweisungen stellen sicher, dass alle Servicetechniker die gleichen Prüfpunkte bearbeiten und erleichtern die Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen.

Wartungsdoku nach VDMA 24186‑0

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Wartungsdokumentation – VDMA 24186‑0

Purpose & Scope

Einheitliche Darstellung von Positionen und Leistungen für die Instandhaltung.

Regeln/Standards

VDMA 24186‑0.

Kern­elemente

Leistungskatalog, Zeitaufwand, Nachweise über durchgeführte Tätigkeiten.

Verantwortlich

Instandhalter.

Praktische Hinweise

Erleichtert Leistungsverträge und Abrechnung.

Erläuterung

Die standardisierte Wartungsdokumentation bringt Vergleichbarkeit zwischen Dienstleistern und unterstützt das FM bei der Vergabe von Wartungsverträgen.

Werk- und Prüfzeugnisse / Konformitäten

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Werk-/Prüfzeugnisse, Konformitätserklärungen

Purpose & Scope

Nachweise über Produkt‑ und Materialqualität sowie Konformität mit Normen und Richtlinien.

Regeln/Standards

DIN 18382; Produktsicherheitsrecht.

Kern­elemente

Seriennummern, Typprüfungen, CE‑Kennzeichnungen, VdS‑Anerkennungen.

Verantwortlich

Hersteller bzw. Errichter.

Praktische Hinweise

Wichtig für Versicherung und Haftung; müssen archiviert werden.

Erläuterung

Werk‑ und Prüfzeugnisse belegen die Tauglichkeit der eingesetzten Komponenten und ermöglichen die Rückverfolgung im Schadensfall.

Wirtschaftlichkeitsnachweis / Kostenermittlungen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Kostenberechnung/-anschlag/-feststellung; Wirtschaftlichkeitsnachweis

Purpose & Scope

Kostentransparenz über die Planungsphasen; Nachweis der Wirtschaftlichkeit der Maßnahme.

Regeln/Standards

HOAI Leistungsphasen 2–7.

Kern­elemente

Variantenvergleich, Budgetfortschreibung, Indexstände, Prognosen.

Verantwortlich

Fachplaner TGA.

Praktische Hinweise

Grundlage für Budgetfreigaben im FM.

Erläuterung

Der Wirtschaftlichkeitsnachweis erlaubt dem FM eine vorausschauende Mittelbindung und unterstützt Investitionsentscheidungen.

Schlitz-/Durchbruchpläne & Leitungsführungen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Schlitz-/Durchbruchpläne (LPH 5/7)

Purpose & Scope

Koordinierte Planung von Leitungswegen, Durchbrüchen und Brandschutzmaßnahmen zur Vermeidung von Kollisionen.

Regeln/Standards

HOAI; DIN 18379/18381 (Schnittstellenbezug).

Kern­elemente

Angaben zu Kernbohrungen, Brandabschottungen, Kabeltrassen, Tragsystemen.

Verantwortlich

TGA‑Planer; Errichter liefert As‑built‑Informationen.

Praktische Hinweise

Muss mit der Abschottungs‑/Isolationsdokumentation korrespondieren.

Erläuterung

Schlitz‑ und Durchbruchpläne vermeiden Folgeschäden und Mängel in Abnahmen, indem sie Kollisionen und brandschutztechnische Probleme im Vorfeld erkennen.

Abschottungs-/Isolationsdokumentation (TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Dokumentation Isolations‑/Brandschutzarbeiten

Purpose & Scope

Nachweis der ordnungsgemäßen Abschottung bzw. der Durchführung kritischer Durchführungen nach brandschutzrechtlichen Anforderungen.

Regeln/Standards

DIN 18421 (VOB/C).

Kern­elemente

Typ der Abschottung, Zulassungen, Fotos, Lagepläne, Kennzeichnungen und verwendete Materialien.

Verantwortlich

Ausführende Firma erstellt; FM prüft die Unterlagen.

Praktische Hinweise

Relevanz für Versicherung, Brandschau und Betreiberhaftung.

Erläuterung

Eine sorgfältige Abschottungsdokumentation ist ein kritischer Bestandteil der Betreiberhaftung, da unsachgemäße Durchführungen im Brandfall dramatische Auswirkungen haben können.

Sicherheitskonzept Gefahrenmeldeanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Sicherheitskonzept – Gefahrenmeldeanlage (inkl. EMA/ÜMA)

Purpose & Scope

Übergeordnetes Schutzkonzept, das Risikoanalyse, Schutzbedarf und Schutzklassen definiert.

Regeln/Standards

DIN VDE 0833‑1.

Kern­elemente

Risikoanalyse, Schutzbedarfsdefinition, Szenarien, Reaktionswege, Leitstellenkonzept und Organisationsanweisung.

Verantwortlich

Sicherheitsfachplaner und Auftraggeber.

Praktische Hinweise

Maßstab für die Auslegung, die Tests und Zertifizierungen der EMA/ÜMA.